Abschied von Dirigent Kent Nagano aus München?

Die Spekulationen über einen Abschied von US-Dirigent Kent Nagano aus München im Jahr 2013 reißen nicht ab. Hintergrund der Gerüchte ist ein angebliches Zerwürfnis mit Nikolaus Bachler, dem Intendanten der Staatsoper.
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US-Dirigent Kent Nagano
az US-Dirigent Kent Nagano

MÜNCHEN - Die Spekulationen über einen Abschied von US-Dirigent Kent Nagano aus München im Jahr 2013 reißen nicht ab. Hintergrund der Gerüchte ist ein angebliches Zerwürfnis mit Nikolaus Bachler, dem Intendanten der Staatsoper.

Die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe) berichtete, Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) habe sich bereits dazu entschlossen, Naganos bis 2013 laufenden Vertrag als Generalmusikdirektor (GMD) der Bayerischen Staatsoper nicht zu verlängern. Nagano ist seit 2006 GMD des renommierten Opernhauses und leitet auch das Orchestre symphonique de Montreal.

Hintergrund der Gerüchte ist ein angebliches Zerwürfnis mit Nikolaus Bachler, dem Intendanten der Staatsoper. Eine offizielle Bestätigung dafür war am Freitag weder von der Staatsoper noch von Heubisch selbst zu erhalten. Die „SZ“ selbst nannte keine Quellen für ihren groß aufgemachten Bericht auf der ersten Seite des Feuilletons. Aus Kreisen des Orchesters hieß es, man sei von dem Bericht selbst überrascht gewesen.

Laut „SZ“ soll Nagano bereits einen Anruf des Ministers erhalten haben. Angeblich soll Heubisch dem Dirigenten, der seit vier Jahren in München Erfolge feiert und zum Publikumsliebling avanciert ist, anheimgestellt haben, seinen Abschied selbst zu verkünden. In einem Interview sagte der Minister, er werde sich „zu diesem Zeitpunkt nicht einmal ansatzweise“ zu den Spekulationen äußern.

Die drei Verträge des Intendanten, des Generalmusikdirektors und des Ballettdirektors liefen 2013 gleichzeitig aus, sagte der FDP-Politiker. „In der Regel beschäftigt man sich mit der Verlängerung etwa zwei Jahre vor Ablauf der Verträge.“ Das stehe im Herbst an.

Nagano war noch vom früheren bayerischen Kunstminister Hans Zehetmair (CSU) zusammen mit dem früheren Intendanten der Dresdner Semperoper, Christoph Albrecht, an die Staatsoper geholt worden. Albrechts Vertrag wurde dann von Zehetmairs Nachfolger Thomas Goppel (CSU) wieder rückgängig gemacht, der Bachler, damals noch Chef des Wiener Burgtheaters, verpflichtete.

ddp

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