"Das ist ein guter Scherz": Das sagen AZ-Leser zum aktuellen Baustellen-Chaos in München

Ob Langzeitsperrung im Luise-Kiesselbach-Tunnel oder an der Donnersbergerbrücke: Die AZ wollte von ihren Lesern wissen, wie sie die aktuelle Lage auf Münchens Straßen angesichts der vielen Baustellen in der Stadt beurteilen. Ein Überblick.
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Dichter Berufsverkehr auf dem Mittleren Ring sorgt an der Hauptverkehrsader Luise-Kiesselbach-Tunnel immer wieder fürs Staus. Jetzt kommen noch Bauarbeiten dazu. (Archivbild)
Dichter Berufsverkehr auf dem Mittleren Ring sorgt an der Hauptverkehrsader Luise-Kiesselbach-Tunnel immer wieder fürs Staus. Jetzt kommen noch Bauarbeiten dazu. (Archivbild) © imago images/Wolfgang Maria Weber

Da kommt einiges auf die Autofahrer zu: Der Luise-Kiesselbach-Tunnel wird wie berichtet in der Zeit vom 1. Juli bis 2. August in nördlicher Fahrtrichtung vollständig gesperrt. Ein schwerer Lkw-Brand hatte am 17. April 2024 erhebliche Schäden an der Tunneldecke und der technischen Infrastruktur der Oströhre verursacht, die das Baureferat jetzt beheben wird.

Die CSU-Stadtratsfraktion nahm dies zum Anlass, um eine "Aktuelle Stunde" in der nächsten Vollversammlung zu beantragen. Schließlich würden zahlreiche Sperrungen und ÖPNV-Ausfälle den Verkehr auf Münchens Straßen und Schienen ohnehin schon sehr behindern: Die zuständigen Behörden müssten dringend erklären, warum so viele Maßnahmen gleichzeitig geplant wurden und welche alternativen Routen für die Verkehrsteilnehmer tatsächlich funktionieren.

"Die Menge an gleichzeitigen Sperrungen ist für die Verkehrsteilnehmer nicht mehr nachvollziehbar. Egal ob man S-Bahn, U-Bahn oder Auto fährt – irgendwo bleibt man immer stecken. Inzwischen braucht man im Berufsverkehr vom Münchner Südwesten in den Norden oft länger als aus Augsburg oder Ingolstadt. Der Tipp der Stadt, den Südwesten großräumig zu umfahren, klingt wie Hohn für die Menschen, die dort leben und zur Arbeit müssen", sagt Veronika Mirlach, die mobilitätspolitische CSU-Fraktionssprecherin.

"Wer plant eigentlich dieses Baustellen-Chaos in München?"

"Das ist ein guter Scherz, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Auf der U3 und U6 sind auch Sperrungen mit Ersatzverkehr, der nicht wirklich funktioniert. Wer plant eigentlich dieses Baustellen-Chaos in München?", findet eine der vielen Nutzer, die sich an der entsprechenden Facebook-Umfrage der AZ beteiligt hatten. Mit dem Aufruf wollte die Redaktion herausfinden, wie die Münchner über diese Thematik denken. Hier geben wir Ihnen einen Einblick in die lebhafte Diskussion.

"Wird erst lustig, wenn die Donnerbergerbrücke saniert wird"

"Ich verstehe, dass Bauarbeiten nötig und wichtig sind. Jedoch hat man das Gefühl das ganz München in Baustellen versinkt. Das sind im Moment unhaltbare Zustände. Warum werden gleichzeitig so viele Projekte angefangen und keines erstmal fertiggestellt?", schreibt eine andere Userin.

Die Donnersbergerbrücke: Auch diese wichtige Route für Autofahrer wird im Juli saniert.
Die Donnersbergerbrücke: Auch diese wichtige Route für Autofahrer wird im Juli saniert. © IMAGO/Pond5 Images

"Man kommt jetzt unter der Woche zu Flautezeiten kaum mehr voran. Und die grüne Stadtregierung hat nix Besseres zu tun als Parkplätze und Fahrstreifen zu beseitigen, Radwege und Radständer zu bauen und 30er-Zonen einzurichten." Abschließend heißt es bei dem AZ-Leser auf Facebook: "PS: Musste gestern Nachmittag durch die Stadt. Fahrzeit +1 Stunde. PPS: Wird erst lustig, wenn die Donnersbergerbrücke saniert wird." Wie die AZ berichtete, kommt es dort wegen Bauarbeiten auf und unterhalb der Donnersbergerbrücke bis Mitte Juli zu Behinderungen. 

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"Überall wird gleichzeitig aufgerissen" 

"Das macht einen mürbe. Dann auch noch Baustelle auf der A995 in der Hauptreisezeit. Es ist zum Verrücktwerden. 1h für 10km zur Arbeit aus dem Münchner Süden nach Schwabing",  schreibt eine Nutzerin. Eine andere merkt kritisch an: "Nicht zu vergessen das Chaos beim MVG." Und ein User betont: "München ist schon seit einiger Zeit ein einziges Baustellen-Chaos. Überall wird gleichzeitig aufgerissen, nirgends scheint wirklich was voranzugehen. Baustellen, die früher in ein paar Tagen erledigt waren, scheinen sich über Wochen und Monate hinzuziehen."

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Eine andere AZ-Leserin sieht ebenfalls kein Land in Sicht: "Ein absolut undurchdachtes Unterfangen. Erst das Nadelöhr an der Dachauer Straße und jetzt noch der Luise-Kiesselbach-Tunnel!! Geht gar nicht!!" Und eine Frau hakt nach: "Gibt es eigentlich irgendjemand in der Stadt München, der diesen ganzen Irrsinn irgendwie koordiniert oder plant?"

Einige User nehmen das Ganze mit Humor ("Ich danke jetzt schon allen Auto-, Bus- und Lkw-Fahrern, die mich mit dem Moped durchlassen") oder verweisen auf ihre persönliche Alternative. Ein Leser schreibt: "Da lob ich mir mein Radl. Hab seit 24 Jahren kein Stau-Problem. Fahre täglich 11 km ins Büro und wieder zurück und bin oft schneller als mancher Autofahrer."

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  • OLGI vor einer Stunde / Bewertung:

    Also ich hatte die letzten Jahre und Monate keine Stauprobleme. Dank einer menschen- und umweltfreundlichen Stadtpolitik kann ich immer öfter und besser sicher am von Auto"fahrenden" verursachten Stau vorbeiradeln. Danke, Stadtverwaltung!
    Als Autoideologe steht man nicht im Stau, man ist der Stau. Aber wer das mag...

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  • FRUSTI13 vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von OLGI

    Und immer der gleiche Schmarrn von den Anti-Auto-Ideologen!

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  • FredC2 vor 42 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von FRUSTI13

    In dem monierten Beitrag kann ich nichts von Anti-Auto-Ideologie erkennen. Es ist lediglich eine Tatsachen-Beschreibung, und zeigt eine Lösung für die Problematik auf.
    BTW: wie sähe denn Ihre Lösung aus? Oder geniessen Sie den täglichen Stop&Go im klimatisierten 3 Tonner mit DolbySoround?

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