Biergarten auf dem Stachus-Parkhaus vorerst gescheitert

Sommer in der Stadt: Die Münchner lassen sich so einiges einfallen, um die Hitze-Tage erträglich zu gestalten: Sie amüsieren sich nicht mehr nur in den traditionellen Biergärten sondern auf Rooftop-Partys oder an City-Stränden. Zwei Münchner wollen nun Altbewehrtes mit neuen Trends verbinden - zum Ärger der Anwohner.
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Parkhaus trifft Biergarten: Dieser Plan ist vorerst gescheitert.
Google Maps/dpa Parkhaus trifft Biergarten: Dieser Plan ist vorerst gescheitert.

Sommer in der Stadt: Die Münchner lassen sich so einiges einfallen, um die Hitze-Tage erträglich zu gestalten: Sie amüsieren sich nicht mehr nur in den traditionellen Biergärten sondern auf Rooftop-Parties oder an City-Stränden. Zwei Münchner wollen nun Altbewehrtes mit neuen Trends verbinden - zum Ärger der Anwohner.

München - Hoch oben, über den Dächern der Stadt, wollen zwei Münchner einen Biergarten eröffnen. Auf dem Oberdeck des vierstöckigen Parkhauses am Stachus an der Adolf-Kolping-Straße, direkt hinter dem Mathäser-Filmpalast, soll die ungewöhnliche Schankwirtschaft entstehen.

Maximilian Bichlmaier, Betreiber des Parkhauses, verspricht gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", es werde ein sympathischer Biergarten für Familien. Die Anwohner aber haben Bedenken. Denn die "Feierbanane" entlang der Sonnenstraße, auf der sich jedes Wochenende etliche Party-Wütige tümmeln, liegt direkt um die Ecke.

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Uns blüht eine laute Party-Location - das glauben die Nachbarn des Münchner Kolpinghauses. Vom Parkdeck würde der Lärm direkt zur katholischen Einrichtung gegenüber schallen. 350 junge Menschen wohnen während ihrer Ausbildung oder dem Studium kostengünstig in dem Haus. Ruhiges Lernen würde mit dem Biergarten undenkbar, das ist die große Sorge.

Streit um Parkhaus-Biergarten geht in nächste Instanz

Maximilian Bichlmaier beschwichtigt. Er verspricht, die beiden Initiatoren planen eine "angenehmen Nutzung". Sie hätten weder Party noch Lärm im Sinn. Meyer bezweifelt das, im Vordergrund stehe lediglich der Profit. Von einer Sport-Großveranstaltung mit ganztägiger Stadionbeschallung im vergangenen Jahr hätten die Anwohner lediglich zwei Tage vorher durch Handzettel erfahren.

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Der Bezirksausschuss teilt die Bedenken und lehnte das Bauvorhaben nun ab. Und das, obwohl das Konzept auch eine üppige Grünanlage vorsieht. Nun entscheidet die Lokalbaukommission über die Zukunft des Parkdecks.

Bichlmaier sucht derweil nach Alternativen. Denkbar wäre es beispielsweise, den Biergarten in den hinteren Bereich des Parkdecks zu verlegen, wo sich keine Anwohner gefühlt stören könnten. Damit wären dann vielleicht alle Beteiligten zufriedengestellt.

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