"Blanker Terror": Anwohner fordert Alkoholverbot in der Maxvorstadt

Das Univiertel entwickelt sich im Corona-Sommer zum neuen Party-Hotspot. Die Anwohner sind verzweifelt, einer von ihnen will nun per Petition ein Alkoholverbot erwirken.
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Wein, Bier, Schnaps: Flaschen ohne Ende in der Maxvorstadt.
Wein, Bier, Schnaps: Flaschen ohne Ende in der Maxvorstadt. © Daniel von Loeper

München - Jedes Wochenende aufs Neue das gleiche Bild: Hunderte Menschen feiern in der Maxvorstadt, strömen unter anderem in die Türkenstraße oder an die Uni und bleiben dort bis in die Nacht hinein. Erst am vergangenen Wochenende hat die Polizei wieder mehrere Plätze geräumt, nachdem sich Anwohner wegen Ruhestörung beschwert hatten.

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Der Konflikt zwischen Partygängern und Anwohnern schwelt schon seit längerem, einer von ihnen hat nun eine Online-Petition ins Leben gerufen. Die Forderung: Ein Alkoholverbot in der Maxvorstadt! Zudem fordert der Initiator, dass die Außengastro bereits um 22 Uhr schließen soll.

Lärm, Müll und der "unerträgliche Geruch von Urin"

Die Situation vor Ort beschreibt er als "unerträglich". Denn neben dem Lärm ist vor allem der Müll ein großes Problem der Party-Hotspots. Die Straßen werden mit "tausenden Glasscherben, Flaschen und Zigaretten" hinterlassen, hinzu kommt der "unerträgliche Geruch von Urin überall", schreibt der Anwohner.

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Die Lage vor Ort sei unter diesen Umständen nicht mehr tragbar, viele Anwohner hätten demnach auch Schwierigkeiten, am Abend in ihre Wohnungen zu kommen, "da selbst die Eingänge belagert werden". "Die Situation ist für uns der blanke Terror, vor dem uns offenbar nicht einmal die Polizei schützen kann, um für die öffentliche Ordnung zu sorgen", schreibt der verzweifelte Anwohner weiter.

Die Petition läuft seit mittlerweile zwei Wochen, seitdem haben über 780 Personen unterschrieben (Stand: 29. Juni, 9 Uhr). Ob die Petition nach der Entscheidung, die Ludwigstraße zur Feiermeile zu machen, weiterverfolgt wird, ist unklar. Eine AZ-Anfrage an den Initiator blieb bislang unbeantwortet.

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