Zwei Fragezeichen gibt's noch Aufstellung: Mit dieser Elf startet der FC Bayern in Liverpool

Zwei Positionen sind noch unklar - wer spielt gegen Liverpool im Tor und in der Innenverteidigung des FC Bayern? Noch hat Trainer Niko Kovac einige Tage Zeit, sich zu entscheiden. Foto: imago/ActionPictures

Der Bayern-Coach hat seine Startelf für das Hinspiel in Liverpool gefunden. Es gibt nur noch zwei kleine Fragezeichen. Die AZ erklärt, wer beim FC Bayern dabei ist – und wer nicht.

 

München - Der Countdown läuft. Nur noch eine Woche ist es bis zum Hinspiel des FC Bayern in der Champions League am kommenden Dienstag (21 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) beim FC Liverpool.

Für die Bayern steht noch die Ligapartie am Freitag (20.30 Uhr, Eurosport und im AZ-Liveticker) beim FC Augsburg vor dem Königsklassen-Kracher an. Die Vorbereitung dafür läuft - trotz aller gegenteiliger Behauptungen der Münchner - freilich schon seit Wochen. Trainer Niko Kovac arbeitet mit seiner Mannschaft seit Jahresbeginn genau darauf hin. Keine Frage, dass bei dieser wichtigen Partie jeder einzelne seiner Profis unbedingt dabei sein will.

"Wir haben viel über die Atmosphäre im Stadion gehört", sagte Bayern-Kapitän Manuel Neuer bei ESPN und schwärmte über die Heimstätte der Reds an der Anfield Road: "Alle, die Fußball schauen, wissen, dass es speziell ist."

Kovac hat seine Startelf für Liverpool längst gefunden. Darin gibt es eigentlich nur noch zwei kleine Fragezeichen. Die AZ erklärt Kovacs Königsklässler:

Tor

Auf dieser Position hat Kovac noch die größte Baustelle. Neuer verpasste die drei letzten Pflichtspiele aufgrund einer Daumenverletzung, Ersatzmann Sven Ulreich vertrat ihn gut. Ein Champions-League-Achtelfinale und noch dazu beim FC Liverpool wäre aber noch einmal eine ganz andere Herausforderung.

"Wir sind alle positiv. Ich denke, ich werde zwischen den Pfosten stehen", sagte Neuer. "Mir geht es gut, es ist nicht so schlecht. Wenn im Training alles passt, dann werde ich spielen." Auch für den 32 Jahre alten Weltmeister wäre es übrigens seine erste Partie an der Anfield Road. Neuer erwartet gegen Liverpool "zwei Endspiele. Hoffentlich wird es eine großartige Nacht für uns." Ob er rechtzeitig fit wird, ist allerdings genauso offen wie ein möglicher Einsatz bei der Generalprobe am Freitag in Augsburg.

Abwehr

Drei der vier Positionen sind vergeben. Die beiden Außenverteidiger David Alaba und Joshua Kimmich sind ohnehin aktuell alternativlos. Und Innenverteidiger Niklas Süle erklärte Kovac zum Beginn der Rückrunde zu seinem neuen Abwehrchef und sagte: "Er ist Stammspieler vor den anderen beiden."

Daran ändert auch die schöpferische Pause, die er Süle gegen Schalke gab, nichts. Um den Platz neben ihm kämpfen Jérôme Boateng und Mats Hummels. Gegen die Königsblauen durften sie gemeinsam vorspielen. Boateng stand allerdings erstmals in diesem Jahr in der Startelf. Obwohl sich Hummels zuletzt im Pokalachtelfinale in Berlin (3:2 n.V.) mal wieder einen Patzer erlaubte, der zum Gegentor und der dann notwendigen Verlängerung führte, hat er aktuell weiter leichte Vorteile bei Kovac. Wer der beiden gegen Augsburg spielen wird, darf dann wohl auch in Liverpool von Beginn an ran.

Zentrales Mittelfeld

Auch hier hat sich Kovac bereits auf ein Trio festgelegt. Thiago zog er etwas zurück und vertraut dem Spanier auf der Sechs als Spielgestalter und Abräumer im defensiven Zentrum. Triple-Held Javi Martínez kommt dort so gut wie nicht mehr zum Zug. Genauso wenig wie Renato Sanches.

Mit vier Treffern in den ersten drei Pflichtspielen 2019 hat sich Leon Goretzka momentan nahezu unverzichtbar gemacht. Der Nationalspieler, der im Sommer nach München wechselte, ist endgültig beim FC Bayern angekommen. Zuletzt bremste Kovac Goretzkas Offensivdrang aber wieder ein wenig ein und zog den 24-Jährigen etwas zurück.

Denn auf der Zehn überzeugt aktuell endlich auch ein anderer: James Rodríguez. In der Hinrunde war der Kolumbianer, der auch noch von einem Außenbandriss im Knie gestoppt wurde, Bayerns größtes Sorgenkind. Das Verhältnis zu Kovac gilt nicht als das beste. In den vergangenen drei Spielen stand er aber in der Startelf – und überzeugte. "Der Ball ist bei ihm wie in einem Safe eingesperrt", schwärmte Teamkollege David Alaba: "James ist ein überragender Spieler." Und Sportdirektor Hasan Salihamidzic fand: "Er hat den Spielen seinen Stempel aufgedrückt." James sagte: "Ich habe große Lust auf die Spiele gegen Liverpool."

Vizekapitän Thomas Müller ist dagegen momentan außen vor – in der Champions League ohnehin, weil er beide Liverpool-Spiele aufgrund seiner Rot-Sperre verpassen wird.

Angriff

Im Sturmzentrum führt kein Weg an Robert Lewandowski, am Wochenende gegen Schalke Kapitän, vorbei. Für den 30-Jährigen sind die Duelle mit Liverpool die nächste Chance, zu zeigen, dass er auch in den entscheidenden Spielen der Champions League den Unterschied ausmachen kann. Diesen Beweis ist er bei Bayern bislang schuldig geblieben.

Auf den Außenbahnen setzt Kovac mit Kingsley Coman (22) und Serge Gnabry (23) auf viel Geschwindigkeit. Beide sind gut in die Rückrunde gestartet. Coman erzielte den Siegtreffer in Berlin, Gnabry zuletzt drei Tore in zwei Spielen (zwei gegen Hertha, eins gegen Schalke).

Arjen Robben, 35, fällt aufgrund von Oberschenkelproblemen dagegen schon seit Ende November aus. Franck Ribéry, 35, ist nach seinem Muskelbündelriss wieder fit, kommt an den beiden Jungspunden derzeit aber nicht vorbei.


Zwei Positionen sind in der Bayern-Elf noch vakant: Die des Torwarts – und der Platz in der Innenverteidigung neben Süle. Außen verteidigen Kimmich und Alaba, Goretzka und Thiago bilden die Doppelsechs. Auf den Flügeln stürmen Gnabry und Coman, in der Mitte Lewandowski. Dahinter spielt James. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.) Foto: AZ-Montage

 

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