Champagner-Variation und Marillen-Klassiker: Das sind die besten Krapfen in München

Die Auswahl an buntem Hefegebäck zur Faschingszeit wird immer ausgefallener. Die Bäckereien überbieten sich gegenseitig mit kreativen Kreationen. Die AZ hat sie getestet
Ruth Frömmer,
Niclas Vaccalluzzo
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Faschingszeit ist Krapfenzeit: Die Verkaufstheken der Bäckereien sind mit vielen Varianten befüllt. Während die meisten wohl zu den mit Puderzucker bestäubten Klassikern greifen, gibt es auch immer mehr ausgefallene und bunte Krapfen-Sorten. Gabriela Cosa aus der Rischart-Filiale auf der Theresienhöhe präsentiert ihre beiden Neuzugänge.
Faschingszeit ist Krapfenzeit: Die Verkaufstheken der Bäckereien sind mit vielen Varianten befüllt. Während die meisten wohl zu den mit Puderzucker bestäubten Klassikern greifen, gibt es auch immer mehr ausgefallene und bunte Krapfen-Sorten. Gabriela Cosa aus der Rischart-Filiale auf der Theresienhöhe präsentiert ihre beiden Neuzugänge. © Daniel von Loeper

Von Erdbeere über Schokolade, Karamell bis Pistazie, von fruchtig bis cremig – kaum ein Geschmack, den es nicht gibt im Münchner Krapfen-Kosmos. Wer soll da den Überblick behalten?

Die AZ hat sich ins Krapfen-Getümmel gestürzt und keine Mühen gescheut, Ihnen einen Überblick über das aktuelle Angebot zu präsentieren. Ob wir selbst in diesem Jahr noch einmal Krapfen essen, sei dahingestellt.

Stolze 23 Exemplare haben wir exklusiv für Sie verkostet. Wer Lust auf Neues hat, der probiert die extravaganten Varianten. Aber auch beim Klassiker mit Aprikosenmarmelade gibt es kleine, aber feine Unterschiede. Wie es uns geschmeckt hat, lesen Sie auf diesen Seiten.

Bis Faschingsdienstag haben Sie noch Zeit, es uns nachzutun. Unser Tipp: Lassen Sie sich Zeit. Wenn Sie sich zwei Krapfen pro Tag gönnen, schonen Sie Ihren Magen und können immerhin noch 36 verschiedene Krapfen probieren. Wir wünschen Ihnen dabei viel Spaß!

Den Salzkaramellkrapfen gibt's immer mittwochs im Café Kustermann am Goetheplatz.
Den Salzkaramellkrapfen gibt's immer mittwochs im Café Kustermann am Goetheplatz. © Ben Sagmeister

Salzkaramellkrapfen: Der Geschmeidige

Kein Krapfen-Report ohne Kustermann. Das Café am Goetheplatz spielt auf vielen Münchner Krapfen-Hitlisten in der oberen Liga mit. Zur Auswahl stehen einige Standardkrapfen, dazu täglich wechselnde Krapfen und Spezialkrapfen, wie die Heiße Liebe mit Himbeer-Vanille oder der Pistazie-Nougat-Krapfen.

Die AZ hat den Salzkaramell-Krapfen probiert. Optisch ist er kein Feuerwerk, aber was zählt, ist die Füllung, und die kann sich sehen lassen: Die Karamellnote ist zwar nicht so ausgeprägt, wie wir es erwartet hätten. Dafür ist dieser Krapfen nicht so süß, wie zunächst befürchtet, sondern angenehm ausbalanciert.

Die Füllung ist wunderbar cremig. Ein absoluter Wohlfühl-Krapfen. Eine Tasse schwarzen Tee dazu und der Winter ist gleich nicht mehr so schmuddelig.

Salzkaramell-Krapfen: 4,10 Euro. Jeden Mittwoch im Café Kustermann, Lindwurmstraße 36

Glänzend und tiefrot ist der Schifferl-Krapfen.
Glänzend und tiefrot ist der Schifferl-Krapfen. © Ben Sagmeister

Hagebutten-Krapfen: Der Hübsche

Bei Schifferl bleibt man sich in Sachen Krapfen treu. Besonders bunte Ausreißer sind in der Vitrine nicht zu finden. Auch die Verkäuferin in der Filiale am Weißenburger Platz kann in Sachen Neuheiten nicht weiterhelfen.

Wir schnappen uns also den Klassiker Hagebutte, der mit seiner tiefroten, dicken und glänzenden Glasur zur Krapfen-Lust verleitet. Die sehr dominante, leicht säuerliche Hagebutten-Füllung lässt dem Teig den nötigen Spielraum.

Die optisch zwar sehr schöne Glasur versüßt den Geschmack aber doch recht ordentlich. Insgesamt hält der Schifferl-Krapfen gerade noch so die Balance und ist eine gute Wahl für Hagebutten-Fans.

Hagebutte: 2,40 Euro, In den Schifferl-Filialen

Der Zöttl-Krapfen ist mit Mandelsplittern verziert.
Der Zöttl-Krapfen ist mit Mandelsplittern verziert. © Ben Sagmeister

Crème-Brulée-Krapfen: Der Liebliche

Optisch würden die AZ-Tester nicht sofort erkennen, dass es sich bei diesem Exemplar um einen Crème-Brûlée-Krapfen handelt. Die Mandelsplitter zählen zu den unauffälligeren Toppings im Test. Generell bleibt die Krapfenauswahl bei Zöttl visuell auf das Wesentliche reduziert.

Geschmacklich fällt das freilich kaum ins Gewicht – nicht ohne Grund genießt das Krapfensortiment der Bäckerei-Kette einen guten Ruf. Der erste Biss in den neuen Crème-Brûlée-Krapfen überzeugt: Trotz der süßen, reichlichen Füllung steht der Teig mit seinen markanten Röstaromen klar im Vordergrund.

Insgesamt ein handwerklich sauberer, ausgewogener Krapfen, bei dem die Komponenten stimmig zusammenspielen. Für Fans der Zöttl-Krapfen lohnt sich die Stempelkarte – bei zehn gekauften Krapfen gibt es immerhin einen Euro Rabatt.

Crème-Brûlée-Krapfen: 2,25 Euro, in vielen Zöttl-Filialen

Wie ein Schneehaufen: Der weiße Krapfen von Dallmayr.
Wie ein Schneehaufen: Der weiße Krapfen von Dallmayr. © Ben Sagmeister

Marc-de-Champagne-Krapfen: Der Zurückhaltende

Das Dallmayr-Delikatessenhaus ist für sich schon einen Besuch wert. Es macht Spaß, in den Feinkostwelten zwischen Kaffee, Pralinen, Hummer und Antipasti zu wandeln. Aus der Konditoren-Theke hätte uns auch der hübsche Brombeer-Krapfen angelacht. Aber passend zum Luxus-Ambiente entschieden wir uns für den vornehm weißen Champagner-Krapfen.

Das Topping aus weißen Schokoladensplittern ist dezent, aber süß, der Teig wie ein Hefeteig sein muss. Und das ist nicht ganz stimmig: Die Champagner-Cremefüllung schmeckt fein, aber sie geht im kräftigen Hefeteig leider komplett unter. Diesem Krapfen täte ein wenig mehr Füllung gut. Dann käme die Marc-de-Champagne-Note vielleicht etwas besser durch.

Marc-de-Champagne-Krapfen: 3,20 Euro, Dallmayr Delikatessenhaus, Dienerstraße 14-15

Ist das noch ein Krapfen? Das Hefegebäck von Käfer ist üppig verziert mit Erdbeercreme und Champagner-Glibber.
Ist das noch ein Krapfen? Das Hefegebäck von Käfer ist üppig verziert mit Erdbeercreme und Champagner-Glibber. © Ben Sagmeister

Erdbeer-Champagner-Krapfen: Der Luxuriöse

Der Münchner Feinkost-König Käfer darf natürlich in keinem Krapfentest fehlen. Die Erwartungen sind hoch, wir stellen uns auf astreine Schickimicki-Krapfen ein.
Und tatsächlich stehen gleich mehrere äußerst extravagante Exemplare zur Auswahl. Wenn schon, denn schon, hat sich die AZ gesagt und den Erdbeer-Champagnerkrapfen ausgesucht.

Hier stellt sich zunächst einmal die Frage, ob der rein optisch überhaupt noch als Krapfen durchgeht. Wir würden ihn als "Krapfen Plus" bezeichnen. Es handelt sich nämlich um einen normalen gefüllten Krapfen mit einem üppig arrangierten Arrangement aus Erdbeercreme. Als Krönung glibbert oben drauf, wie ein zerschmolzener Diamant, ein Topping aus durchsichtigem Gelee.

Unsicher, ob das so gewollt oder gar ein Unfall war, hat uns der erste Bissen schnell eines Besseren belehrt. Der Glibber ist ein äußerst feines Champagner-Gelee quasi das Tüpfelchen auf dem "i" dieses Erdbeer-Traums.

Die Erdbeercreme schmeckt leicht, frisch – und richtig natürlich. Der intensiv-fruchtige Geschmack kann hier nur aus pürierten Erdbeeren kommen. Jedenfalls konnten wir nichts Künstliches schmecken. Der Krapfen ist zwar der Teuerste im Test, aber eine geschmackliche Vorfreude auf den Sommer.

Erdbeer-Champagnerkrapfen: 6,90 Euro im Käfer-Stammhaus

Mit Glasur überzogen und hübscher Kirsche in der Mitte.
Mit Glasur überzogen und hübscher Kirsche in der Mitte. © Ben Sagmeister

Amarena-Kirschkrapfen: Der Süße

Wie war das noch mal: Über Geschmack lässt sich streiten oder nicht streiten? Im Sommer in der Eisdiele gibt’s die Fraktion, die immer den Amarena-Becher bestellt und die andere, die Amarenakirschen nicht ausstehen kann.

Genauso war es innerhalb der AZ. Der Amarena-Krapfen der Bäckerei Traublinger war von Anfang an der Problem-Krapfen. Optisch macht er was her, verführerisch schaut er aus mit seiner lila Glasur und der hübschen Kirsche.

Der Teig schmeckt gut. Aber: Diesem Krapfen hätte etwas weniger Füllung gutgetan. Die Kirschmarmelade schmeckt für unser Befinden deutlich zu süß und zu intensiv. Wir fanden sie auch in der Konsistenz etwas zu fest. Das machte die Marmelade insgesamt einfach zu dominant.

Amarena-Kirschkrapfen: 2,40 Euro, in allen Traublinger Filialen

Ein Strahlen am Morgen: der Wimmer-Mango-Krapfen.
Ein Strahlen am Morgen: der Wimmer-Mango-Krapfen. © Ben Sagmeister

Mango-Krapfen: Der Lustige

Auch wenn Wimmer einige Krapfen zur Auswahl hat, fällt die Entscheidung hier recht leicht. Der gelbe Mango-Krapfen mit Smiley-Gesicht lächelt uns selbst frühmorgens so freundlich an, dass wir diesen Kandidaten für den Test bestimmen.

Knallig-gelb, fast leuchtend und mit ordentlich Glasur – wir befürchten eine Zuckerbombe. Aber: Im Geschmackstest überzeugt uns die leichte, subtil nach Mango schmeckende Füllung.

Bei der dicken Glasur waren wir uns nicht ganz einig: Ginge es nach der Testerin, hätte man die auch weglassen können, während der Tester, die zusätzliche Süße passend fand.

Mango-Krapfen: 2,60 Euro, in allen Wimmer-Filialen

Würde sich auch in einem Wiener Kaffeehaus gut machen, gibt’s aber nur in München: der Wiener-Krapfen von Rischart.
Würde sich auch in einem Wiener Kaffeehaus gut machen, gibt’s aber nur in München: der Wiener-Krapfen von Rischart. © Ben Sagmeister

Wiener Krapfen: Der Elegante

Man sieht es ihm nicht an, aber der diesjährige Rischart-Neuzugang ist der innovativste Krapfen. Optisch besticht der Wiener Krapfen durch ein dunkles Braun: elegant, aber zurückhaltend wie eine Sachertorte.

Und weil eine solche eben durch und durch schokoladig ist, haben die Rischart-Konditoren diesen Krapfen nicht nur mit Schokolade überzogen. Auch der Hefeteig wird mit Kakao gebacken. Das macht ihn insgesamt etwas trockener als die anderen Krapfen, was die cremige Füllung aber wunderbar ergänzt.

In eine Sachertorte gehört natürlich auch Marillenmarmelade und daneben ein Kleks Schlagobers. Damit ist der Wiener Krapfen gefüllt. Die Kombination aus der leicht bitteren Schokohülle, dem Schokoteig und der säuerlich-cremigen Füllung ist stimmig. Einziger Kritikpunkt: Die Marillen-Note ist etwas zu dominant. So kommt der dunkle Teig nicht so gut zur Geltung.

Wiener Krapfen: 3,80 Euro, in allen Rischart-Filialen

Die süße Versuchung von Kistenpfennig.
Die süße Versuchung von Kistenpfennig. © Ben Sagmeister

Blueberry-Cheesecake-Krapfen: Der Amerikanische

"Blueberry-Cheesecake" und "Mokka Kiss" seien die neusten der insgesamt 19 Sorten, sagt die freundliche Verkäuferin in der Kistenpfennig-Filiale. Die AZ-Tester entscheiden sich für Erstere. In knallig-glänzendem lila kommt der Blaubeer-Käsekuchen-Krapfen daher.

