Erster Todestag von D. Brunner: Gegen das Vergessen

Zum ersten Todestag: Mit einem Benefiz-Konzert wird am 25. September im Gasteig an den S-Bahn-Helden Dominik Brunner erinnert. Und es soll ein deutliches Zeichen gesetzt werden.
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Harald Strötgen, Uli Hoeneß und Harald Bardenhagen (v.li.) setzen sich für Zivilcourage und gegen das Vergessen ein.
abendzeitung Harald Strötgen, Uli Hoeneß und Harald Bardenhagen (v.li.) setzen sich für Zivilcourage und gegen das Vergessen ein.

MÜNCHEN - Zum ersten Todestag: Mit einem Benefiz-Konzert wird am 25. September im Gasteig an den S-Bahn-Helden Dominik Brunner erinnert. Und es soll ein deutliches Zeichen gesetzt werden.

Dominik Brunner konnte nicht wegschauen. Als er am 12. September 2009 am S-Bahnhof Solln vier Kinder vor zwei Jugendlichen schützen wollte, bezahlte er seinen Mut mit dem Leben. „Was an diesem Tag in Solln passiert ist, muss in unserem Kopf drin bleiben“, sagte FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums der Dominik-Brunner-Stiftung. Mit einem Benefizkonzert soll zum ersten Todestag an den S-Bahn-Helden erinnert werden.

Das Konzert findet unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) am 25. September in der Philharmonie des Gasteigs statt. Das Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks und der Münchner Bach-Chor spielen Werke von Johannes Brahms und Ludwig van Beethoven. Der Kartenvorverkauf hat begonnen, die Tickets kosten zwischen 35 und 85 Euro.

Mit 30000 Euro unterstützt die Stadtsparkasse München das Konzert. „Wir wollen ein klares Zeichen gegen Gewalt und für Zivilcourage setzen“, sagte Harald Strötgen, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse. Die Einnahmen kommen sozialen Projekten in München zugute. Schon jetzt werden die Ghettokids am Hasenbergl unterstützt. Anfang nächsten Jahres soll es dank der Stiftung in einem weiteren Münchner Problemviertel eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche geben.

Am Hart wird das Dominik-Brunner-Haus entstehen. „Wir wollen den Kindern und Jugendlichen Bildungs- und Freizeitangebote bieten und bei Bedarf auch Essen und eine Herberge“, sagte Kuratoriumsmitglied Harald Bardenhagen. Dass viele Kinder dort schon bald einen Platz haben werden, ist auch dem Engagement von Uli Hoeneß zu verdanken. Nur acht Tage nach Brunners Tod beeindruckte er mit einer Rede für Zivilcourage vor 70000 Fußballfans im Münchner Olympiastadion. Hoeneß: „Die Kinder müssen weg von der Straße. Wer auf dem Fußballplatz kickt, kommt nicht auf dumme Gedanken.“ dur

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