Ab Pfingsten von München per Bus direkt zum Berg

Per Bus ohne Zwischenstopp aus der Stadt: Der Alpenverein Oberland will Münchner an Ziele in den Bergen bringen, die nicht überlaufen sind.
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Mit dem Bus Richtung Berge zum Wandern fahren. Ab Pfingsten soll es möglich sein. (Symbolbild)
Mit dem Bus Richtung Berge zum Wandern fahren. Ab Pfingsten soll es möglich sein. (Symbolbild) © DAV/Hans Herbig

München - Bergschuhe schnüren, die Wanderstöcke an den Rucksack schnallen - und den Autoschlüssel mal daheim lassen. Ab Pfingsten wird das für wanderbegeisterte Münchner einfacher. Denn die Sektion München und Oberland des Alpenvereins (DAV) startet einen Bus in die Berge.

Mit dem Bus von München direkt ins Chiemgau oder Allgäu

Die Idee habe man gemeinsam mit der Stadtspitze entwickelt, sagt Matthias Ballweg, erster Vorsitzender des DAV München und Oberland zur AZ. Samstags und sonntags soll der Bus direkt von München aus starten und Tagestouristen zu Zielen im Chiemgau, den Ammergauer Alpen und im Allgäu bringen. Wohin genau, kann man noch nicht sagen, das Projekt ist noch in der Entwicklungsphase. Sicher ist: Es sollen Ziele sein, die man mit Bus und Bahn derzeit nur schwer erreicht. "Wir arbeiten daran, dass der Bergbus auch für Bergsteiger mit eigenem Auto die attraktivste Option wird, ins Gebirge zu kommen", so Ballweg.

Außerdem sollen Wanderrouten vermieden werden, an denen an sonnigen Tagen schon jetzt am Gipfelkreuz kein Platzerl mehr frei ist. Die Busse sollen mehrmals am Tag fahren, die früheste Verbindung soll laut Alpenverein so früh starten, dass auch ausgedehnte Touren unternommen werden können. Aber auch Langschläfer sollen bedient werden. Der Fahrplan, die Routen, Ein- und Ausstiegspunkte, all das ist jedoch noch in Ausarbeitung. Einsteigen soll man in München aber dort, wo man mit dem ÖPNV gut hinkommt. Dann geht es ohne Zwischenstopp zum Ausflugsziel.

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Preis für Bergbusse des DAV steht noch nicht fest

Selbst fahren wird der Alpenverein die Busse freilich nicht, dafür wird es Kooperationen geben. Sicher ist: Platz für Fahrräder, Kletterausrüstung, Kraxen oder Kinderwagen wird vorhanden sein. Wie viel die Tickets kosten werden, steht noch nicht fest, sie sollen aber online gekauft werden können und das auch spontan. Alpenvereinsmitglied muss man nicht sein. Zunächst ist der Münchner Bergbus ein Pilotprojekt. Acht bis zehn Wochen soll ausprobiert werden, wie das Angebot angenommen wird und an welchen Stellschrauben man noch drehen muss.

Katrin Habenschaden will bei erster Tour dabei sein

Im Rathaus ist man schon begeistert. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne) hatte die Bergbus-Idee bereits im vergangenen Herbst mit DAV-Oberlandchef Ballweg besprochen - passenderweise bei einer Wanderung im Karwendel. "Ich habe fest vor, bei der ersten Tour mit dabei zu sein. Der Bergsteigerbus ist ein echtes Multitalent", so Habenschaden zur AZ. So kämen auch Münchner ohne Auto entspannt in die Berge. Wichtig sei ein durchdachtes Hygienekonzept, "so dass das Reisen im Bus auch sicher ist".

Auch beim Koalitionspartner SPD ist man angetan. Kathrin Abele, sportpolitische Sprecherin von SPD/Volt, findet Pfingsten "als Start dafür nahezu ideal". Die Münchner ziehe es derzeit noch mehr in die Berge als sonst. Derweil arbeitet man beim Alpenverein Oberland schon an neuen Ideen, um die Münchner besser zu verteilen: Zusammen mit dem Umland will man Tourentipps im S-Bahn-Gebiet zusammenstellen.

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