Angriffe von Horror-Clowns: Das rät die Münchner Polizei

Am vergangenen Wochenende ist es jetzt auch in München zu mehreren Vorfällen mit sogenannten Horror-Clowns gekommen. Nun gibt die Polizei Hinweise und Tipps, was man im Falle einer Konfrontation tun soll.
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Die Münchner Polizei gibt Tipps, wie man sich gegenüber einem Horror-Clown verhalten soll. (Archivbild)
dpa/AZ Die Münchner Polizei gibt Tipps, wie man sich gegenüber einem Horror-Clown verhalten soll. (Archivbild)

München - Alleine sieben Fälle am letzten Wochenende: Das ist die Horror-Clown-Bilanz der Münchner Polizei. Nachdem es zuletzt erste bestätigte Vorfälle in Bayern gab, nehmen nun auch die Übergriffe in München zu. Personen verkleiden sich als Clown, mit blutigem Kostüm und gruseliger Maske, und erschrecken dann unschuldige Passanten. Meist verstecken sie sich in Parks und springen dann aus dem Gebüsch – und das bewaffnet mit Messer, Axt oder sogar einer Kettensäge.

Die Hinweise der Polizei

Da die Clown-Fälle in München drastisch ansteigen und sich die Situation vor Halloween wahrscheinlich noch verschlimmern wird, hat die Münchner Polizei nun Hinweise im Umgang mit den Clowns veröffentlicht:

Die Polizei rät dazu, ruhig zu bleiben und sofort den Notruf der Polizei (110) zu rufen, wenn Sie einem Clown begegnen sollten. Da die Täter meist nur für einen Schock-Moment sorgen möchten und nicht körperlich angreifen, sollte der Clown nicht angesprochen und auf keinen Fall provoziert werden. Ziel der Clowns ist es, den Passanten einen "Streich" zu spielen – wenn auch einen sehr unlustigen, da die Clowns vor allem kleine Kinder erschrecken.

Trillerpfeife als "Waffe"

Einmal mit dem Clown konfrontiert, sollten Sie "so schnell wie möglich den Ort verlassen". Auch Passanten, die sich in der Umgebung befinden, können um Hilfe gebeten werden. Zusätzlich rät die Polizei zu einer ganz besonderen "Waffe", wie es in der Mitteilung heißt: "Zusätzlich eignet sich auch eine Trillerpfeife am Schlüsselbund oder ein Schritt- oder Taschenalarm. Der schrille Pfiff bzw. Auslösung des Alarms schockt den Clown, so dass man die Chance hat, wegzulaufen." Hinzu kommt, dass Passanten durch den lauten Pfiff aufmerksam werden, wodurch der Täter unter Umständen flüchtet.

Joachim Herrmann kündigt Härte gegen Horror-Clowns an

Pfefferspray oder ähnliches sollten nicht verwendet werden. Laut Polizei ist die Gefahr zu groß, dass diese Geräte gegen einen selbst verwendet werden könnten. "Der Clown könnte eventuell provoziert werden, ihnen das Gerät aus der Hand reißen und Sie damit außer Gefecht setzen."

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den nächsten Tagen und Wochen entwickelt. Der "Trend" der Horror-Clowns kommt aus den USA – und meist sind Phänomene dieser Art nur von kurzer Dauer.

Besonders brisant wird die Situation an Halloween, der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Hier wird es vermutlich vermehrt zu Clown-Übergriffen kommen – in ganz Deutschland, Bayern und auch in München. Es bleibt zu hoffen, dass der "Trend" nach Halloween dann endlich ein Ende hat.

 

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