Prozess in München: Koch überfällt aus Geldsorgen zwei Supermärkte

Prozess am Landgericht: Der Räuber erbeutete insgesamt knapp 5.000 Euro an Bargeld.
| John Schneider
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Der Angeklagte vor Gericht.
Der Angeklagte vor Gericht. © jot

München - Seine Freundin war hochschwanger und er hatte kein Geld – so umreißt Sergej B. (Name geändert) das Motiv für seine Taten. Der 32-jährige Koch hat im Spätsommer 2017 zwei Supermärkte in Riem und am Ostpark überfallen.

Das gibt der Angeklagte auch zu, erklärt sein Anwalt Andreas Fischer. Allerdings sei er nicht mit einem Messer unterwegs gewesen, so wie es in der Anklage steht, sondern hatte sich mit dem Holzgriff eines Spachtels bewaffnet.

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Schon morgens gab es zwei bis drei Liter Wein

Am Tag des ersten Überfalls auf einen Riemer Supermarkt am 31. August 2017 hatte der alkoholkranke Mann schon morgens bei der Arbeit zwei bis drei Liter Wein getrunken, erinnert er sich.

Laut Anklage hatte er mit Kapuze und Schal sein Gesicht verhüllt und ging direkt zur Kasse. Die Kassiererin war gerade mit einer Kundin beschäftigt, als Sergej B. ihr ein Messer in den Nacken drückte. "Geld her, das ganze Geld!", habe der Räuber gefordert und war dann mit 740 Euro Beute geflohen.

Angeklagter erbeutet beim zweiten Überfall über 4.000 Euro

Am 21. September 2017 ging er beim Überfall auf einen Supermarkt am Ostpark ganz ähnlich vor. Auch hier gehen die Ermittler von einem Messer, nicht einem Spachtelgriff aus. Die Beute betrug diesmal sogar über 4.000 Euro.

Von dem erbeuteten Geld habe sein Mandant dann aber doch nur Drogenschulden beglichen.

Der Prozess dauert an.

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