Das werden die Duelle bei der Bundestagswahl 2017

Beide Parteien werden in den nächsten Wochen ihre Kandidaten nominieren. Nur im Süden und Westen sind noch Fragen offen.
| Florian Zick
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Die beiden großen Parteien rüsten sich für die Bundestagswahl - und bringen ihre Kandidaten in Stellung.
Stadt München/CSU/SPD Die beiden großen Parteien rüsten sich für die Bundestagswahl - und bringen ihre Kandidaten in Stellung.

Die Wahl ist zwar erst nächstes Jahr im Herbst, die Suche nach geeigneten Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 läuft bei CSU und SPD aber bereits auf Hochtouren. Wer in den vier Wahlkreisen wohl gegeneinander antreten wird – die AZ gibt einen Überblick.

Norden

Im Münchner Norden läuft alles auf eine Wiederholung des Duells von 2013 hinaus: Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer ist bei der CSU gesetzt, Florian Post ist es bei der SPD ebenso.

Osten

Auch im Osten kommt es zum Wiedersehen alter Bekannter. Dort wird CSU-Mann Wolfgang Stefinger versuchen, sein 2013 errungenes Mandat gegen die Münchner SPD-Chefin Claudia Tausend zu behaupten.

Lesen Sie auch: Zieht der Schlachthof raus aus München?

Süden

Im Münchner Süden ist die Sache ein bisschen vertrackter. Für die CSU stellt sich dort die Frage, wer das Format hat, die großen Fußstapfen von Parteilegende Peter Gauweiler auszufüllen. Die ältesten Rechte dort hätte wohl Kulturstaatssekretär Georg Eisenreich. Der zieht dem Bundestag aber offenbar eine Karriere in der Staatskanzlei vor. Deshalb läuft alles auf Stadtrat Michael Kuffer hinaus. Über den sagt Hans Podiuk, sein Chef im Rathaus: "Es gäbe keinen besseren für diesen Job."

Bei der SPD ist noch nicht ganz klar, wer im traditionell eher schwarzen Süden den Kampf aufnehmen wird. Im Rennen sind mit dem ehemaligen Münchner Juso-Chef Sebastian Roloff, dem Obergiesinger Ortsvereins-Vorsitzenden Alexander Schmitt-Geiger und Heike Kraemer von der Harlachinger SPD noch drei Kandidaten. Eine endgültige Entscheidung soll erst bei der Aufstellungsversammlung am 4. Oktober fallen.

West/Mitte

Im Westen klärt sich die Lage zunehmend. Die Genossen von der SPD haben sich auf Bernhard Goodwin verständigt, den Sprecher der Münchner SPD.

Bei der CSU ist die Kandidatenkür – noch – in der Schwebe. Für die Nachfolge von Hans-Peter Uhl, der nach fast 20 Jahren im Bundestag nun nicht mehr antreten wird, hatten sich zwischenzeitlich ein halbes Dutzend Leute interessiert. Das Feld hat sich aber ziemlich gelichtet.

Seit Dienstag läuft alles auf einen Zweikampf zwischen der jungen Bundestagsabgeordneten Julia Obermeier und dem JU-Chef Stephan Pilsinger hinaus.

Denn Stadtrat Hans Theiss hat offenbar keine Ambitionen mehr. Und: Hans-Peter Hoh, Orts-Chef der Aubing CSU und einer der ambitioniertesten Kämpfer ums Direktmandat, hat am Montagabend hingeworfen. Zuletzt war immer klarer geworden, dass der interne, junge Kontrahent Pilsinger längst die Nase vorn hat.

"Jetzt ist er beleidigt", sagt ein Insider. "Und schlägt vor lauter Trotz Julia Obermeier als Kandidatin vor." Hoh selbst formuliert es so: "Julia Obermeier hat als Abgeordnete beste Chancen, gewählt zu werden." Zudem täte die CSU gut daran, für Direktmandate nicht nur Männer zu nominieren.

Nun gibt es noch zwei weitere Interessenten: den Laimer Ortsverbands-Chef Olaf Rogowski. Und Christian Binder vom Ortsverband Neuhausen-Oberwiesenfeld. Beiden werden maximal Außenseiterchancen eingeräumt.

Endgültig Klarheit gibt's am 11. Juli auf der Delegiertenversammlung. Dann entscheiden 160 Delegierte, wen die CSU im Westen auf den Schild hebt.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren