Kommentar

Die CSU und Hans Theiss: Volkspartei geht anders

AZ-Lokalchef Felix Müller über den Umgang mit Söder-Kritiker Hans Theiss und die Hintergründe von dessen Vorpreschen.
| Felix Müller
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Das Selbstverständnis der CSU ist nicht nur der Machtanspruch, den Freistaat immer selbstverständlich zu regieren. Sie will auch Volkspartei sein in Zeiten, in denen es eigentlich keine Volksparteien mehr gibt. Das heißt zum Beispiel: viele, viele Interessen und Strömungen zu integrieren.

So zeigen die nervösen Reaktionen auf Hans Theiss auch eines: In der Corona-Politik ist die CSU keine Volkspartei, sie ist Zwischentöne nicht gewohnt, hält Kritik nicht aus - obwohl viele Wähler Söders Politik kritisch sehen, es wohl auch nicht die eine ganz richtige Strategie geben kann. Diese fehlenden Zwischentöne könnten der CSU noch schaden.

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Doch auch Theiss, der im persönlichen Auftreten schüchtern wirken kann, hat nun nicht auf Zwischentöne gesetzt, Fragen gestellt. Er ging nur auf Attacke.

Parteiintern heißt es schon lange, Theiss halte sich selbst für alle Aufgaben für geeignet - auch für jene, bei denen er damit eher alleine dasteht. Nun hat er im großen Stil in der Krise Parteifreunde verärgert, aber auch Unterstützer gewonnen. Plötzlich ist Theiss öffentlich wer. Aber seine Strategie birgt auch das Risiko, nicht mehr vom Nestbeschmutzer-Image wegzukommen.

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