Dax dreht ins Minus - Anleger misstrauisch

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind wieder vorsichtig geworden.
| dpa
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Frankfurt/Main - Nach moderaten Gewinnen zum Handelstart drehte der Dax in die Verlustzone und gab zuletzt um 0,19 Prozent auf 13.022,29 Punkte nach.

Im Wochenverlauf bedeutet das ein Minus von rund 0,7 Prozent. Am Vortag noch hatte der Leitindex nach fünf Verlusttagen in Folge einen Erholungsversuch gestartet. Unterstützung war vor allem vom wieder schwächelnden Eurokurs gekommen.

Der MDax gab am Freitag um 0,04 Prozent auf 26.453,78 Zähler nach. Der TecDax kam mit plus 0,01 Prozent auf 2.506,46 Punkte nicht vom Fleck. Für den EuroStoxx 50 ging es um 0,30 Prozent abwärts. Der Euro wurde zugleich mit 1,1794 US-Dollar gehandelt, nachdem er am Morgen noch über 1,18 Dollar notiert hatte. Den Referenzkurs hatte die EZB tags zuvor auf 1,771 Dollar festgelegt.

Die Gefahr erneuter Rückschläge im deutschen Börsenbarometer besteht unverändert, warnten Marktbeobachter. Insbesondere eine Rally des Euro über 1,20 Dollar könnte laut Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader dem Dax zum Problem werden.

Koalitionsverhandlungen als Risiko für den deutschen Aktienmarkt

Analyst Timo Emden von DailyFX Germany schrieb: "Womöglich befindet sich der Dax lediglich in einer kurzen Verschnaufpause." Zu den Risiken für den deutschen Aktienmarkt zählen dabei auch die laufenden Parteiengespräch über einen Einstieg in Koalitionsverhandlungen für ein Jamaika-Bündnis. CSU, CDU, FDP und Grünen unterbrachen am frühen Freitagmorgen ihre Gespräche und wollen sie am Mittag fortsetzen. Auch am Samstag soll nach aktuellem Stand noch weiter sondiert werden.

Beim Blick auf Einzelaktien standen im Dax vor allem die Papiere von Fresenius. Sie gaben nach einer frisch ausgesprochenen Verkaufsempfehlung durch die Schweizer Bank UBS um 4,52 Prozent nach. Analyst Ian Douglas-Pennant äußerte sich kritisch zur Infusionstochter Kabi des Medizintechnikkonzerns und rechnet mit wachsendem Konkurrenzdruck. Seit ihrem Rekordhoch knapp über 80 Euro im Juni haben sie nun schon rund 18 Prozent eingebüßt. Aktuell kosten sie damit wieder so viel wie vor einem Jahr.

Die RWE-Aktien setzten ihre Talfahrt der vergangenen Tage fort und verloren weitere 1,85 Prozent. Anleger blieben unverändert skeptisch, sagten Händler und verwiesen auf die unklare Zukunft der Braunkohle sowie einer möglichen Jamaika-Koalition.

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