Auf Schul-Parkplatz: ein Kofferraum voll Marihuana

Wegen Beihilfe zum Drogenhandel stehen zwei Männer (27, 28) vor Gericht. So lief der Prozess in München.
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Die Angeklagten werden in den Saal geführt.
AZ/jot Die Angeklagten werden in den Saal geführt.

München - Mit einem Kofferraum voll Marihuana (knapp 50 Kilo) für den Münchner Markt war der Drogenkurier von Aachen nach Odelzhausen in seinem Toyota gefahren. Auf einem Schulparkplatz sollte dort die Ware an zwei Münchner (27 und 28 Jahre alt) übergeben und von diesen weiter transportiert werden. Doch was die drei Männer nicht ahnten: Der Schulparkplatz stand aufgrund eines Tipps des Wiesbadener Bundeskriminalamtes unter Beobachtung der Polizei. Und die nahm das Trio an diesem 1. September 2017 fest.

Strafmildernd: Geständnis und die lange Verfahrensdauer 

Alle drei wurden 2018 zu Haftstrafen verurteilt. Der Kurier zu über acht Jahren, die beiden anderen zu vier und drei Jahren. Aber in ihrem Fall kassierte der Bundesgerichtshof die Urteile. Die entscheidende Frage für den Revisionsprozess: Hätten die beiden Münchner wissen oder zumindest damit rechnen können, dass sie mehr als zehn Kilo Marihuana übernehmen würden?

Beim ersten Prozess hatte das Gericht das verneint. Doch die von der Staatsanwaltschaft geforderte Revision hatte in Teilen Erfolg. Ankläger Michael Meyer fordert am Montag eine zusätzliche Haft von jeweils einem Jahr. Am Ende einigen sich die Prozessbeteiligten auf eine zusätzliche Strafe von jeweils einem halben Jahr. Ihr Geständnis und die lange Verfahrensdauer sollten strafmildernd wirken.

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