Bouldern auf der Theresienwiese: Klettern unterm Blick der Bavaria

Noch mehr Sport auf der Theresienwiese! Seit Dienstag gibt es eine neue Boulderwand, an der sich jeder ausprobieren darf. Weitere sollen folgen - am besten verteilt in der ganzen Stadt.
| Andre Spannl
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Ganz schön ins Schwitzen kommt AZ-Reporter Andre Spannl beim "Dicken Hans".
Ganz schön ins Schwitzen kommt AZ-Reporter Andre Spannl beim "Dicken Hans". © Bernd Wackerbauer

München - "Der Dicke Hans ist eröffnet und viel Spaß", ruft Matthias Ballweg am Dienstag ins Mikrofon und die Ersten, die die Wand besteigen, sind natürlich die Kinder. Ballweg, Vorsitzender des Alpenvereins München und Oberland, ist sichtlich erfreut, dass die Eröffnung der neuen Boulderwand auf der Theresienwiese so gut geklappt hat.

Auch Verena Dietl (SPD), als dritte Bürgermeisterin für den Sport zuständig, findet, mit so einer Aktion könnte man die "Münchner wieder bewegt bekommen". Auch die Zusammenarbeit den verschiedenen Kooperationspartnern habe gut funktioniert. So solle Sportpolitik sein, sagt sie.

Bei der Eröffnung dabei: Verena Dietl (SPD), dritte Bürgermeisterin.
Bei der Eröffnung dabei: Verena Dietl (SPD), dritte Bürgermeisterin. © Bernd Wackerbauer

Münchner von "Kraxlkollektiv" geben Anstoß für Kletterwand

Mehrere Wochen Vorbereitung habe alles bis zum heutigen Tag gebraucht, sagt Alpenvereins-Mann Matthias Ballweg. Und sogar weitere Projekte seien in Zusammenarbeit mit dem "Kraxlkollektiv" geplant. Diese Gruppe aus jungen Münchnern hatte den Anstoß für die Kraxelwand gegeben.

Einen guten Blick hat man von hier oben auf die Wiesn.
Einen guten Blick hat man von hier oben auf die Wiesn. © Bernd Wackerbauer

Gleich, wenn man auf die Theresienwiese kommt, sieht man die Boulderwand mit dem außergewöhnlichen Namen. Auf ihr gedruckt ist ein auffälliger blauer Adler. Das alles ist Absicht, denn durch die Gestaltung - und die Platzierung mitten in der Stadt - wollen die Organisatoren das Bouldern sichtbarer machen.

Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU), bei der Eröffnung der Boulderwand. Da kann man schon mal ein Foto machen.
Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU), bei der Eröffnung der Boulderwand. Da kann man schon mal ein Foto machen. © Bernd Wackerbauer

Weitere Boulderwand steht in Obersendling

"Den Klettersport niederschwellig verankern", das sei die Idee, sagt Matthias Ballweg. "Ziel muss natürlich sein, dass wir in München Dutzende von Möglichkeiten in der Stadt haben, wo man einfach, schnell und kostenlos Bouldern kann." Das fehle bislang.

Um das zu ändern, hat Maximilian Gemsjäger vom "Kraxlkollektiv" schon mehrere Boulderwände in München angeregt - eine steht bereits in Obersendling im Sugar Mountain (AZ berichtete).

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Auf dem "Dicken Hans" haben Münchens Kletterbegeisterte jetzt insgesamt 44 Quadratmeter Fläche und können etwa dreieinhalb Meter hochkraxeln. Verschiedene Routen machen den Kasten rundherum begehbar und für alle Erfahrungslevel ist etwas dabei.

Nicholas Perreth, Kletterer in der Nationalmannschaft.
Nicholas Perreth, Kletterer in der Nationalmannschaft. © Bernd Wackerbauer

Weitere Projekte von "Kraxlkollektiv" und Alpenverein geplant

Ursprünglich war das "Kraxlkollektiv" ein Zusammenschluss aus jungen Kletterbegeisterten. Um das Projekt an der Theresienwiese stemmen zu können, brauchte es aber etwas mehr Unterstützung. Deshalb ist das Kollektiv seit einem Monat Teil des Alpenvereins.

Für die Zukunft sind sogar noch mehr gemeinsame Projekte geplant. Nach den Wänden an der Theresienwiese und im Sugar Mountain möchte man in Unterführungen und an ungenutzten Wänden Klettermöglichkeiten schaffen.

Die nächste Wand soll in Neuperlach in der Albert-Schweitzer-Straße entstehen. Hier habe es bereits erste Vorgespräche mit dem Bezirksausschuss gegeben, so Ballweg. Das Baureferat sei auch beteiligt.

Weitere Orte, an denen man in Zukunft Klettermöglichkeiten schaffen möchte, sind die ehemalige S-Bahnstation am Olympiapark, der Hermann-von-Siemens-Sportpark und eine Unterführung in Ramersdorf-Perlach. Diese Projekte seien aber nur mit politischem Willen umsetzbar, so Ballweg.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren