Senioren: Warum sie so attraktiv für Kriminelle sind

Senioren sind für Kriminelle jeglicher Art eine hochbeliebte Zielgruppe. Doch woran liegt das? Wie tritt es auf und vor allem: Wie kann man sich schützen?
| Sandra Kaiser
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Senioren, die Opfer einer Straftat werden, leiden oft lange unter den Konsequenzen.
Senioren, die Opfer einer Straftat werden, leiden oft lange unter den Konsequenzen. © Gordon Grand/ Adobe Stock

Es vergeht kaum eine Woche, in der wir nicht vermelden müssen, dass wieder einmal Senioren zum Ziel von Kriminellen wurden. Überaus häufig von Trickbetrügern, aber auch immer wieder von Räubern und gewöhnlichen Dieben – kein Nachrichtenportal kann von dieser traurigen Regelmäßigkeit eine Ausnahme machen, denn das Phänomen geht über alle Bundesland- und sonstige Grenzen hinaus: Senioren sind eine für Kriminelle jeglicher Art jederzeit hochbeliebte Zielgruppe. Doch woran liegt das? Wie tritt es auf und vor allem: Wie kann man sich schützen?

Kriminalität gegen Senioren: Die Zahlen

Wie jedes gesellschaftliche Phänomen lässt sich auch die Kriminalität in Zahlen messen. Dies gilt gleichermaßen für Straftaten gegen Senioren. Diese werden in den verschiedensten konkreten Teilbereichen erfasst.

Anstieg bei Betrugsfällen

Dabei ist das Feld des Betruges relevant, was sich unter anderem am Beispiel Nordrhein-Westfalen zeigt. Alleine zwischen den Jahren 2016 und 2017 hat sich die Zahl der Fälle in diesem Bundesland verdoppelt. Gleiches gilt für den Umfang der Beute: Er stieg von acht Millionen Euro im Jahr 2016 auf 15 Millionen Euro im darauffolgenden Jahr.

In Brandenburg ist ein ähnlicher Trend erkennbar. Während dort 2018 989 Fälle von Betrug gegen ältere Menschen erfasst wurden, waren es im Jahr 2019 bereits 1191. Die beiden Beispiele belegen, dass vor allem im Bereich des Betruges Senioren immer öfter zu Opfern von Kriminellen und ihren Machenschaften werden. Dafür gibt es konkrete Gründe, die im weiteren Verlauf dieses Artikels genauer skizziert werden.

Andere Straftaten

Die Fallzahlen des Handtaschenraubes sind deutschlandweit in den letzten Jahren zurückgegangen. Während im Jahr 2017 noch 1753 dieser Straftaten gezählt wurden, waren es 2019 nur noch 1249. Allerdings werden solche Delikte besonders häufig gegen Senioren begangen. So waren im Jahr 2019 ungefähr die Hälfte der Opfer 60 Jahre oder noch älter. Gleichzeitig lässt sich beobachten, dass weibliche Personen überproportional häufig zum Opfer solcher Taten werden.

Von Gewaltdelikten sind Senioren ebenfalls betroffen. Dort wird diese Personengruppe aber zumindest im Vergleich zu anderen Altersgruppen seltener zum Opfer. Im Jahr 2019 waren es bundesweit insgesamt 11.932 Fälle von Gewalt gegen ältere Menschen. Das sind weniger als sechs Prozent aller Gewaltdelikte, die in diesem Jahr verübt wurden. Jüngere Menschen sind in diesem Bereich also deutlich öfter betroffen.

Gründe für Kriminalität gegen Senioren

Die Gründe für Straftaten gegen Senioren sind vielfältig. Oft liegen sie vor allem in verschiedenen typischen Charakteristika dieser Personengruppe. Dazu zählen unter anderem:
- demographischer Wandel und wachsende Überalterung der Gesellschaft
- geringere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
- Unkenntnis über die Methoden
- Gutherzigkeit

Oft verkannt: Der demographische Wandel

Ein wichtiger Grund für die Kriminalität gegen Senioren ist der demographische Wandel. Deutschland ist hiervon stark betroffen. Bereits im Jahr 2014 waren 21 Prozent der Bevölkerung über 64 Jahre alt. Damit war Deutschland zu diesem Zeitpunkt das drittälteste Land der Welt.

Je älter eine Bevölkerung ist, desto mehr potenzielle Opfer gibt es in der logischen Konsequenz in dieser höheren Altersgruppe – die „Zielgruppe“ ist größer. Bei einer höheren Zahl von Personen, die gefährdet sind, Betroffene einer gewissen Straftat zu werden, ist am Ende auch der zu erwartende Gewinn der Kriminellen höher.

Dies gilt zumindest für Straftaten, hinter denen die Absicht der monetären Bereicherung der Täter steht. Daher lohnt es sich für Kriminelle in den verschiedensten Bereichen besonders, sich auf diese Personengruppe zu spezialisieren. Gleichzeitig wird das Problem als großes Ganzes, also als Basis für ein System, oft nicht ausreichend wahrgenommen.

Häufig verringerte körperliche und geistige Leistungskraft

Gleichzeitig verfügen Senioren in den allermeisten Fällen über eine geringere körperliche Kraft und Agilität als jüngere Menschen. Gleiches gilt ebenfalls für die geistige Leistungsfähigkeit. Die Gründe hierfür werden in der Forschung immer detaillierter untersucht. Neben dem naturgegebenen Abbauen des Körpers und Gehirns können Krankheiten, die im Alter häufiger auftreten, diese Effekte verstärken.

Dies hat zur Folge, dass sie sich nicht sonderlich gut wehren können – auf beiden Ebenen. So ist zum Beispiel die Gefahr, dass diese Personengruppe beispielsweise einen Betrug umgehend als solchen durchschaut, geringer. Gleiches gilt für die körperliche Gegenwehr, beispielsweise bei einem Raub oder Handtaschendiebstahl.

In der Konsequenz haben die Täter es leichter. Es ist daher kaum verwunderlich, dass sich immer mehr Kriminelle auf die Gruppe der Senioren spezialisieren. Hier haben sie verhältnismäßig wenig Probleme zu erwarten, die Chancen auf eine erfolgreiche Umsetzung der Straftat sind höher.

Unkenntnis aktueller Methoden

Hinzu kommt die Unkenntnis der sich immer weiter entwickelnden Methoden, beispielsweise von Betrügern. Diese basieren vor allem auf neumodischer Technik und verschiedenen Tricks in diesem Bereich – ein Feld also, in dem sich Senioren in vielen Fällen weniger gut auskennen als jüngere Menschen.

Dabei lassen Betrüger heutzutage große Kreativität walten, die von enormer krimineller Energie zeugt. Ein Beispiel hierfür sind sogenannte Fakeshops, also Online-Shops, die Produkte verkaufen, die gar nicht existieren.

Diese lassen sich jedoch an verschiedenen Merkmalen von herkömmlichen Varianten unterscheiden. Dazu gehört unter anderem, dass der Name des Shops nicht viel mit der Ware zu tun hat. Hinzu kommt, dass die Preise häufig utopisch niedrig sind. Gerade für Senioren, die nicht sonderlich bewandert im Bereich des Internet-Shoppings sind, kann es kompliziert sein, diese Faktoren treffsicher zu erkennen.

Gleiches gilt unter anderem bei verschiedenen Callcenter-Betrugsmaschen, die darauf abzielen, die Kontodaten auf virtuellem Wege zu stehlen, beispielsweise durch ein Einloggen auf den PC des potenziellen Opfers. Womöglich ist einer älteren Person in vielen Fällen gar nicht bewusst, was er oder sie in diesem Moment mit einem Klick preisgibt und welche Konsequenzen dies haben kann.

Ausnutzen von Gutherzigkeit

Ein weiterer Faktor ist das Ausnutzen von Gutherzigkeit. Die Kriminellen, gerade im Bereich des Betruges, setzen mit ihren Maschen häufig darauf, dass die Senioren aus Menschlichkeit handeln und um etwas Gutes zu tun bereit sind, hohe finanzielle Summen auszuhändigen.

Tatsächlich ist die wachsende Gutmütigkeit bei älteren Menschen ein Umstand, der sich im bei Betrachtung des Durchschnitts dieser Personengruppe beobachten lässt. Hiermit steigt auch die Hilfsbereitschaft. Dies liegt in verschiedenen Faktoren begründet.

