Audi Q2 im Test: (K)einer für alle

SUV boomen ohne Ende, speziell in den kompakteren Modellreihen. Mit dem schicken Q2 hat Audi einen spannenden Mitbewerber ins Rennen geschickt.
| Rudolf Huber
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Seiten- und Heckpartie betonen den breiten, robusten Eindruck des in Ingolstadt gebauten Kompakt-SUV.
Audi 3 Seiten- und Heckpartie betonen den breiten, robusten Eindruck des in Ingolstadt gebauten Kompakt-SUV.
Klare Sache: Die Instrumente bis hin zum aufpreispflichtigen virtuellen Cockpit stellen auch Audi-Neulinge nicht vor Probleme.
Audi 3 Klare Sache: Die Instrumente bis hin zum aufpreispflichtigen virtuellen Cockpit stellen auch Audi-Neulinge nicht vor Probleme.
Die ausreichend bemessene Rückbank ist auf Wunsch auch mit einer im Verhältnis 40:20:40 klappbaren Lehne zu haben.
Audi 3 Die ausreichend bemessene Rückbank ist auf Wunsch auch mit einer im Verhältnis 40:20:40 klappbaren Lehne zu haben.

München - Ein wenig haben die Audi-Marketingleute tatsächlich recht: Der Q2 passt wirklich nicht in eine Schublade. Er ist gleichzeitig ein bisschen frech und sehr solide, eher kompakt und trotzdem relativ geräumig, er schwimmt im Premium-Segment mit und ist dennoch preislich nicht abgehoben. Lauter positive Aspekte, die sich beim AZ-Test des Q2 mit Zweiliter-TDI und 150 PS herauskristallisierten.

Die Motorisierung stellt beim Diesel die goldene Mitte dar, also die Lücke zwischen dem 116 PS-Motor mit 1,6 Liter Hubraum und dem 190 PS-Selbstzünder. Souverän, gerade wegen der ideal passenden 7-Gang-S tronic, zieht das gut 1,5 Tonnen schwere Kompakt-SUV aus dem Drehzahlkeller davon, die Maschine bietet im Normalbetrieb immer Reserven für ein fixes Überholmanöver und läuft speziell im meistgenutzten mittleren Drehzahlbereich schön ruhig und kultiviert. Dass letztlich eine Standard-Sprintzeit von 8,1 Sekunden und 211 km/h Spitze drin sind, ist schön, aber letztlich nur eine Marginalie: Der 150 PS-Q2 ist nicht als Rennerle gedacht, sondern als Untersatz für eine komfortable, sichere und trotzdem auch dynamische Art der Fortbewegung.

Die serienmäßige Progressivlenkung, die mit zunehmendem Tempo mehr Krafteinsatz erfordert, passt zu diesem Gesamt-Paket genauso wie das – auf Wunsch – mit elektronisch einstellbaren Dämpfern versehene Fahrwerk. Zudem lassen sich auf Knopfdruck auch die Getriebe- und Motorsteuerung ökonomisch, dynamisch oder individuell programmieren, wie es halt gerade passt. In Sachen Treibstoff-Ökonomie muss sich der 150 PS-TDI jedenfalls auch bei häufiger Ausnutzung der Dynamik-Reserven nicht genieren: Im Schnitt schluckte er knapp sieben Liter, auch mit einem Liter weniger wäre der Q2 noch nicht als Kriecher aufgefallen. Und für Statistik-Freaks: Der Normverbrauch liegt ja nach Bereifung zwischen 4,8 und 5,0 Liter je 100 Kilometer. Eine zusätzliche Annehmlichkeit ist der stets im Hintergrund präsente Allradantrieb, der dann blitzschnell eingreift, wenn er gebraucht wird.

Audi Q2: Zwischen typisch Audi und wilder Hund

In Sachen Design balanciert der Q2 auf dem Grat zwischen typisch Audi und ein  bisschen wilder Hund – und das sehr gekonnt. Die Markenzugehörigkeit ist auf den ersten Blick zu erkennen. Und gleichzeitig brechen eine ganze Reihe von Details den Wiedererkennungswert. Etwa die wie aus dem vollen Blech geschnittenen Einkerbungen an den Seiten. Oder die auffallenden Kühlerlamellen und die betonten Lüftungsöffnungen unter dem vorderen Nummernschild. Irgendwie ist das ziemlich cool, aber nicht so, dass es gewollt oder aufgesetzt aussieht. Und Geschmacks-kompatibel ist es sowohl mit der angestrebten jungen Käuferschicht, als auch mit Bestagern, denen trotz nur gut 14 Zentimetern Bodenfreiheit und des nicht sonderlich hoch wirkenden Aufbaus das leichte Aus- und Einsteigen besonders gefällt.

Innendrin ist alles Audi pur mit einem Schuss jugendlicher Frische und einem sehr hohen Individualisierungsgrad. Etwa dank der von hinten durchleuchteten Ambiente-Beleuchtung, den unterschiedlichsten Designs und Dekoren oder der Wahl zwischen normalem oder volldigitalem Cockpit. Wobei letzteres auch wegen der zwischen Tacho und Drehzahlmesser angezeigten Navi-Karte eindeutig die informativere Wahl ist. Diverse Vernetzungs-, Infotainment- und Sicherheitszutaten sind im kleine Audi-SUV ebenso teils grundsätzlich, teils gegen Aufpreis zu haben, da geben sich die Ingolstädter natürlich keine Blöße.

"Preislich nicht abgehoben" hieß es zum Einstieg. Das bedeutet konkret, dass Q2-Fahren mit dem kleinsten Benziner bei 23 400 Euro beginnt. Der 150 PS-TDI startet bei 32 650 Euro, wobei das Doppelkupplungsgetriebe und der Quattro-Antrieb serienmäßig sind.

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