Koalition mit Krauses Grünen: Darum scheiterten die Verhandlungen mit Volt wirklich in München
Nach der Wahl haben viele Münchner erwartet, dass Grüne, SPD und Volt zusammen regieren. Schließlich bildeten sie bereits eine Koalition im Rathaus und hatten wieder eine Mehrheit. Doch es kam anders. Nach tagelangen Sondierungsgesprächen beendete der Volt-OB Kandidat Felix Sproll die Verhandlungen – nicht aufgrund inhaltlicher Differenzen, sondern weil Volt mindestens drei Referenten-Posten forderte. So konnte man es damals in einer Pressemitteilung von Volt nachlesen.
Jetzt äußert sich Sproll auf Instagram, warum die Verhandlungen scheiterten. In dem Video sagt er, dass Volt in den vergangenen Wochen "ganz intensiv" versucht habe, die Gespräche wieder aufzunehmen. Ohne Erfolg. Inzwischen sollen die Koalitionsverhandlungen zwischen Grünen, SPD, FDP und Freien Wählern kurz vor dem Abschluss stehen.
"Zu früh, zu konkret"
Zwei Dinge würde Sproll im Nachhinein anders machen: Volt habe Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen etwas miteinander verwechselt, sagt er. "Im Nachhinein betrachtet, haben wir dann vielleicht zu früh zu konkret Dinge diskutiert, die eigentlich in Koalitionsverhandlungen gehören."
Zweitens sei auch die Kommunikation über das Ende der Sondierungen ein Fehler gewesen. Dazu müsse man wissen: "Die Grünen haben uns eine klare Deadline gesetzt: Bis Donnerstagmittag muss eine Einigung stehen, sonst ist das Ganze vorbei."
Doch zu dem Zeitpunkt habe es keine Einigung gegeben. Volt habe die Deadline ernst genommen – und erklärte die Gespräche per Mitteilung für beendet. Sproll bezeichnet das als einen Fehler. Er hätte es den Grünen überlassen sollen, zu kommunizieren, wie es weitergeht. Deshalb habe er keine 24 Stunden später versucht, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. "Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, um doch noch eine progressive Koalition für München zu ermöglichen." Nun stellt sich Volt auf Oppositionsarbeit ein.
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