Ehekrach in München eskaliert: 44-Jährige sticht auf ihren Mann ein

Die Ankläger gehen von versuchtem Totschlag aus. Doch die Angeklagte streitet das ab.
| John Schneider
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Die Angeklagte mit Anwältin.
jot Die Angeklagte mit Anwältin.

München - Die Ehe war schon seit Jahren nicht mehr harmonisch. Immer wieder gab es Streit, immer wieder habe man sich trennen wollen. Doch dazu kam es nicht.

Angeklagte glaubte an Affäre ihres Mannes

Grund für die Streitigkeiten war oft gegenseitige Eifersucht, lässt die Angeklagte ihre Anwältin erklären. Auch am Abend des 28. Mai des vergangenen Jahres habe es aus diesem Grund in ihrer Riemer Wohnung zwischen den Eheleuten gekracht.

Der Ehemann (50) fährt für Uber und ist deshalb auch oft nachts unterwegs. Seine Ehefrau verdächtigte ihn, eine Affäre mit einer anderen zu haben. Laut Anklage habe sie ihn deswegen auch an diesem Abend zur Rede gestellt. Der Streit wurde zunächst nur mit Worten ausgetragen, man beleidigte sich gegenseitig, dann begannen die beiden, sich gegenseitig zu schubsen. Der Mann soll auch getreten haben.

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Tochter wollte den Streit schlichten

Ihr Mann habe ihr gedroht, sie aus der Wohnung zu schmeißen, erklärt die 44-Jährige zum Prozessauftakt. Die Angeklagte hatte mit ihrer Tochter (25) gerade Salat zubereitet und deshalb noch ein Küchenmesser in der Hand. Die Tochter versuchte, die Eltern zu beruhigen, den Streit zu schlichten und stellte sich zwischen die beiden. Es gelang ihr aber nicht, ihrer Mutter das Messer abzunehmen. Auch ihre Bitten, das Messer wegzulegen, verhallten ungehört. Stattdessen soll die 44-Jährige versucht haben, ihren Mann an der Tochter vorbei mit dem Messer zu erwischen. Was ihr laut Anklage dann auch gelungen ist.

Sie traf den 50-Jährigen am Hals. Der Stich öffnete eine Arterie und der Mann begann stark zu bluten. Einer der Söhne ging dann dazwischen und nahm seiner Mutter das Messer weg. Die Angeklagte bestreitet, dass sie versucht habe, zuzustechen. Sie habe allenfalls mit dem Messer rumgefuchtelt. Wie es zu der Verletzung gekommen sei, wüsste sie nicht.

Der Prozess dauert an.

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