CSU im Angriffsmodus: Scharfe Kritik an Bürgermeisterin Verena Dietl

Harte Kritik an der SPD: "Für Pop-up-Radwege ist Zeit, Senioren warten auf Impftermin."
| Felix Müller
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Bürgermeisterin Verena Dietl sieht sich harscher Kritik von der CSU ausgesetzt. (Archivbild)
Bürgermeisterin Verena Dietl sieht sich harscher Kritik von der CSU ausgesetzt. (Archivbild) © Lino Mirgeler/dpa

München - Völlig falsche Prioritäten, viel zu wenig Eile, keine Transparenz: Die CSU schaltet in der Corona-Politik auf Attacke in Richtung Stadtspitze. Im Mittelpunkt: Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD).

Die sei ja "angeblich zuständig für Gesundheit", ätzte CSU-Stadtrat Hans Theiss am Wochenende, Dietl sei beim Thema aber "völlig abgetaucht". Am Runden Tisch im Rathaus nähmen "weder Dietl noch andere Vertreter der Regierung" teil. Wer sich bei solch wichtigen Themen raushalte, solle "lieber nicht regieren", sagte Theiss, der selbst in der Corona-Politik auch mit harter Kritik an Markus Söder aufgefallen war.

Theiss: "Zweifel an der fachlichen Eignung von Frau Zurek"

Theiss kritisierte am Wochenende auch die neue Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek, eine Parteifreundin Dietls. "Die Gesundheitsreferentin wartet seit Monaten ab, was andere beschließen", sagte er. "Leider bestätigen sich hier unsere Zweifel an der fachlichen Eignung von Frau Zurek, die ihr Amt einem politischen Deal zwischen Grünen und SPD verdankt." Inhaltlich passiere "wenig".

So sieht es auch CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl, einst selbst Bürgermeister. Corona sei doch kein Thema fürs Hinterzimmer, sagte er der AZ. "Doch ausgerechnet der Ausschuss zum Thema Gesundheit fällt seit Monaten aus." Es tage lediglich ein Runder Tisch, bei dem "viel geredet und wenig entschieden" werde. "Andere Ausschüsse finden übrigens statt. Grün-Rot hatte es zum Beispiel sehr eilig, ein paar Pop-up-Radwege zu beschließen – während Tausende Senioren noch immer auf Infos der Stadt zu einem Impftermin warten."

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Dietl wehrt sich: "Lade mich sicher nicht selbst ein"

Bürgermeisterin Verena Dietl wies die Kritik am Sonntag zurück. Am Runden Tisch sei ihre Teilnahme nie vorgesehen gewesen, sagte sie. "Und ich lade mich sicher nicht selbst ein." Der Gesundheitsausschuss solle ab sofort wegen der Dringlichkeit der Pandemie nicht mehr ausfallen, sagte sie – selbst dann, wenn es keinen Tagesordnungspunkt gibt. In dem Ausschuss soll dann immer aktuell über die Pandemie-Politik diskutiert werden.

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