EMA-Zulassung ist da: Wie München Kinder gegen Corona impfen will

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat den Biontech-Impfstoff gegen Corona für Kinder nun ebenfalls empfohlen. In München sollen bis spätestens Ende Dezember auch Fünf- bis Elfjährige regulär geimpft werden können, gestartet werden aber soll wenn möglich auch früher.
| Lukas Schauer
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Spätestens am 20. Dezember will München auch Kinder gegen Corona impfen. (Symbolbild).
Spätestens am 20. Dezember will München auch Kinder gegen Corona impfen. (Symbolbild). © Raul Mee/AP/dpa

München - Auf diese Nachricht haben viele Eltern gewartet: Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa gegeben. Es wird der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen wird. 

Auch in München soll der Kinder-Impfstoff so schnell wie möglich eingesetzt werden. Schon jetzt setze sich die Stadt laut Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) für die Kinder-Impfungen ein – als Beispiel nannte sie bei einer Online-Fragerunde der SPD/Volt-Fraktion am Mittwochabend die Familien-Impftage am Wochenende, bei denen sich bereits Kinder ab zwölf Jahren impfen lassen können. Zur neuen Impf-Gruppe der Fünf- bis Elfjährigen sagte sie: "Es wird erst geimpft, wenn der Impfstoff in der passenden Dosierung da ist."

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Noch vor Ende des Jahres sollen Kinder geimpft werden können

Man rechne damit, dass die sogenannten "Kinder-Vials" Ende Dezember bei Praxen und Impfzentren zur Verfügung stehen, so das Gesundheitsreferat. Spätestens am 20. Dezember sollen die Kinder dann regulär mit Biontech geimpft werden können. Zurek sagte aber, man sei mit den Ärzten bereits im Gespräch, "auch vor dem 20. Dezember zu impfen".

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Der Nachricht, dass im Impfzentrum Riem zudem bereits ab sofort Kinder ab fünf geimpft werden können, weil die Ärzte dort die Spritzen entsprechend dosierten, widersprach das Gesundheitsreferat. Erst, wenn die Kinder-Vials vorhanden sind, solle in einer extra Impfstraße für Kinder das Vakzin verimpft werden.

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Die Stadt will neben dem Impfzentrum in Riem auch den Gasteig diesbezüglich ausrüsten. Auch dort sollen dann entsprechende Impfstraßen mit "Aufmunterungselementen" für Kinder vorbereitet sein, beschloss der Münchner Stadtrat am Donnerstag mit breiter Mehrheit auf Antrag der Fraktionen von SPD und Volt sowie Grünen und Rosa Liste. Mit einer "kindgerechten Kampagne" solle so vielen Familien wie möglich ein Impfangebot gemacht werden. 

Im Schnitt rund 200 Positiv-Fälle in den Schulen

Wie wichtig eine Impfung auch für Fünf- bis Elfjährige sein kann, zeigt ein Blick in die Schulen. Derzeit habe man rund 200 positive Schüler täglich in Münchens Schulen, so Zurek in der Stadtrats-Vollversammlung am Donnerstag.

Das bedeutet, dass die Rückstellungen bei den Pooltests aktiviert werden müssen, was wiederum 6.000 weitere Proben-Auswertungen im Schnitt seien. Landesweit seien die Labore an der Belastungsgrenze, sodass die Mitteilungen über die Testergebnisse oft nicht zeitnah erfolgen können, sagte Zurek.

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