Ein Münchner Konkurrent weniger: Hamburg stimmt gegen Olympia

Hamburg hat "Nein" gesagt: Am gestrigen Sonntag stimmte nun auch die Hansestadt darüber ab, ob man sich für Olympische Spiele für 2036, 2040 oder 2044 bewerben wolle. Schon vor Ende der Auszählung der Stimmen stand die Mehrheit gegen die Pläne fest, das globale Sportfest an Alster und Elbe zu holen. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. Rund 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren waren stimmberechtigt.
Der rot-grüne Senat mit dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) an der Spitze erlebte damit ein Debakel wie der Senat vor elf Jahren. Damals hatten die Bürger schon einmal gegen eine Bewerbung Hamburgs für die Spiele 2024 entschieden. Es stimmten 51,6 Prozent dagegen, nur 48,4 Prozent dafür. Die Wahlbeteiligung war mit 50,2 Prozent sogar noch höher als diesmal.
Münchner OB Krause bedauert Hamburger Abstimmung
Nach dem Ausscheiden Hamburgs hat der DOSB nur noch drei Bewerber zur Auswahl: Berlin, die Rhein-Ruhr-Region – und München. Bei der Abstimmung im Oktober 2025 hatten rund 66 Prozent für eine Olympia-Bewerbung Münchens gestimmt. Auch der neue OB Dominik Krause (Grüne) nennt mögliche Spiele eine "gigantische Chance" für München. Kurz nach Bekanntwerden des Ergebnisses aus Hamburg ließ er sich am Sonntag via Instagram aber auch wie folgt zitieren: "Ich bedauere das heutige Ergebnis in Hamburg, respektiere diese demokratische Entscheidung aber ausdrücklich." Alles Fairplay also.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September, mit welchem Kandidaten er ins internationale Bewerbungsverfahren geht.