Youngster beim FCB Kimmich, Süle, Rudy: Das Hoffnungs-Trio

Niklas Süle (l.), Joshua Kimmich (Mitte, von hinten) und Sebastian Rudy (r.) beim DFB-Training für den Confed-Cup. Foto: imago/Schüler

Joshua Kimmich, Niklas Süle und Sebastian Rudy starten nach dem Sieg beim Confed Cup mit viel Selbstvertrauen in die Bayern-Saison. "Fühlt sich hier richtig gut an".

 

München - Sebastian Rudy und Niklas Süle nahmen sich Zeit. Viel Zeit. Die beiden Neuen beim FC Bayern standen auch eine Stunde nach Spielende noch am Kabinenausgang der Allianz Arena, berichteten ausführlich über das 0:2 gegen den SSC Neapel, ihr Bayern-Debüt und die Ziele für die neue Saison. Rudys und Süles Plan: Profil schärfen nach dem Wechsel aus dem beschaulichen Hoffenheim ins nicht immer ganz so ruhige München. "Ich will mich hier durchsetzen", sagte etwa der 21-jährige Süle.

Rudy (27) meinte, angesprochen auf die Nachfolge von Xabi Alonso: "Klar kann ich die Position spielen." Frisch, frech, sympathisch! Und sofort wichtig. Denn nach der verpatzten Vorbereitung könnten Rudy und Süle direkt eine bedeutende Rolle in Carlo Ancelottis Team übernehmen. Ebenso wie Joshua Kimmich, der ja gemeinsam mit den Neuzugängen den Confed Cup gewonnen hat. Die AZ erklärt Bayerns Hoffnungs-Trio.

Joshua Kimmich: Der neue Rechtsverteidiger durfte gegen Neapel erstmals als Kapitän aufs Feld – und nicht der acht Jahre ältere Arturo Vidal. "Es hat mich gefreut, dass der Trainer mir das Vertrauen geschenkt hat", sagte Kimmich. Offenbar folgt Ancelotti der Vorgabe seiner Bosse, den Nationalspieler endlich zu einer unverzichtbaren Größe seiner Mannschaft zu machen. Dass Kimmich jede Voraussetzung dafür mitbringt, zeigte er beim Confed Cup als einer der wichtigsten Leader.

Sein gesteigertes Selbstvertrauen ist deutlich zu spüren. "Wenn man die Ergebnisse sieht, war die Vorbereitung nicht befriedigend", sprach der 22-Jährige nach dem Audi Cup Klartext: "Für uns als FC Bayern ist das natürlich alles andere als zufriedenstellend. Bis zum Supercup müssen wir das abstellen." So spricht ein Anführer.

Niklas Süle: Angst vor der starken Konkurenz? Kennt der Innenverteidiger nicht. "Ich bin 21, habe aber schon viel Erfahrung", erklärte Süle auf AZ-Nachfrage: "Ich habe den Schritt zu Bayern bewusst gemacht. Ich will den Jungs Druck machen." Die Jungs – das sind immerhin Jérôme Boateng, Mats Hummels und Javi Martínez. Doch Süle glaubt an sich. Kann er ja auch. Seine Zweikampfstärke und sein guter Spielaufbau werden den Bayern helfen.

"Es hat sich richtig gut angefühlt, hier das erste Mal für die Bayern in der Allianz Arena auflaufen zu dürfen", berichtete der 1,94-Meter-Koloss, der als Burger-Fan bekannt ist. Die Qualität im Training sei "unglaublich", so Süle weiter: "In Hoffenheim gab es auch Tage, an denen du dir dachtest: ‘Heute passt mir das Wetter nicht’. Aber das geht hier einfach nicht und bringt dich deshalb auch weiter."

Sebastian Rudy: Der oft Unterschätzte gefiel bei seinem Bayern-Debüt als Stratege vor der Abwehr. In der Alonso-Rolle also. "Ich kann meine Qualitäten auf der Sechs am besten einbringen", sagte Rudy hinterher. 93 Prozent seiner Pässe kamen gegen Neapel an, er hatte die meisten Ballaktionen, fünf Tacklings gelangen ihm. Schon beim Confed Cup gefiel Rudy als zentraler Spielgestalter, Ancelotti bewertete Rudys Leistungen bei dem Turnier in Russland als "sehr gut".

Rudy könnte dank seiner Ruhe am Ball und seiner Übersicht wichtig werden, gerade in dieser schwierigen Phase zu Saisonbeginn. "Wir haben jetzt ein paar Spiele verloren, wir müssen schauen, dass wir es viel besser machen", analysierte er nach der Neapel-Pleite. "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass wir das Spiel gegen Dortmund positiv gestalten." Mit Rudy in der Startelf?

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