Mediterran am Leonrodplatz

Das Ehepaar Schmidt-Lutz hat sich in Neuhausen einen Traum erfüllt. Dort haben sie eine Trattoria eröffnet, „La Strada“, wo sie Anwohner und Arbeiter mit Pizza bis Pulpo versorgen
| Laura Kaufmann
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Oben: Das Ehepaar Schmidt-Lutz vor ihrem „La Strada“ – vor zwei Wochen haben sie die Trattoria eröffnet.
Daniel von Loeper Oben: Das Ehepaar Schmidt-Lutz vor ihrem „La Strada“ – vor zwei Wochen haben sie die Trattoria eröffnet.

Wir wollten noch einmal ein lebendiges Geschäft haben – weil es Spaß macht“, sagt Marina Schmidt-Lutz. Früher war sie Geschäftsführerin am Café an der Uni, später noch kurz im Café Freiheit – „aber das ist schon ewig her“, sagt sie. Dann lernte sie ihren Mann Rolf kennen und half ihm bei seiner Arbeit als Wirtschaftsingenieur. Jetzt sitzen die beiden nebeneinander in ihrem neuen Lokal, vor zwei Wochen haben sie das „La Strada – Trattoria Caffé Bar“ eröffnet.

Eine bayerische Kneipe, was für Kartler und Biertrinker war das Lokal früher, ganz früher die erste Asado-Steak-Filiale. Der Raum ist heute nicht wiederzuerkennen: Terracottafarbene Wände und Tischdecken, die Querstreben an der Decke sind hell gestrichen. In die Wand zur Küche haben die Schmidt-Lutz’ einen großen Durchbruch machen lassen, durch den Koch Franco Stella jetzt das Essen reicht; durch den die Gäste aber auch verfolgen können, was im Hintergrund so abläuft.

„Die Gäste sollen sehen können, dass hier alles sauber ist und nicht gestritten wird“, sagt Marina Schmidt-Lutz. „Harmonie im Team ist wichtig.“

Italien ist von je her eine geteilte Liebe der Eheleute, als junges Ding ist sie oft nach Mailand gereist, ein bisschen gemodelt hat sie; und die beiden gehen gern und viel essen – italienisch natürlich. „Hier in der Gegend arbeiten viele Verlagsleute, Anwälte, die mittags etwas Schnelles und Leichtes essen wollen“, sagt die Wirtin. „Da passt die mediterrane Küche perfekt.“

Mit „ihrem Franco“ haben sie den perfekten Koch für ihr Vorhaben gefunden. Früher hat er eigene Restaurants geführt, jetzt möchte er etwas kürzer treten. „Er macht das sehr liebevoll und das Essen ist einfach sehr gut“, sagt Rolf Schmidt-Lutz, „sein Pulpo zum Beispiel ist fantastisch, butterweich, aber auch sein Pfeffersteak schmeckt toll.“

Die Gerichte seiner Heimat kocht der Sizilianer seit Jahren für die Münchner, Antipasti von Tomate-Mozzarella (7,90) bis Carpaccio von Rind oder Lachs (10,50), Spaghetti Frutti di Mare (11,90), Pennette con Salsiccia (8,90), Fisch vom Lavasteingrill mit Salat – die zarten Calamari (15,90), die er mit etwas Pesto serviert, und die Fische von der Tageskarte. Fleischgelüste werden mit Rinderfilet vom Grill (24,50), Lammkoteletts (17,50) oder Saltimbocca (16,50) befriedigt.

Die Pizzen holt Pizzabäcker Mario knusprig aus dem Steinofen (ab 6,50). Die Weine stammen alle aus Italien (Flasche ab 21,50), das Bier aus der Region (Tegernseer vom Fass, 0,5 für 3,30). Mittags speisen die Gäste günstiger mit Menüs ab 7,50 Euro, beliebt sind jetzt die paar Tische vor dem Eingang.

Die ersten haben den Weg schon einmal, manche zweimal gefunden. Wenn das „La Strada“ mal richtig angelaufen ist, will das Ehepaar den Nebenraum noch ausbauen, auch die Terrasse soll größer werden. Damit das Geschäft so lebendig wie möglich wird. 


Leonrodstraße 73, Mo. bis Fr. 9 – 23 Uhr, Sa. 17:30 – 23 Uhr, So. 11:30 – 23 Uhr, www.la-strada-trattoria.de, Tel.: 39 29 20 30

 

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