Kommentar

Corona-Hilfen für Kulturschaffende: Nicht nur Almosen

Die Corona-Hilfen für Freiberufler müssen fortgesetzt werden. Ein Kommentar von AZ-Kulturredakteur Robert Braunmüller.
| Robert Braunmüller
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Ende September läuft die staatliche Künstler-Soforthilfe von maximal 1.000 Euro für drei Monate in Bayern aus. Es gibt zwar durchaus Signale für eine Verlängerung, aber genauso gut kann es auch sein, dass der Staat die freischaffenden Künstler doppelt hängen lässt: mit dem Verweis auf die Grundsicherung und starren Obergrenzen bei den Besucherzahlen, die es Veranstaltern und freischaffenen Künstlern unmöglich macht, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.

Statt der Nettigkeits-Geste von maximal 1.000 Euro für drei Monate sollte - wie in Baden-Württemberg - mindestens das Existenzminimum von 1.180 Euro ausbezahlt werden. Bühnen- und Tontechniker und andere in diesem Bereich teilweise prekär und nebenberuflich beschäftigte bräuchten die gleiche Hilfe. Markus Söder hat das übrigens sogar einmal per Tweet und Rede versprochen, umgesetzt wurde es nie.

Die Landtags-Opposition aus Grünen, SPD und FDP hat das Problem erkannt. Den beiden Regierungsparteien bleiben noch ein paar Tage, um es zu verstehen.

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