Seehofer zum Manipulationsskandal: "Ich bin nicht überrascht"

Nach den Stimmmanipulationen beim ADAC greift Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer den Club scharf an. Ramstetter: "Ich habe Scheiße gebaut"
| Vanessa Assmann
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Nach den Stimmmanipulationen beim ADAC greift Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer den Club scharf an. Ex-Kommunikationschef Ramstetter: "Ich habe Scheiße gebaut"

München – Horst Seehofer sagte zu dem Manipulationsskandal, er sei "nicht überrascht". Er habe in der Diskussion um die von seiner Partei geforderte Pkw-Maut mit den Zahlen des ADAC seine eigenen Erfahrungen gemacht, sagte Seehofer. In der Debatte – der ADAC kämpft gegen die Maut – habe er sich über die Zahlen des Clubs immer gewundert. "Wir haben immer andere Zahlen gehabt", sagte Seehofer.

Wie zuvor schon Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) forderte auch Seehofer eine umfassende Aufklärung. Und schlug eine unabhängige Prüfung vor.. „Am besten ist jetzt: alles auf den Tisch, Transparenz, und nach Möglichkeit eine unabhängige, objektive Prüfung“, sagte Seehofer

Lesen Sie hier: Wusste nur Ramstetter von den Manipulationen?

Der ADAC am Sonntag Manipulationen beim Autopreis "Gelber Engel" in der Kategorie "Lieblingsauto" eingeräumt. Die Verantwortung übernahm Michael Ramstetter und trat als Kommunikationschef und Chefredaktuer der . "Ich habe Scheiße gebaut", sagte er in der SZ. Er ziehe die Konsequenzen, wolle aber nicht mehr sagen.

Mittlerweile ist klar, dass die aktuelle Abstimmung nicht die einzige war, bei der die Teilnehmerzahlen zum Lieblingsauto der Deutschen geschönt wurden. Schon bei früheren Preisverleihungen waren die Zahlen frei erfunden. Über Jahre hinweg war damit geworben worden, dass sich Zehntausende Autofans an der Umfrage beteiligt hätten. Jetzt kam raus, dass aktuell offenbar nur rund 3000 Stimmen für das Siegerauto 2014 - den VW Golf beim ADAC eingegangen sind. Der ADAC betont aber, dass dennoch immer das Auto mit den meisten Stimmen gewonnen habe.

Am Montagnachmittag will sich ADAC-Geschäftsführer Klaus Obermair in München zu den Vorwürfen äußern.

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