Angeschnitten fällt auf, dass die Füllung aus zwei Schichten besteht: Blaubeergelee und Käsekuchencreme. Beim Geschmackstest haben sich die Testesser mehr erwartet. Die Blaubeeren, deren fruchtig-säuerlicher Geschmack dem Krapfen guttun würden, gehen durch die sehr süße Creme ziemlich unter. So klingt der Krapfen nicht nur ziemlich amerikanisch, sondern schmeckt auch entsprechend dominant süß.

Blueberry-Cheesecake-Krapfen: 2,80 Euro, ab 10 Uhr bei Kistenpfennig

Etwas verblasst, wirkt der grüne Pistazienkrapfen.
Etwas verblasst, wirkt der grüne Pistazienkrapfen. © Ben Sagmeister

Pistazienkrapfen: Der Schlichte

Auch nach dem Dubai-Schokoladentrend sind Pistazien immer noch sehr angesagt. Natürlich ist der Trend auch nicht an den Krapfenbäckern vorbeigegangen.

Das Café Münchner Freiheit hat ihn jedenfalls im Sortiment. Schlicht schaut er aus mit seiner grünen Glasur. Die schmeckt recht zurückhaltend. Der Teig ist locker und luftig. Aber aufgepasst: Die Füllung ist so flüssig, dass sie beim ersten Bissen aus dem Krapfen, und wenn man nicht aufpasst, auf den Pullover läuft.

Geschmacklich hätten wir uns ein intensiveres Pistazienaroma gewünscht. Aber macht nix: Hier gibt’s sechs gemischte Krapfen im Karton für 12,50 Euro. Da kann man sich gut durchs bunte Sortiment kosten.

Pistazienkrapfen: 3,50 Euro, Café Münchner Freiheit

Der Krapfen ist übersät mit gerösteten Pistazien.
Der Krapfen ist übersät mit gerösteten Pistazien. © Ben Sagmeister

Crunchy Pistazie: Der Verführerische

Zugegeben, eine Schönheit ist Crunchy Pistazie der Bäckerei Riedmair nicht wirklich. Er ist farblich kein Hingucker und sieht eher unscheinbar aus. Aber er ist einer der absoluten Favoriten der AZ-Tester.

Die Oberseite ist übersät mit gerösteten Pistazien. Und wer diese liebt wie wir, bekommt sofort Lust, hineinzubeißen. Und das lohnt sich! Wären da nicht noch zahlreiche weitere Krapfen zum Testen gewesen, hätten wir diesen gerne ganz aufgegessen.

Der knackige Biss ist nur der Anfang. Der Teig ist locker-leicht und die Füllung so cremig weich und pistazien-nussig, dass man sie löffelweise verspeisen möchte.

Sie ist süß, aber nicht zu süß mit ein paar hauchfeinen salzigen Spitzen: ein Traum! Leider hat der Krapfen einen Haken: Es gibt ihn nur diese Woche. Darum unser dringender Appell an die Bäckerei Riedmair: Nehmt ihn bitte ins Standard-Sortiment auf!

Crunchy Pistazie: 3,95 Euro, Riedmair-Filialen; Spezial-Krapfen wechseln wöchentlich

Der Klassiker: Wie er schmeckt und was er kostet

Die bunten Kreationen machen Spaß, aber wie die Bäcker der Stadt uns bestätigen: Am beliebtesten ist und bleibt der Klassiker, gefüllt mit Aprikosenmarmelade und bestäubt (meistens) mit Puderzucker. Krapfen werden schwimmend im Fett ausgebacken. Im Ölbad geht der Hefeteig auf und sie bekommen ihren charakteristischen Kragen, den hellen Ring in der Mitte.

Die AZ hat auch zwölf verschiedene Aprikosenkrapfen probiert und festgestellt: Sie unterscheiden sich doch recht deutlich voneinander. Von perfekt rund bis eierförmig, von hoch bis flach, von fluffig bis fest war alles dabei. Aber München kann sich freuen, denn geschmeckt haben ausnahmslos alle. Die Unterschiede sind klein, aber fein und – wie immer – Geschmackssache.

Starke Klassiker bei Kreutzkamm und Café Frischhut

Der Klassiker unter den Klassikern ist und bleibt der Krapfen im Café Frischhut alias Schmalznudel (3,20 Euro). Statt Puderzucker ist er mit Kristallzucker bestäubt, und das hat einen Grund: Die Krapfen werden am laufenden Band produziert. Deshalb sind sie immer warm und der Puderzucker würde schmelzen.

Bestäubt mit Kristall- und Puderzucker: der Kreutzkamm-Krapfen.
Bestäubt mit Kristall- und Puderzucker: der Kreutzkamm-Krapfen. © Ben Sagmeister

Ein absolutes Highlight ist auch der Krapfen im Café Kreutzkamm (2,60 Euro). Der ist mit einer Mischung aus Puder- und Kristallzucker bestäubt, hat den perfekten Teig und ist mit einer angenehm säuerlichen Marmelade gefüllt.

Solide Krapfen bei Traublinger und Zöttl

Raffiniert sind die Krapfen bei Traublinger (2,10 Euro). Die sind nämlich oben mit Puderzucker bestäubt und auf der Unterseite mit Kristallzucker. Ein Highlight für die einen, zu viel des Zuckers für die anderen. Der Teig schmeckt locker-luftig, die Marmelade hätte für unseren Geschmack noch ein bisserl "aprikosiger" sein können.

Der Traublinger-Krapfen hat Kristallzucker auf der Unterseite.
Der Traublinger-Krapfen hat Kristallzucker auf der Unterseite. © Ben Sagmeister

Unser Zöttl-Krapfen (2,05 Euro) war mit arg viel Puderzucker bestäubt. In Kombination mit viel intensiver Marmelade eine sehr süße Angelegenheit. Dennoch kam der feine Teig noch gut zur Geltung.

Ausgewogenheit bei Riedmair und ein Traum von Kustermann

Der Krapfen bei Riedmair (2,10 Euro) ist etwas dunkler als die anderen. Der Teig ist mittelfest, gefüllt mit der genau richtigen Menge an Marmelade. Dadurch ergibt sich ein ausgewogenes Zusammenspiel.

Ein luftig-leichter Traum: Der Kustermann-Krapfen.
Ein luftig-leichter Traum: Der Kustermann-Krapfen. © Ben Sagmeister

Einig waren sich die Tester beim Krapfen von Kustermann (2,60 Euro): Er ist weder zu hell noch zu dunkel und der Teig ein Traum. Luftig-leicht und am Rand ganz leicht knusprig, gefüllt mit natürlich schmeckender Aprikosenmarmelade.

Fruchtige Füllung bei Rischart und flacher Geschmack bei Dallmayr

Auch der Klassiker von Rischart (2,20 Euro) hat allen Testern gut geschmeckt. Er war eher dunkel, der Teig samtig, fast ein bisserl herzhaft mit einer großzügigen Portion fruchtiger Marmelade mit angenehmer Säure.

Der Dallmayr-Marillenkrapfen (2,90 Euro) war flacher als die anderen im Test. Dementsprechend fest schmeckte auch der Teig. Die Marillenmarmelade schmeckte wenig intensiv, wodurch der Krapfen insgesamt auch geschmacklich eher flach daherkommt.

Milde Marmelade bei Käfer und Luftblasen bei Wimmer

Auch der Krapfen vom Feinkost-Konkurrenten Käfer (2,50 Euro) überzeugte nicht ganz. Er war ebenfalls recht flach, ziemlich schwer und der Teig etwas trockener. Der Geschmack der Marmelade kam nicht wirklich durch.

Mit grobem Zucker übersäht: der Schmalznudel-Krapfen.
Mit grobem Zucker übersäht: der Schmalznudel-Krapfen. © Ben Sagmeister

Unser Wimmer-Krapfen (2,60 Euro) hatte knusprige Luftblasen auf dem Teig, war etwas kleiner und war im Vergleich süßer als die anderen. Geschmeckt hat er trotzdem.

Knuspriger Krapfen von Schifferl oder Süße mit Beigeschmack

Den Krapfen der Bäckerei Schifferl (2 Euro) kann man kleckerfrei essen. Er ist heller als die anderen und hat einen sehr hohen Kragen. Dementsprechend leicht und luftig schmeckt er auch. Der Clou: An der Unterseite ist er fein-knusprig. Die Marmelade ist etwas fester, weshalb sie nicht so schnell aus dem Krapfen fließt.

Der Krapfen im Café Münchner Freiheit (2 Euro) besticht durch guten Teig. Er ist zwar recht dunkel, aber trotzdem weder trocken noch zu fest. Allerdings hatte die Marmelade im Vergleich zu den anderen einen seltsamen Beigeschmack.

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