Dirty Harry kommentiert Gottschalks Rausschmiss

Gottschalk und Harald Schmidt haben etwas gemeinsam: Beide wurden von ihren Sendern gefeuert. In seiner Show kommentiert "Dirty Harry" die Entscheidung der ARD.
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"Die Harald Schmidt Show" wurde vor wenigen Wochen bei Sat.1 abgesägt, jetzt hat die ARD "Gottschalk live" aus dem Programm geworfen. In der Bilderstrecke lesen Sie den Wortlaut von Harald Schmidts Monolog über das Aus für Thommys Vorabendsendung.
dpa 9 "Die Harald Schmidt Show" wurde vor wenigen Wochen bei Sat.1 abgesägt, jetzt hat die ARD "Gottschalk live" aus dem Programm geworfen. In der Bilderstrecke lesen Sie den Wortlaut von Harald Schmidts Monolog über das Aus für Thommys Vorabendsendung.
"Ich selber weiß gar nicht, ob ich emotional in der Lage bin, heute aufzutreten, denn vor wenigen Stunden: eine schockierende Nachricht! Mein lieber Freund Thommy Gottschalk: Aus in der ARD, gefeuert!"
AZ-Screenshot 9 "Ich selber weiß gar nicht, ob ich emotional in der Lage bin, heute aufzutreten, denn vor wenigen Stunden: eine schockierende Nachricht! Mein lieber Freund Thommy Gottschalk: Aus in der ARD, gefeuert!"
"Ich bin froh, dass ich es vor sieben Stunden schon erfahren habe. Ich wollte mich vor Ihnen nicht mit diesen verheulten Augen zeigen."
Sat.1/AZ-Screenshot 9 "Ich bin froh, dass ich es vor sieben Stunden schon erfahren habe. Ich wollte mich vor Ihnen nicht mit diesen verheulten Augen zeigen."
"Am 7. Juni ist die letzte Sendung. Dieser verdammte Quotendruck bei den Öffentlich-Rechtlichen!"
Sat.1/AZ-Screenshot 9 "Am 7. Juni ist die letzte Sendung. Dieser verdammte Quotendruck bei den Öffentlich-Rechtlichen!"
"Am 7. Juni ist die letzte Sendung, das ist glaube ich Fronleichnam. Es ist so: Da wird Tommy noch einmal durch Berlin getragen. Ja: Berlin ist schockiert. Im Borchardt hängen die Schnitzel auf Halbmast. Wirklich!"
Sat.1/AZ-Screenshot 9 "Am 7. Juni ist die letzte Sendung, das ist glaube ich Fronleichnam. Es ist so: Da wird Tommy noch einmal durch Berlin getragen. Ja: Berlin ist schockiert. Im Borchardt hängen die Schnitzel auf Halbmast. Wirklich!"
"Und ich glaube, ich habe die Show immer gern gesehen. Das muss fürchterlich sein, wenn einem ein Sender sagt: Es ist vorbei. Oder? Hoffentlich muss ich das nicht erleben. Toitoitoi."
Sat.1/AZ-Screenshot 9 "Und ich glaube, ich habe die Show immer gern gesehen. Das muss fürchterlich sein, wenn einem ein Sender sagt: Es ist vorbei. Oder? Hoffentlich muss ich das nicht erleben. Toitoitoi."
"Ich glaube, was bei Tommy falsch war, war der Sendeplatz. Oder? 19.20 Uhr in der ARD: Das kann nicht funktionieren. Wo die Show hätte funktionieren können, wäre Viertel nach 11 bei Sat.1 gewesen, glaube ich."
AZ-Screenshot 9 "Ich glaube, was bei Tommy falsch war, war der Sendeplatz. Oder? 19.20 Uhr in der ARD: Das kann nicht funktionieren. Wo die Show hätte funktionieren können, wäre Viertel nach 11 bei Sat.1 gewesen, glaube ich."
"Da sind einfach die wach, die dann sowas gerne sehen wollen: Unterhaltung, wo man so ein bisschen redet; ein paar Scherze, aber liebevolle."
Sat.1/AZ-Screenshot 9 "Da sind einfach die wach, die dann sowas gerne sehen wollen: Unterhaltung, wo man so ein bisschen redet; ein paar Scherze, aber liebevolle."
"Jetzt, das heißt es immer in solchen Fällen, überlegen die ARD und Thommy gemeinsam, was man in Zukunft macht.  Ich könnte mir ja vorstellen, dass er vielleicht eine Talkshow kriegt, am späten Abend."
Sat.1/AZ-Screenshot 9 "Jetzt, das heißt es immer in solchen Fällen, überlegen die ARD und Thommy gemeinsam, was man in Zukunft macht. Ich könnte mir ja vorstellen, dass er vielleicht eine Talkshow kriegt, am späten Abend."

Thomas Gottschalk und Harald Schmidt haben etwas gemeinsam: Beide wurden von ihren Sendern gefeuert. In seiner Show hat "Dirty Harry" die Programmentscheidung der ARD kommentiert.

Köln - Seine Sendung am Mittwoch hat Harald Schmidt mit frechen Sprüchen zum Ende von eröffnet. "Ich bin froh, dass ich es vor sieben Stunden schon erfahren habe," stellte Schmidt fest. "Ich wollte mich vor Ihnen nicht mit diesen verheulten Augen zeigen."

Vor weniger als einen Monat hatte Sat.1 bekannt gegeben, dass "Die Harald Schmidt Show" nicht fortgesetzt würde. "Ich habe meinen Sender rausgeschmissen," witzelte der Entertainer damals. Auch am Mittwochabend erinnerte er daran: "Das  muss fürchterlich sein, wenn einem ein Sender sagt: Es ist vorbei. Oder? Hoffentlich muss ich das nicht erleben, toi, toi, toi."

Zum Rauswurf von Thomas Gottschalk lästerte Schmidt über "diesen verdammten Quotendruck bei den Öffentlich-Rechtlichen."

Auch zum Termin der letzten Ausgabe von "Gottschalk live" fiel ihm ein Spruch ein: "Am 7. Juni ist die letzte Sendung. Das ist, glaube ich, Fronleichnam. Da wird Thommy noch einmal durch Berlin getragen. Berlin ist schockiert. Im Borchardt hängen die Schnitzel auf Halbmast." Das Borchardt ist ein Promi-Restaurant in Berlin-Mitte.

Anschließend gab sich Harald Schmidt geradezu konstruktiv. Schuld an Gottschalks schlechten Quoten sei der Sendeplatz gewesen. Schmidts Vorschlag: "Wo die Show hätte funktionieren können, wäre Viertel nach 11 bei Sat.1 gewesen, glaube ich. Da sind einfach die wach, die so etwas gerne sehen wollen: Unterhaltung, wo man so ein bisschen redet; ein paar Scherze, aber liebevolle."

Was geschieht als nächstes? Die Antwort würden ARD und Gottschalk gemeinsam überlegen, so Harald Schmidt. "Ich könnte mir ja vorstellen, dass er vielleicht eine Talkshow kriegt, am späten Abend."

Im Anschluss empfing Harald Schmidt die Schauspielerin Judith Richter von der Sat.1-Show "Ladykracher". Witzig: Nur wenige Stunden zuvor hatte Gottschalk in seiner Sendung mit Anke Engelke die Protagonistin derselben Sendung zu Gast.

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