BR-Standort: Das Funkhaus-Gelände wird ein neues Quartier

Der Bayerische Rundfunk will seinen Standort am Hauptbahnhof nur noch teilweise nutzen. Auch Wohnungen könnten dort entstehen.
| Christina Hertel
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Das Hauptgebäude des Bayerischen Rundfunks könnte abgerissen werden.
Das Hauptgebäude des Bayerischen Rundfunks könnte abgerissen werden. © Felix Hörhager/dpa

München - Funk und Fernsehen haben in München eine lange Geschichte: Ende der 20er Jahre eröffnete das erste für den Rundfunk gebaute Gebäude Deutschlands – am Rundfunkplatz 1. Jetzt soll sich dieses Areal, auf dem später der Bayerische Rundfunk (BR) einzog und auf dem in den 70ern das große graue Funkhochhaus erbaut wurde, grundlegend verändern: Möglicherweise wird es abgerissen und neugebaut – je nachdem, wie sanierungsbedürftig es ist.

Bayerischer Rundfunk will das Gelände nur teilweise nutzen

Fest steht jedenfalls, dass der BR das Gelände nur teilweise selbst nutzen möchte. Das geht aus einer Sitzungsvorlage hervor, die der Stadtrat am Mittwoch bespricht. Demnach soll das gesamte Funkhausgelände zwischen Arnulfstraße, Hopfenstraße, Rundfunkplatz, Marsstraße und Herbststraße "neu geordnet" und zu einem "öffentlich wahrnehmbaren Quartier" entwickelt werden. Denn der Bayerische Rundfunk führt seine Redaktionen aus Hörfunk, Fernsehen und dem Online-Bereich in Freimann zusammen.

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"München als Medienstadt" soll gestärkt werden

Der BR wird deshalb nur noch zirka ein Drittel des Geländes brauchen. Der Rest soll zwar sein Eigentum bleiben, aber andere Nutzer bekommen - zum Beispiel aus der Kultur- und Medienbranche. So solle "München als Medienstadt" gestärkt werden, auch gewerbliche Wohnformen, etwa Gästewohnungen für Musiker könnten entstehen.

Auch Wohnraum für Künstler oder Studenten soll geschaffen werden

Dass Wohnraum geschaffen wird, ist SPD, Grünen und der CSU wichtig. Anna Hanusch (Grüne) und Christian Müller (SPD) könnten sich Studenten-Apartments vorstellen. Welche Wohnformen sich eignen, sei nicht leicht zu entscheiden, sagt Heike Kainz (CSU). Denn das Areal ist von Gewerbe geprägt, und das soll so bleiben. In den Erdgeschossen könnte es Einzelhandel und Gastronomie geben, heißt es in den Unterlagen. Damit Wohnen und Gewerbe möglich wird, fordert Svenja Jarchow-Pongratz (Grüne), die Vorsitzende des Bezirksausschuss Maxvorstadt, das Areal zum "urbanen Gebiet" zu erklären.

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