Wiesn Drei Security-Mitarbeiter vom Löwenbräuzelt angeklagt

Drei Security-Mitarbeiter vom Löwenbräuzelt auf der Angklagebank. Foto: th

Auf dem Oktoberfest sollen die Wachmänner vor dem Löwenbräuzelt einen Gast (38) verprügelt haben. Aus Mangel an Beweisen wurden sie freigesprochen.

 

München - Für drei Security-Mitarbeiter hat die Wiesn 2012 jetzt ein Nachspiel vor dem Münchner Amtsgericht. Der Vorwurf: gefährliche Körperverletzung gegen ein Besucher-Paar. Die Angeklagten (28, 23 und 50) lösen allein durch ihre Erscheinung Respekt aus.

Einer von ihnen ist fast zwei Meter groß und hat Arme wie andere Menschen Oberschenkel. Über ihre Anwälte werden die Vorwürfe bestritten. Es ist der 23. September 2012 gegen 14 Uhr. Angeblich soll Marcel D. (38, Namen geändert) einer Kellnerin gedroht haben.

Darauf habe die Security eingegriffen. Laut Anklage sollen die drei Security-Mitarbeiter Marcel D. im Polizeigriff abgeführt und vor dem Löwenbräu-Zelt gemeinsam verprügelt haben, als er bereits am Boden gelegen habe. Marcel D. bestätigt zwar den Vorfall.

Aber ob es die drei Männer auf der Anklagebank gewesen sind, das könne er heute nicht mehr genau sagen. Ein anderer Zeuge ist sich auch nicht sicher: „In Uniform sehen sie alle gleich aus.“ Die Lebensgefährtin von Marcel D., Anke B. (35), sagt vor Gericht: „Mich haben sie auch brutal aus dem Zelt gebracht.

Vor dem Zelt lag Marcel am Boden. Der Herr in der Mitte (sie meint: auf der Anklagebank, d. Red.) kniete auf seiner Brust.“ Auf die Frage der Richterin, ob sie gesehen habe, dass dieser Mann zugeschlagen habe, meinte die Zeugin: „Hundertprozentig kann ich das nicht mehr sagen.“ Nach dieser Aussage bittet die Richterin Anwälte und Staatsanwalt zum Gespräch. Danach steht fest: Freispruch für die Angeklagten.

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