Blühende Vielfalt: Das "Flower Power Festival" startet im Februar

Acht Monate dauert das "Flower Power Festival", das im Februar startet. Was sich nach Pop-Konzert anhört, ist ein vielfältiges Kulturprogramm in der ganzen Stadt.
| Helena Ott
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Der Botanische Garten ist beim "Flower Power Festival" intensiv miteingebunden. Von Februar bis Oktober gibt es dort Führungen, Konzerte, Krimi-Lesungen im dunklen Gewächshaus und Vorträge zu Naturschutz und Artenvielfalt.
Der Botanische Garten ist beim "Flower Power Festival" intensiv miteingebunden. Von Februar bis Oktober gibt es dort Führungen, Konzerte, Krimi-Lesungen im dunklen Gewächshaus und Vorträge zu Naturschutz und Artenvielfalt. © Gerhard Launer

München - Zu einer Zeit in der es im Freien an Farben und frischen Düften fehlt, hüten die Gewächshäuser des Botanischen Gartens in Nymphenburg ein paar der leuchtend bunten Schätze. Zu diesem speziellen Anlass hat die Direktorin Gudrun Kadereit einen hellrot-leuchtenden Rhododendron-Strauch, opulente pinke weiße Kamelien mit scharfzackigen Blättern und andere Gewächse in den historischen Hörsaal in der Menzinger Straße geschafft. Sie stehen vorne am massiven Holz-Vortragspult aufgereiht, um die folgende Ankündigung zu untermalen.

"Flower Power Festival" in München: Individuelles Programm in Eigenregie

Von Februar an residiert in München das "Flower Power Festival", das den Münchnern Gelegenheit geben soll, sich über acht Monate intensiv mit allem was blüht auseinanderzusetzen. Das Programm mit 500 Veranstaltungen, reicht von Konzerten, Vorträgen, über Kurse und Kunstausstellungen bis hin zu kleinen Lesungen und Wildblumenführungen.

Bei ihrem ersten Anlauf 2018 wurden die Veranstalter nachher mit dem europäischen Kulturpreis ausgezeichnet. Fünf Jahre nach dem Faust-Festival haben sich die zwei großen Kulturhäuser, der Gasteig und die Kunsthalle wieder mit der damaligen Festivalleitung Anna Kleeblatt zusammengetan. Diesmal um ganz München in eine Spielwiese kleiner und großer Veranstaltungen zum Thema Blüte, Blumen und Natur zu verwandeln.

Bereits beim letzten Festival gelang es den Initiatoren, auch viele kleinere Künstlerinnen, Tänzer, Performerinnen und Musiker ins Boot zu holen. Auch diesmal sollen Vereine, Verbände und Initiativen aus Kultur, Naturschutz und Wissenschaft das Festival mitgestalten. Ihr Programm konzipieren sie dabei individuell und in Eigenregie.

"Wir wollen genau diesen partizipativen Charakter wiederholen", sagt Max Wagner, Geschäftsführer des Gasteigs. Es sei nicht mehr zeitgemäß, den Menschen ein vorkuratiertes Programm überzustülpen. Durch die große Freiheit seien auch die Beiträge vielfältiger und für ein breiteres Publikum mit verschiedenen Interessen relevant.

Wissenschaft und Natur spielen eine zentrale Rolle

Das Besondere an der zweiten Edition des stadtweiten Festivals ist, dass diesmal auch Wissenschaft und Natur eine zentrale Rolle spielen. So ist der Botanische Garten intensiv miteingebunden. Von Februar bis Oktober gibt es dort Führungen, Konzerte, Krimi-Lesungen im dunklen Gewächshaus und Vorträge zu Naturschutz und Artenvielfalt.

Nebenan im Biotopia Lab können Naturbegeisterte mit einem speziellen Flugsimulator als Schmetterling die Blumenwiese erkunden. "Für uns ist es auch die Chance, die Bedeutung von Natur und Grün in der Stadt hervorzuheben", sagt Gudrun Kadereit. Mit fast 50 Prozent der Flächen sei München die am stärksten versiegelte Stadt Deutschlands.

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Dabei seien Grünflächen, Wildblumen und Bäume "essenziell wichtig", sagt die Garten-Direktorin. Sie sorgten für Abkühlung, erhielten die Artenvielfalt bei Insekten und Vögeln, stellten die Ernährung mit regionalen Lebensmitteln sicher. Aber auch der Mensch selbst brauche das Grün in der Stadt, "zur Erholung und um sich an den farbigen Blüten zu freuen."

Vom Raver bis zum Öko – alle kommen auf ihre Kosten

Es sei ihnen ein wichtiges Anliegen gewesen, das Programm "möglichst niedrigschwellig" zu gestalten. Auf der zentralen Homepage www.flowerpowermuc.de fänden sich daher "auch viele kostenfreie" Veranstaltungen, sagt Festival-Chefin Kleeblatt. Wühlt man sich durch einen Teil der 500 Ankündigungen, wird jedenfalls klar: Inhaltlich ist vom Raver bis zum Öko und über die Kunstgenießerin bis zum Balkongärtner für jeden etwas geboten.

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