Wiesn-Absage wegen Corona? Virologe Kekulé: Oktoberfest 2020 ist "ausgeschlossen"!

Virologe Alexander Kekulé geht nicht davon aus, dass die Wiesn dieses Jahr stattfinden kann. Foto: Felix Hörhager/dpa, imago/Müller-Stauffenberg, AZ-Montage

Wird die Wiesn dieses Jahr wegen des Coronavirus' abgesagt? Noch ist die Situation unklar, eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Für den renommierten Virologen Alexander Kekulé ist es jedoch ausgeschlossen, dass das Oktoberfest 2020 in München stattfinden kann.

 

München - Diese Einschätzung macht nur wenig Hoffnung: Dem Virologen Alexander Kekulé zufolge kann die Wiesn dieses Jahr nicht stattfinden!

"Ich glaube, ein Oktoberfest 2020 in München – da würde ich klar sagen, 'Nein!'. Das ist ausgeschlossen, dass man so eine Veranstaltung macht", sagte der Mediziner am Dienstag bei "Bild". Und weiter: "Das ist ja auch schon im September. Die Planungen laufen lange vorher, da muss man ja schon Monate vorher in die Planungen gehen, wahrscheinlich laufen die jetzt schon. Also das ist aus meiner Sicht ausgeschlossen. (…) Das würde ich jedem Politiker, der mich fragen würde, ob man das machen soll, mit 'Nein' beantworten."

Allgemein glaubt Kekulé nicht daran, dass Großveranstaltungen wie das Oktoberfest in diesem Jahr überhaupt noch stattfinden können. "Großveranstaltungen – da würde ich jetzt mal sagen, dass wir wahnsinniges Glück haben, wenn wir das jemals in diesem Jahr noch mal machen würden." Er glaube, dass die Regierung die "Ebene Großveranstaltung" bis mindestens Ende des Jahres runterfahren müsse.

Wiesn-Entscheidung spätestens im Juni

Ganz so entschieden festlegen will sich die Stadt da freilich noch nicht – eine endgültige Entscheidung, ob die Wiesn stattfinden kann, steht noch aus und soll zum spätestmöglichen Zeitpunkt erfolgen.

Das haben OB Dieter Reiter (SPD) und Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) zuletzt immer wieder betont. "Klar wünsche ich mir als Veranstalter der Wiesn zusammen mit allen unseren Partnern sehr, dass es keine Absage geben muss. Daher wollen wir bis zum letztmöglichen Zeitpunkt die Lage beobachten, bevor eine nicht umkehrbare Entscheidung getroffen wird. Das wird spätestens im Juni sein", sagte Baumgärtner zuletzt. Bis dahin werde die Wiesn weiter, wie gewoht, geplant. "Für eine verbindliche Einschätzung ist es heute jedoch noch zu früh."

Etwas Zeit bleibt also noch, doch die neuesten Aussagen von Kekulé geben wenig Anlass zur Hoffnung. Edmund Radlinger, der Chef der Wiesn-Schausteller, spricht sich in der "Bild" für eine Zwischenlösung aus. Demnach sollen auf die Wiesn 2020 nur Münchner dürfen. Ein Vorgehen, dass wohl nur schwer durchsetz-, bzw. kontrollierbar sein dürfte.

 

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