Innovationslabor Wavelab: Kunst trifft Idee

Das Wavelab der Hochschule für Musik und Theater sucht innovative und unternehmerische Ideen von Studierenden.
| Marco Frei
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Klassik neu vermarkten und zum Hörer bringen, ist eines der Ziele des Wavelabs, hier mit Corbinian Bubenzer am Cello.
Klassik neu vermarkten und zum Hörer bringen, ist eines der Ziele des Wavelabs, hier mit Corbinian Bubenzer am Cello. © Sascha Gogl

München - Manche Initiativen sind aus der Rückschau betrachtet dringlicher als gedacht. In der gegenwärtigen Situation wirken sie geradezu erschreckend aktuell. Das gilt auch für das "Wavelab" der Hochschule für Musik und Theater in München.

Als zu Beginn des Jahres Pläne entwickelt wurden, war vom Coronavirus noch keine Rede. Jetzt fällt der Startschuss, und angesichts der Pandemie könnte der Zeitpunkt nicht besser sein.

Junge Geschäftsideen der Kultur- und Kreativwirtschaft werden unterstützt 

Denn hinter dem Wavelab verbirgt sich ein "Innovationslabor und Gründungszentrum", das am hauseigenen "Institut für Kulturmanagement und Medien" initiiert und entwickelt wurde. Es setzt an der Schnittstelle zwischen Musik, Kunst, Medien und neuen Technologien an. Damit sollen künftig interdisziplinäre, zukunftsweisende, junge Geschäftsideen der Kultur- und Kreativwirtschaft begleitet und unterstützt werden.

Somit kommt das Wavelab tatsächlich zur richtigen Zeit, denn: "Kunst und Kultur werden nach der Corona-Krise neu entstehen", folgerte Hochschulpräsident Bernd Redmann auf einer virtuellen Pressekonferenz zum "Wavelab".

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Auch in der Ausbildung werde, so Redmann weiter, ein "Vertrauen in die Kontinuität des Kulturbetriebs" nicht ausreichen. Genau hier setzt das Wavelab an. In Deutschland ist dieses Angebot einzigartig.

Fragestellung: Wie viel Kommerz verträgt die Kunst?

Während nämlich an Universitäten und wissenschaftlichen Hochschulen das Unternehmertum längt Realität ist, tut sich der künstlerische Ausbildungsbereich hier noch immer schwer damit.

An der Musikhochschule in Zürich gibt es hingegen bereits ein vergleichbares Zentrum. Wie viel Kommerz verträgt die Kunst? Droht der merkantile Zweck von Kultur die künstlerische Freiheit auszuhöhlen?

Angesichts der Auswirkungen, die die Corona-Pandemie schon jetzt für die Kunst und Kultur hat, ist dieses Misstrauen allerdings ein Luxus-Problem. Für Maurice Lausberg, Leiter des Instituts für Kulturmanagement und Medien an der Hochschule sowie Initiator des Wavelabs, ist das neue Gründungszentrum ein "Ökosystem".

Es soll eine Vernetzung und den Austausch in der Kunst- und Kulturlandschaft ermöglichen und fördern. Im Zentrum stehen Gründerideen aus Musik, Bildender und Darstellender Kunst sowie Film und Rundfunk, die mit neuen Technologien arbeiten.

"Wavelab" in München: Große Spielwiese

Ob "Virtual und Augmented Reality", "Machine Learning" und "Künstliche Intelligenz", "Data Sciences" oder "Internet of Things": Die Spielwiese ist genauso groß wie die Potenziale.

Hierzu setzt das Wavelab an drei Stellen an. So gibt es ein "Incubator"-Programm für "Startups", das erste Schritte unterstützt. Als "Incubatoren" mischen bereits etablierte Teams mit sowie Kooperationspartner aus der Kunst-, Kultur- und Technologie-Branche.

Ein breites Angebot an Veranstaltungen soll dies ergänzen, und schließlich ist derzeit ein umfassendes Netzwerk im Aufbau. Langfristig ist eine internationale Ausrichtung mit globalem Netzwerk geplant.

Jetzt aber sind zunächst Studierende und Absolventen der genannten Bereiche aus ganz Deutschland angesprochen. Sie können sich ab sofort mit Ideen an das Wavelab wenden für das "Incubator"-Programm, das im Februar 2021 beginnen soll.


Anregungen und Anmeldung unter www.wavelab.io

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