Mazda feiert 100. Geburtstag - Blick zurück nach vorn

Zurück zu den Wurzeln - das ist bei runden Jubiläen fast schon ein Muss. Mazda Deutschland wählte zum 100. Geburtstag der Marke aus Hiroshima ein fahraktives Format.
| Rudolf Huber/mid
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Mit italienischen Design-Anklängen: der elegant geformte Mazda R130 Luce von 1969.
Mazda 8 Mit italienischen Design-Anklängen: der elegant geformte Mazda R130 Luce von 1969.
Rassige Wankel-Power in Reinkultur: der Mazda RX-7 von 1980.
Mazda 8 Rassige Wankel-Power in Reinkultur: der Mazda RX-7 von 1980.
Gutes Team: der Mazda RX-3 von 1973 und Autotester Rudolf Huber.
Rudolf Huber 8 Gutes Team: der Mazda RX-3 von 1973 und Autotester Rudolf Huber.
Hier ist noch Platz: Auch das stärkere Aggregat aus dem RX-7 füllt den Motorraum des RX-3 nicht aus.
Rudolf Huber 8 Hier ist noch Platz: Auch das stärkere Aggregat aus dem RX-7 füllt den Motorraum des RX-3 nicht aus.
Spartanische Ausstattung: Beim Kaltstart des Mazda 323 ist ein vorsichtiger Umgang mit dem Choke-Hebel ganz links geboten.
Rudolf Huber 8 Spartanische Ausstattung: Beim Kaltstart des Mazda 323 ist ein vorsichtiger Umgang mit dem Choke-Hebel ganz links geboten.
Braver Kompakter: Der 323 aus dem Jahr 1979 stammt vom bestens sortierten Mazda Classic Automobil Museum Frey aus Augsburg.
Mazda 8 Braver Kompakter: Der 323 aus dem Jahr 1979 stammt vom bestens sortierten Mazda Classic Automobil Museum Frey aus Augsburg.
Vier Türen, große Heckklappe: Der 323 ist praktisch und bietet erstaunlich viel Platz.
Rudolf Huber 8 Vier Türen, große Heckklappe: Der 323 ist praktisch und bietet erstaunlich viel Platz.
Alles analog: Der Blick nach oben links ist besonders wichtig - der RX-3 wird im Stand schnell (zu) heiß.
Rudolf Huber 8 Alles analog: Der Blick nach oben links ist besonders wichtig - der RX-3 wird im Stand schnell (zu) heiß.

Augsburg - Der Blick zurück hat oft Überraschendes zu bieten. Vor allem bei Ausfahrten mit historischen Modellen vom legendären Luce über den Cosmo und dem Ur-323 bis hin zu allen Generationen des Erfolgs-Roadsters MX-5. Daas ergibt eine Retrospektive der ganz speziellen Art. Etwa in Form eines ganz besonderen Mazda RX-3. 95 PS soll das 1973er-Modell mit seinem Zweischeiben-Kreiskolbenmotor eigentlich liefern. Und eigentlich soll es ein Vierganggetriebe installiert haben. Stattdessen wartet der putzmuntere Oldtimer im Farbton Medium Teal Blue mit fünf Gängen auf, legt beim Druck aufs Gaspedal los wie ein echter Rennwagen und liefert einen Sound, der Fans historischer Fahrzeuge eine Ganzkörper-Gänsehaut beschert.

Des Rätsels Lösung: Dem historischen Fahrzeug wurde die Antriebstechnik des Mazda RX-7 eingepflanzt, hier in der Version mit 110 HP (Horsepower), was ganz exakt 111,526 PS entspricht. Die haben bei der Zeitreise mit den nur 884 Kilo des Sportcoupés keinerlei Probleme und sorgen für reichlich dynamische Gefühle hinterm dünnen Lenkrad.

Hier ist noch Platz: Auch das stärkere Aggregat aus dem RX-7 füllt den Motorraum des RX-3 nicht aus.
Hier ist noch Platz: Auch das stärkere Aggregat aus dem RX-7 füllt den Motorraum des RX-3 nicht aus. © Rudolf Huber

Mazda: Stets ein Faible für außergewöhnliche technische Lösungen

Was auf den ersten Blick auf den Jubiläums-Fuhrpark klar wird: Mazda hatte und hat immer ein Faible für außergewöhnliche technische Lösungen. Und eines für Autos, die ihren Besitzern kaum Sorgen machen. Rasante Sportmaschinen und brave Alltagsgefährte mit reichlich Platz und guter Ausstattung stehen Seite an Seite. Die Kreiskolben-Technik bescherte dem Hersteller aus Nippon jede Menge Rekorde. Und gerade jetzt schlägt Mazda eine Brücke zu seiner Historie: Die Erfindung von Felix Wankel wird 2021 im ersten E-Auto der Marke, dem RX-30, als Reichweitenverlängerer erneut zum Einsatz kommen. Der Wankel lebt.

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Mazda geht gerne einen eigenen Weg - auch diese Tatsache zieht sich durch 100 Jahre Firmengeschichte. Los ging es zwar nicht automobil, sondern unter dem Namen Toyo Cork Kogyo Co. Ltd. als Hersteller von Kork-Ersatzstoffen. Aber mit dem Mazda-Go, einem Lasten-Dreirad, startete ab 1930 der Weg in Richtung Mobilität, der nach dem Zweiten Weltkrieg so richtig Fahrt aufnahm.

1972: Mazda geht in Deutschland an den Start

1961 unterzeichnete Mazda einen Lizenzvertrag mit NSU zur Produktion des kompakten und leichtgewichtigen Kreiskolben-Motors. Schon im Mai 1967 ging der futuristisch designte Mazda Cosmo Sport 110 S als weltweit erstes Serienfahrzeug mit Zwei-Scheiben-Kreiskolben-Motor an den Start. Und Mazda schaffte es, mehr als eine Million Fahrzeuge mit Wankelmotor zu verkaufen, darunter legendäre Modelle wie die Sportwagen RX-7 und RX-8.

1972 ging Mazda Deutschland an den Start. Mit Modellen wie dem kompakten 323, Vorgänger des heutigen Mazda3, dem Mittelklasse-Bestseller 626 und den flinken Sportwagen mit Kreiskolben-Motoren verschaffte sich die Marke schnell einen treuen Kundenstamm.

Braver Kompakter: Der 323 aus dem Jahr 1979 stammt vom bestens sortierten Mazda Classic Automobil Museum Frey aus Augsburg.
Braver Kompakter: Der 323 aus dem Jahr 1979 stammt vom bestens sortierten Mazda Classic Automobil Museum Frey aus Augsburg. © Mazda

MX-5: Der Kult-Roadster von Mazda

Der 1989 vorgestellte Kult-Roadster MX-5 sorgte für eine neue Nuance in der Wahrnehmung des Herstellers. Und mit dem aktuellen Kodo-Design und der effizienten Skyactive-Technologie, zuletzt repräsentiert durch den Skyactive-X-Motor mit den jeweils besten Eigenschaften von Benzin- und Dieselmotor, katapultierte sich Mazda auch optisch und technologisch weit nach vorne.

Das soll so weitergehen, natürlich mit einer intensiven Elektrifizierung der Antriebspalette, mit einer neuen, großen Plattform, vor allem für weitere SUV-Modelle und mit einer neuen Generation von großvolumigen Benzin- und Dieselmotoren. Mazda hat auch im biblischen Alter von 100 Jahren noch viel vor.

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