Baugenehmigung für KI-Rechenzentren im Rheinischen Revier

Bei seinem milliardenschweren Bauvorhaben zu drei Rechenzentren im Rheinischen Revier kommt der US-Technologiekonzern Microsoft voran. Beim symbolischen Spatenstich in Bergheim (NRW) überreichten Kommunalpolitiker Baugenehmigungen für die Standorte Bergheim und Bedburg. Bislang lagen nur Teilgenehmigungen für Erdarbeiten vor, nun kann es richtig losgehen. In Elsdorf ist das Vorhaben bislang nicht so weit.
Microsoft möchte insgesamt 3,2 Milliarden Euro investieren. Der größte Teil davon fließt in die drei Rechenzentren im Rheinischen Revier und ein kleiner Teil nach Hessen. Im Rheinischen Revier sollen bei den Bauarbeiten mehrere Tausend Menschen Arbeit haben. Sind die drei Rechenzentren in einigen Jahren fertig und in Betrieb, sollen dort insgesamt mehrere Hundert Arbeitsplätze entstehen. Die Rechenzentren sollen der Digitalisierung einen Schub gehen und eine optimale Datennutzung durch Industriekonzerne und andere Firmen ermöglichen.
Große Erwartungen an Hyperscaler
"Wir wollen hier langfristig sein", sagte Microsoft-Deutschlandchefin Agnes Heftberger. NRW sei für die Rechenzentren ein idealer Ort, weil dort viele innovative Unternehmen mit großem Datenbedarf seien. Als Beispiele nannte sie Bayer, RWE, Metro und Bertelsmann.
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) kam als Gast und würdigte die Microsoft-Investition als "eine Auszeichnung für unseren Digital-Standort". "Aus einer Region des Umbruchs wird jetzt eine Region des Aufbruchs, das Rheinische Revier wird zu einem der führenden Hightechstandorte Europas", sagte der Bundesminister. "Rechenzentren sind die Fabriken des 21. Jahrhunderts."
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) sprach von einem "starken Signal für erfolgreichen Wandel hin zu einer digitalen und klimafreundlichen Wirtschaft". "Die Hyperscaler-Rechenzentren sind der zentrale Motor auf unserem Weg von der Kohle zur KI", sagte die Grünen-Politikerin. Damit sichere man Wettbewerbsfähigkeit.
Aus dem Investitionstopf von 3,2 Milliarden Euro bezahlt Microsoft auch Schulungsmaßnahmen. Externe Fachleute vom Förderverein für Jugend und Sozialarbeit haben Schulen besucht, um Wissen über Künstliche Intelligenz und andere Digitalentwicklungen zu vermitteln. Ein Transporter fuhr als KI-Mobil zu Schulen, an Marktplätze, zu Volksfesten und zur öffentlichen Verwaltung, um den Menschen dort das Thema der Künstlichen Intelligenz und deren Möglichkeiten näherzubringen - so wurden rund 100.000 Menschen erreicht. Separat dazu absolvierten bereits 25.000 Finanzangestellte und 10.000 Lehrer KI-Kurse, die ebenfalls von Microsoft finanziert wurden.