Zum einen wird davon ausgegangen, dass Senioren durch ihre gesammelte Lebenserfahrung entspannter werden. Des Weiteren sind sie häufiger selbst auf Hilfe angewiesen, Umgänglichkeit kann den Alltag also ganz praktisch erleichtern. Diese Eigenschaften, die eigentlich etwas Positives sind, werden von Betrügern meist gnadenlos ausgenutzt – eine besonders perfide Masche also.

Kriminalität gegen Senioren: Die Vorgehensweisen

Um ihre Ziele umzusetzen, gehen die Kriminellen gegen Senioren auf verschiedene Arten vor, wobei die Grenzen zwischen den einzelnen Delikten fließend sein können. Zu den bekanntesten Straftaten gegen Senioren zählen:

- Diebstahl in verschiedenen Varianten
- Raub
- Enkeltrick und andere Betrugsmaschen

Diebstahl in verschiedenen Varianten

Bei einem Diebstahl merkt das Opfer in vielen Fällen nicht umgehend, dass es gerade bestohlen wird, sondern erst um einiges später. Diese Form der Kriminalität findet ohne Gewalt und ohne aktives Handeln des Opfers statt.

Zum klassischen Diebstahl zählt beispielsweise der Taschendiebstahl. Kriminelle gehen hierbei raffiniert vor. So wird das Opfer in einigen Fällen auf der Straße angesprochen und dadurch abgelenkt.  Ein zweiter Täter entwendet dann das Portemonnaie oder andere Wertgegenstände wie Schmuck oder eine Uhr. Kriminelle gehen bei Senioren davon aus, dass die Gefahr, dass die älteren Menschen bemerken, was gerade passiert, aufgrund der geringeren geistigen Leistungsfähigkeit geringer ist.

Allerdings gibt es auch andere Varianten: Beispielsweise solche, bei denen sich die Täter unter falschen Vorgaben Zutritt zum Haus verschaffen und dann unbemerkt Wertgegenstände oder Bargeld entwenden. Hierbei liegt der Fokus auf dem Diebstahl, wobei betrügerische Elemente hinzukommen. Unter anderem sind sie getarnt als:

- Polizisten
- Handwerker
- Pflegepersonal

Als Polizisten oder Handwerker schaffen die Täter zunächst ein gewisses Grundvertrauen. Beide Berufsgruppen helfen Menschen, was sie auf den ersten Blick unverdächtig erscheinen lässt. Manchmal geben sich Täter auch als Mitarbeiter der Stadtwerke aus – beispielsweise 2015 in Obergiesing, als ein 90-jähriges Ehepaar bestohlen wurde.

Im Falle einer Tarnung als Pflegepersonal „arbeiten“ die Kriminellen tatsächlich in manchen Fällen für einige Zeit in der häuslichen Pflege bei einer älteren Person. Auf diese Weise gelten sie noch umfangreicher als Vertrauensperson und wirken unverdächtig. Sie befinden sich mitten in der Komfortzone des Opfers. Die Täter nutzen diese Zeit dann aus, um Schritt für Schritt Gegenstände und Bargeld zu entwenden, bis sie überraschend verschwinden. Wie dreist und skrupellos dabei vorgegangen wird, zeigt ein Fall aus Überlingen in  Baden-Württemberg. Teilweise gehen die Kriminellen sogar soweit, als Pflegekräfte in einem Altenheim zu arbeiten, wie beispielsweise bei einem Fall in Würzburg.

Raub

Raub wiederum ist eine Straftat gegen Senioren, bei denen den Opfern häufig bewusst ist, was gerade passiert. Dies liegt daran, dass hierbei körperliche Gewalt oder eine direkte Bedrohung angewendet wird. Definiert ist dies in § 249 des Strafgesetzbuches. Sowohl Bedrohungen als auch die Gewalt finden mit dem Ziel statt, eine Gegenwehr des Opfers zu überwinden und sich so Zugang zur Beute zu verschaffen. Wird diese Straftat an Senioren begangen, setzen die Täter in vielen Fällen auf eine geringere körperliche Leistungsfähigkeit dieser Personengruppe.

