WM-Quali gegen Nordirland 2:0-Sieg für DFB-Team: Deutschland on fire!

Nicht zu stoppen! Das DFB-Team feiert den Treffer von Julian Draxler zum zwischenzeitlichen 1:0. Foto: GES/Augenklick

Drittes Spiel, dritter Sieg: Die DFB-Truppe setzt sich in der Qualifikation für die WM 2018 auch gegen Nordirland mit 2:0 durch. Julian Draxler und Sami Khedira treffen. „Wir haben das gut gemacht.“

 

München - Wie war das? „Will Grigg’s on fire“? Von wegen! In Anlehnung an den Titel des Hits um den nordirischen Kultstürmer, der für die Länderspiele wegen der Geburt seines Kindes abgesagt hatte, ist eigentlich nur Deutschland on fire. Zumindest ein bisschen. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw besiegt die tapferen Nordiren in der Gruppe C der Qualifikation für die WM 2018 klar mit 2:0. „Wir haben sehr aggressiv gespielt, haben dem Gegner gar nicht den Raum gegeben, haben das gut gemacht“, sagte Sami Khedira, „mein Tor ist mir nicht wichtig, sondern nur, dass ich der Mannschaft mit meiner Präsenz helfen kann.“

Der Bundes-Jogi hat gleich zu Beginn eine Überraschung parat: seine Aufstellung. Entgegen seiner Ankündigung, die Startelf zum Tschechien-Spiel, das die DFB-Truppe souverän mit 3:0 gewonnen hatte, zu verändern und etwa auf Ilkay Gündogan zu setzen, lässt Löw alles beim Alten. Frei nach dem Motto „Never change a winning team“ (verändere nie ein Siegerteam) geht’s im Dauerregen von Hannover los. Dem Ort, an dem vor fast genau einem Jahr das Testländerspiel gegen die Niederlande aufgrund einer terroristischen Gefährdungslage kurz vor Anpfiff abgesagt worden war. An diesem 11. Oktober steht zum Glück nur der Sport im Mittelpunkt. Und damit das Kräftemessen mit den Nordiren. Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann, der nun bei RTL als Experte arbeitet, sagt vor der Partie: „Das wird ein Riegel. Man wird sehen, ob wir die Nordiren knacken können.“

DFB-Team dominiert von Beginn an gegen Nordirland

Die Deutschen als Riegelknacker. Anders als noch bei der EM in Frankreich, als sich die DFB-Truppe sichtlich schwertat und letztlich nur durch den abgefälschten Schuss von Mario Gomez 1:0 gewann, dominieren die Deutschen von Anfang an. In der vierten Minute tankt sich Thomas Müller durch, Mario Götze steigt zum Kopfball hoch, doch Nordirlands Keeper Michael McGovern lässt sich nicht überwinden. Noch nicht. In der 13. Minute ist er machtlos. Wolfsburgs Julian Draxler zieht aus 17 Metern ab, der Ball wird lang und länger. Und zappelt dann im Netz. Das 1:0!

Die glücksbringende 13. Schon gegen Tschechien hatten die Deutschen in dieser Minute den Torreigen eröffnet. Die Jubelgesänge sind noch nicht verklungen, da schwellen sie wieder an. Ecke Mesut Özil, Mats Hummels verlängert per Kopf, Sami Khedira knickt ein – 2:0! Den nordirischen Fans, die vor der Partie noch „Wir sind nicht Brasilien, wir sind Nordirland“ gesungen haben und so sagen wollten, dass es kein Schützenfest wie beim 7:1 der Deutschen bei der WM 2014 gegen Brasilien geben würde, verschlägt es Sprache und Gesang gleichermaßen. In der 38. Minute wieder Jubel, Götze drückt den Ball über die Linie, doch der Linienrichter winkt ab, der Ball war – ganz knapp – vor der Flanke von Thomas Müller schon im Tor-Aus.

Deutschland kann fast die Tickets für Russland buchen

Alles bestens? Das doch nicht. Im Spiel nach hinten offenbaren die Deutschen, insbesondere Jérôme Boateng, Schwächen, des Öfteren tauchen die Nordiren vor Manuel Neuers Tor auf, aber ohne besonders gefährlich zu sein. Nach der Pause das gleiche Bild, Deutschland dominiert nach Belieben, doch Zählbares kommt dabei nicht mehr heraus!

Drei Spiele, drei Siege. Die Deutschen können schon fast ins Reisebüro gehen und die Tickets für Russland buchen. Deutschland on fire eben!

 

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