Auch Berlin will Aufklärung über Impfung von Italienern in München

Nach der Rechtslage dürfen nur Personen mit Wohnsitz oder mit Arbeitsstätte in der Bundesrepublik hier geimpft werden, betont ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.
| AZ/dpa
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Ein Münchner Arzt bestätigte später, an der Impf-Aktion beteiligt gewesen zu sein. (Symbolbild)
Ein Münchner Arzt bestätigte später, an der Impf-Aktion beteiligt gewesen zu sein. (Symbolbild) © Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild

München - Das Bundesgesundheitsministerium hat die bayerischen Behörden zur Aufklärung der fragwürdigen Corona-Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern in Deutschland aufgefordert.

Gesundheitsministerium: Impf-Aktion verstößt gegen geltendes Recht 

Ein Sprecher des Ministeriums in Berlin betonte am Dienstag, dass nach der Rechtslage nur Personen mit Wohnsitz oder mit Arbeitsstätte in der Bundesrepublik hier geimpft werden dürften. "Beides trifft auf die Beschäftigten eines italienischen Hotels nicht zu." Damit verstoße die Impf-Aktion gegen geltendes Recht und müsse vor Ort aufgeklärt werden.

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Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits Aufklärung verlangt. "Wir wollen keinen Impftourismus nach Deutschland", sagte er am Montag.

Münchner Arzt war an der Impf-Aktion beteiligt

Hintergrund war eine Kurzreise von etwa 100 Hotel-Mitarbeitern im Mai von Sardinien nach Bayern. Nach Medienberichten wurden die Beschäftigten einer Ferienanlage eingeflogen und am Münchner Flughafen gegen Covid-19 geimpft.

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Nach einem kurzen Aufenthalt flog die Gruppe wieder zurück. Ein Münchner Arzt bestätigte später, an der Impf-Aktion beteiligt gewesen zu sein.

Impfstoff stammt nicht aus staatlichem deutschen Bestand

Unklar ist bislang, woher der verwendete Impfstoff stammt. Das italienische Ferien-Ressorts Forte Village hat mittlerweile erklärt, dass die Präparate nicht aus dem staatlichen deutschen Bestand stammten.

Details nannte das Unternehmen nicht. Der Vorfall wird auch von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns sowie von der Staatsanwaltschaft untersucht.

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