Fälle dieser Art gibt es immer wieder. Im Jahr 2016 beispielsweise wurde ein Rentner-Ehepaar in Grafenwöhr überfallen. Nachdem die Senioren erst geschlagen und dann gefesselt wurden, konnten die Täter mehrere Tausend Euro in bar erbeuten. Noch heimtückischer ging eine Dame aus Nürnberg vor, die ihre Masche 30 Jahre lang anwendete. Sie schlug ihre Opfer nicht, sondern nahm K.-o.-Tropfen zur Hilfe.

Enkeltrick und Ähnliche: Typische Betrugsmaschen

Der Unterschied zwischen einem Betrug und einem Diebstahl oder Raub besteht vor allem darin, dass die Opfer in diesem Falle in die Tat eingebunden werden. Mit falschen Vorgaben wird eine Täuschung vorgenommen, das Opfer gibt die Beute aus Unwissenheit über die Masche "freiwillig“ heraus.

Eine der bekanntesten Betrugsmaschen, die gegen Senioren angewendet werden, ist der Enkeltrick. Hierbei rufen die Täter an und geben vor, entweder der Enkel selbst oder ein Freund bzw. bekannter des Enkels zu sein und sich in einer finanziellen Notlage zu befinden. Daher solle das Opfer eine bestimmte Summe entweder überweisen oder persönlich übergeben. Der Trick setzt sowohl auf die geringere geistige Leistungsfähigkeit als auch auf die Hilfsbereitschaft und Gutmütigkeit älterer Menschen. Erst kürzlich wurde ein solcher Fall in Nürnberg bekannt, bei dem die Kriminellen mit dieser Masche 83.000 Euro erbeuteten.

Eine weitere bekannte Betrugsmasche ist die des falschen Polizisten. Hierbei werden Senioren ebenfalls angerufen. Die Betrüger geben sich als Polizisten aus und erklären, dass das Bargeld und die Wertgegenstände des Opfers oder sogar das Geld auf dem Konto des Seniors nicht mehr sicher seien, da ein Raub oder eine illegale Abbuchung bevorstehe. Daher solle die ältere Person das Geld einem Polizisten übergeben, der es in Sicherheit bringt und vor Diebstahl schützt. In einigen Fällen wird zudem vorgegeben, dass korrupte Bankbeamte in den Coup verstrickt seien. Willigt das Opfer ein, kommt eine weitere Person auf einen kurzen "Besuch“ vorbei, holt das Geld bzw. die Wertgegenstände ab – der Betrug ist geglückt.

Manchmal wird zudem die Raffinesse angewendet, mit der Nummer 110 anzurufen, was technisch mittlerweile einfach umzusetzen ist. So entsteht zusätzliches Vertrauen. Gerade in den letzten Jahren hat diese Masche stark zugenommen.

Zudem gibt es weitere Methoden wie beispielsweise das Anrufen zur Information über einen Lottogewinn. Dieser existiert natürlich nicht – vielmehr sollen die potenziellen Opfer einen bestimmten Betrag zahlen, um den Gewinn sozusagen auszulösen. Wie strukturiert Kriminelle in diesem Bereich vorgehen, zeigt sich daran, dass sowohl der falsche Polizist als auch der falsche Lottomitarbeiter häufig aus einem Callcenter im Ausland anrufen – eine Art "Betrug am Fließband“ also.

Kriminalität gegen Senioren: Der mögliche Schutz

Täter, die versuchen, ältere Menschen zu betrügen, setzen zunehmend auf Telefonanrufe – in einigen Fällen sogar aus einem Callcenter.
Täter, die versuchen, ältere Menschen zu betrügen, setzen zunehmend auf Telefonanrufe – in einigen Fällen sogar aus einem Callcenter. © Aletia2011/ Adobe Stock

Oft sind die Methoden der Täter gerade für Senioren schwierig zu durchschauen. Allerdings haben ältere Menschen eine ganze Reihe von Möglichkeiten, sich präventiv oder aktiv dagegen zu schützen bzw. zu wehren.

Informieren, lernen, auf dem neuesten Stand bleiben

Die wichtigste Grundlage, um sich beispielsweise gegen Betrugsmaschen schützen zu können, ist eine möglichst umfangreiche Information über die Strategien und Methoden der Täter. Hierfür gibt es verschiedene Angebote. Der Seniorenrat in Nürnberg beispielsweise informiert über den Enkeltrick.

