Gehört Müller (13 Ligaspiele) schon in die Nationalelf?

Die AZ-Reporter Gunnar Jans und Filippo Cataldo diskutieren, ob eine Berufung in die Nationalmannschaft für das 20-jährige Talent zu früh kommt
| Abendzeitung
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
AZ-Sportchef Gunnar Jans (l.) und AZ-Sportreporter Filippo Cataldo
abendzeitung AZ-Sportchef Gunnar Jans (l.) und AZ-Sportreporter Filippo Cataldo

Die AZ-Reporter Gunnar Jans und Filippo Cataldo diskutieren, ob eine Berufung in die Nationalmannschaft für das 20-jährige Talent zu früh kommt

PRO von Gunnar Jans

Weder Ribéry noch Robben, erst recht nicht Schweinsteiger und Lahm begeistern die Bayern-Fans derzeit so wie dieser Thomas Müller (20) aus Pähl am Ammersee. Und wer das schafft, ohne abzuheben, hat auch seine Chance in der Nationalmannschaft verdient.

Der Junge hat den Lauf seines Lebens, da wird ihn ein Länderspiel gegen Chile oder Ägypten nicht aus der Bahn werfen; die Erfahrungen im Kreise der Nationalspieler aber können durchaus leistungsfördernd sein. Ein Länderspiel ist Weiterbildung und kommt nie zu früh. Wenn’s bei der WM wirklich müllern sollte, muss man ihn behutsam ranführen. Seltsam ist doch nur, dass er bei Bayern unverzichtbar ist.

Uli Hoeneß selbst hat als 20-Jähriger in der Nationalelf debütiert, wenn auch nach deutlichmehr Liga-Einsätzen. Dass ein junger Deutscher heute eher auffällt, wenn er sich inmitten der Ribérys & Robbens durchzusetzt (während früher die nationale Konkurrenz größer war), ist übrigens nicht die Schuld von Thomas Müller.

Kontra von Filippo Cataldo

Keine Frage, Thomas Müller würde auch der Nationalmannschaft gut zu Gesicht stehen. Er ist mindestens genauso trickreich, schnell und gut wie seine Bremer Konkurrenten Mesut Özil und Marko Marin, aber flexibler einsetzbar und taktisch wesentlich besser ausgebildet.

Müller hat seine Chance in der Nationalmannschaft zweifellos verdient. Und doch wäre eine Nominierung jetzt zu gefährlich.

Müller, vor allem Müllers Körper muss sich noch vollends ans Profi-Geschäft gewöhnen – letzte Saison hat er gerade mal fünf Bundesligaspiele gemacht, nun spielt er seit Juli praktisch ohne Pause durch. Das kann sich rächen. Erst recht, wenn nun auch noch Länderspiele dazu kommen. Zumal ja Löw auch Extra-Trainingseinheiten verlangt. Ein müder Müller bringt niemandem was.

Müller hat sich bei Bayern und Trainer Louis van Gaal unverzichtbar gemacht. Er braucht keinen Leistungsschub durch die Nationalelf. Und Löw helfen kann er ohnehin erst in Südafrika.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren