Bundestag: Diese acht Münchner kandidieren für Berlin

SPD und CSU haben ihre Bundestagskandidaten nominiert. Die AZ erklärt, wo es spannend wird – und wo weniger.
| Felix Müller
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Wer geht für welchen Wahlkreis ins Rennen? Die AZ gibt den Überblick.
dpa/AZ/ho Wer geht für welchen Wahlkreis ins Rennen? Die AZ gibt den Überblick.

SPD und CSU haben ihre Bundestagskandidaten nominiert. Die AZ erklärt, wo es spannend wird – und wo weniger.

München - Die München-Partei ist sie schon lange nicht mehr. Aber ein paar Außenseiterchancen auf Direktmandate hat die SPD bei der Bundestagswahl 2017 doch – und in einem Wahlkreis dürfte es sogar eng werden. Die AZ gibt einen Überblick.

Süd

Links: Sebastian Roloff, 33 Jahre , SPD. Rechts: Michael Kuffer, 44 Jahre, CSU

Seit Peter Gauweiler im März 2015 sein Mandat zurückgab und eine CSU-Frau vom Lande nachrückte, ist der Süden bundespolitisches Niemandsland. In die großen Fußstapfen will einer treten, der dem Schwarzen Peter in Manchem ähnelt: Michael Kuffer. Der 44-Jährige ist der angriffslustigste Stadtrat, nervt OB Dieter Reiter (SPD) regelmäßig mit seinem frechen Auftritt. Kuffer plakatiert schon seit Monaten im Wahlkreis. Seine Themen: Sicherheit, Flüchtlingskrise, Volksentscheide auch auf Bundesebene. Sein Widersacher: Gewerkschafter Sebastian Roloff (33). Der SPD-Linke will mit den Themen soziale Gerechtigkeit und faire Löhne punkten, betont, dass Kuffer auch am rechten Rand fische. Ins Duell der zwei Newcomer geht im Gauweiler-Land aber auf jeden Fall der CSU-Mann als Favorit ins Rennen.

CSU-Parteichef Seehofer rüffelt seinen Superminister

Nord

Links: Florian Post, 35 Jahre, SPD Rechts: Bernhard Loos, 61 Jahre, CSU

Der Wahlkreis gilt für die CSU als der schwierigste in ganz Bayern. Umso stolzer war man, hier mit Johannes Singhammer das Direktmandat geholt zu haben. Der Bundestagsvizepräsident zieht sich 2017 aber zurück. Für ihn nominierte die CSU nicht etwa Vertriebenen-Präsident Bernd Fabritius, der nun wieder hoffen muss, über einen Listenplatz einzuziehen. Sondern den sehr unbekannten Bernhard Loos (61) der in der Münchner CSU aber stärker verankert ist. Der Unternehmer aus dem Kreisverband Nymphenburg ist für die dritte Startbahn. Die SPD mit ihrem aktuellen Abgeordneten Florian Post (35), wittert Morgenluft. „Loos kennt man überhaupt nicht“, frohlockt Münchens SPD-Chefin Claudia Tausend. „Das wird spannend.“

Ost

Links: Claudia Tausend, 52 Jahre, SPD. Rechts: Wolfgang Stefinger, 31 Jahre, CSU

Hier tritt Claudia Tausend (52) erneut selbst an. Die Abgeordnete geht aber als klare Außenseiterin gegen den jungen CSU-Mann Wolfgang Stefinger ins Rennen, der schon das letzte Mal deutlich gewinnen konnte. Ein weiteres Problem für Tausend: Die bekannte Grüne Margarete Bause (57) wird ihr in den grünen Ecken des Wahlkreises viele Stimmen klauen, etwa in Haidhausen.

Mitte/West

Links: Bernhard Goodwin, 37 Jahre, SPD. Rechts: Stephan Pilsinger, 30 Jahre, CSU

Der Westen ist CSU-Stammland – aber jetzt werden die Karten neu gemischt. Kommunikationswissenschaftler Bernhard Goodwin (37, SPD) fordert mehr Geld aus Berlin für Münchner Infrastruktur. Der junge Arzt Stephan Pilsinger (30, CSU) unterstützt den liberalen Kurs von Bürgermeister Schmid. So wird er auch versuchen, in den bunteren Teilen des Kreises zu punkten – etwa im Glockenbachviertel.

Die Grünen

Mit verhältnismäßig prominenten Namen gehen die Grünen in München in die Bundestagswahl. Im Osten tritt die langjährige Landtags-Fraktionschefin Margarete Bause an, in Mitte/West Ex-Landeschef Dieter Janecek, im Norden die Bundestagsabgeordnete Doris Wagner. Süd: Peter Heilrath.

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