Aber auch die Behörden sind aktiv. Das Polizeipräsidium Mittelfranken wiederum hat kürzlich eine Aufklärungskampagne zum Thema Callcenterbetrug gestartet. Hierbei sollen mögliche Betroffene mithilfe mehrerer Videoclips informiert werden. Zudem ist es unabdingbar, dass Senioren sich über die Fallstricke informieren, wenn sie mit der Nutzung verschiedener technischer Geräte beginnen. Dazu können ein Computer, aber auch ein Smartphone gehören.

Ein gesundes Misstrauen entwickeln und pflegen

Eine weitere Methode ist das Entwickeln eines gesunden Misstrauens. Beispielsweise sollten Senioren bei dubiosen Anrufen hellhörig werden und Freunde oder die Familie konsultieren. Hierfür ist es womöglich sinnvoll, dass ältere Menschen sich eine Liste mit den typischen Warnhinweisen anfertigen. So sind sie jederzeit vorbereitet. Bei einem Anruf oder einem Klingeln an der Tür, welches von einer unbekannten Person ausgeht, können auf diese Weise verschiedene Maschen einfacher entlarvt werden. Zudem sollte die Liste auf der Basis von Informationen über neue Entwicklungen bezüglich der Maschen der Täter immer wieder aktualisiert werden.

Nie allein auf unbekanntem Terrain bewegen

Zudem können Senioren darauf achten, stets eine ihnen bekannte Begleitperson an ihrer Seite zu haben, wenn sie unterwegs sind. Dies gilt besonders dann, wenn sie die Gegend nicht kennen. Eine Begleitung hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen werden mögliche Täter durch die Begleitperson womöglich abgeschreckt. Mehrere Menschen haben immer bessere Möglichkeiten, sich zu wehren, als eine einzelne Person. Des Weiteren hat der Senior oder die Senioren im Fall der Fälle immer einen Zeugen für eine Tat.

Kurse belegen, Selbstverteidigung lernen, fit werden

Eine gute Möglichkeit, sich gegen potenzielle Raubüberfälle zumindest bis zu einem gewissen Grad zu schützen, ist regelmäßiges Fitnesstraining. Dieses kann beispielsweise in Form von Joggen oder in einem Sportstudio stattfinden. Zudem ist ein Selbstverteidigungskurs sinnvoll. Dadurch können Senioren zum einen konkrete Möglichkeiten erlernen, sich zur Wehr zu setzen. Oft hat das Training zudem einen psychologischen Effekt, da die Sorge und die Angst vor Angriffen sinken.

Regelmäßiges Joggen erhält die Fitness aufrecht und kann Kriminellen ihre Taten bis zu einem gewissen Grad erschweren.
Regelmäßiges Joggen erhält die Fitness aufrecht und kann Kriminellen ihre Taten bis zu einem gewissen Grad erschweren. © NDABCREATIVITY/ Adobe Stock

Im Zweifelsfall die Polizei alarmieren

Schlussendlich sollten sich Senioren nicht scheuen, in jedem Zweifelsfall umgehend die Polizei zu alarmieren. Hierbei gilt grundsätzlich die Devise: Lieber einmal zu häufig als einmal zu selten. Die Beamten können dann überprüfen, ob beispielsweise hinter einem Anruf tatsächlich ein Betrug steckt. Einerseits hilft dies beim Schutz der eigenen Person von Straftaten. Außerdem können auf diese Weise womöglich Systeme und Strategien aufgedeckt werden, die viele weitere Menschen davor bewahren, Opfer einer Straftat zu werden.

Zusammenfassung und Fazit

Sind Senioren Opfer? Nein, definitiv nicht. Allerdings stellen sie für Kriminelle zahlloser Couleur eine beständig attraktiver werdende Zielgruppe dar. Ein wichtiger, jedoch in der öffentlichen Wahrnehmung sträflich vernachlässigter Grund dafür ist, dass Senioren in einer alternden Gesellschaft automatisch einen größeren Bevölkerungsanteil stellen, womit sie schon rein statistisch häufiger zum Ziel von Dieben und Betrügern werden. Allerdings gibt es nichts, was Menschen dieser Altersgruppe einfach so hinnehmen müssten. Jeder Senior hat es in der Hand, sich vor Kriminellen zu schützen.


Die Recherche und Erstellung des Textes wurden durch einen externe Redakteurin vorgenommen und stammen nicht aus der eigenen Redaktion.

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