"Eine Frage der Gerechtigkeit": Darum will die SPD neue Regeln für Parklizenz-Gebiete 

In München gilt der Anwohner-Parkausweis nur in einem bestimmten Bereich. Die SPD will jetzt zulassen, dass man sein Auto in bestimmten Fällen auch in benachbarten Lizenzgebieten abstellen darf. Die AZ erklärt, warum. 
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Wer in München einen Anwohner-Parkausweis hat, darf sein Auto nur in einem bestimmten Bereich abstellen. Die SPD will Ausnahmen zulassen.
Wer in München einen Anwohner-Parkausweis hat, darf sein Auto nur in einem bestimmten Bereich abstellen. Die SPD will Ausnahmen zulassen. © Ralph Peters

Die Suche nach einem Parkplatz kann in München unter Umständen länger dauern als die Fahrt. Besonders schwierig kann es werden, wenn Stellplätze wegen Baustellen wegfallen. Denn der Anwohnerparkausweis gilt schließlich nur auf einer begrenzten Fläche.

Die SPD im Münchner Stadtrat fordert nun diese Begrenzung aufzuheben, wenn sich abzeichnet, dass in dem Parklizenzgebiet besonders viele Baustellen kommen. Dann soll es möglich werden, für diesen Zeitraum auch in benachbarten Lizenzgebieten zu parken.

"Wir müssen Wohnungen bauen, Tramgleise verlegen und die Infrastruktur instandhalten – das ist klar. Wenn dabei Menschen wochenlang ihre Parkplätze verlieren, ist es für mich eine Frage der Gerechtigkeit, dass man zusammenhält und sich die verbliebenen Stellplätze teilt", sagt SPD-Stadtrat Roland Hefter, der den Antrag verfasst hat.

SPD-Stadtrat Roland Hefter macht einen Vorschlag, um Autofahrern die Suche nach einem Parkplatz zu erleichtern.
SPD-Stadtrat Roland Hefter macht einen Vorschlag, um Autofahrern die Suche nach einem Parkplatz zu erleichtern. © Daniel Loeper

Darin heißt es, dass die Ausnahmeregelung vor allem bei städtischen Baustellen gelten soll: Wenn die Stadt den ÖPNV ausbaut, Radwege schafft, Fernwärme verlegt oder Straßen umbaut, um den Verkehr zu beruhigen.

Für den Zeitraum der Baustelle die strikten Grenzen der Parklizenzgebiete aufzuheben, erhöhe "die Akzeptanz städtischer Infrastrukturprojekte", "vermeidet unnötigen Parksuchverkehr" und "stellt eine pragmatische und unbürokratische Übergangslösung dar", schreibt die SPD.

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