Wer stürmt neben Mölders? TSV 1860: Die Offensiv-Gewinner der beiden Testspiele

, aktualisiert am 25.06.2019 - 09:49 Uhr
Zwei Testspiele, zwei Tore: 1860-Alphatier Sascha Mölders (rechts) mit Stürmertalent Noel Niemann. Foto: imago/MIS

In den zwei Testspielen gegen unterklassige Gegner haben die Löwen bisher 15 Treffer erzielt. Wer hat im Angriff die besten Chancen neben Alphatier Sascha Mölders?

 

München - Von Sechzigs Fast-Neuzugang Dennis Erdmann (28) war am Montag noch nichts zu sehen auf Giesings Höhen. Die Profis des TSV 1860 durften ebenfalls die Beine hochlegen: Trainer Daniel Bierofka hatte freigegeben.

Zuvor hat ein Sextett einen Vorgeschmack des neuen Gesichts der Löwen geliefert. 5:2 gegen Regionalligist VfR Garching, 10:0 gegen Bezirksligist SpVgg Plattling – in den beiden ersten Testspielen konnten sich sechs Spieler zumeist gleich mehrfach in die Torschützenliste eintragen.

Sechs Offensiv-Löwen haben sich hervorgetan – und doch gänzlich unterschiedliche Chancen, auch in der Dritten Liga auf dem Rasen zu stehen.

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Sascha Mölders

Der 34-jährige Routinier ist und bleibt im Sturm das Alphatier. Den obligatorischen Laktattest verpasste der Stoßstürmer wegen seines Knochenödems, für das der harte Untergrund auf der Tartanbahn Gift ist. In den beiden Tests hielt er die Knochen hin, erzielte je einen Treffer. Unangefochtener Anführer, solange er fit ist – selbst bei Ladehemmung, da Bierofka in Mentalitätsmonster Mölders mehr sieht als nur einen Torjäger.

Benjamin Kindsvater

Wichtiger Bestandteil des letztjährigen Teams. Aufgrund von Verletzungen der Flügelspieler Stefan Lex (Syndesmosebandriss) und Nico Karger (Leistenprobleme) ist es noch bedeutsamer, dass der quirlige Mann gut durch die Vorbereitung kommt. Gegen Garching und Plattling jeweils Torschütze, muss aber weiter an seiner Effektivität arbeiten. Macht der 26-Jährige so weiter, dürfte er mit Schwung und Stammplatz in Sechzigs zweite Drittliga-Saison der Historie gehen.

Markus Ziereis

Ein Stürmer, der laut Bierofka enorme Bedeutung für das Mannschaftsklima hat. Abgerechnet wird dennoch auf dem Rasen, wo der 26-Jährige mit dem Stigma des Torlos-Torjägers (in 47 Drittliga-Partien) zu kämpfen hat. Zuletzt doppelter Doppelpacker mit ungeahnten Fähigkeiten (jeweils Freistoßtorschütze). Hinter Mölders und Leih-Löwe Mister X (nach AZ-Informationen vielleicht Rückkehrer Prince Owusu) Stürmer Nummer drei – mit Überraschungspotenzial?

Sascha Marinkovic

Der Test-Löwe erzielte gegen Plattling per Kopf sein erstes Tor für 1860. Zukunft dennoch ungewiss. Bierofka fordert Geduld: "Ich will den Jungen sehen, wenn er bei 100 Prozent ist. Aktuell ist er erst bei 70 Prozent." Übrigens: Während Marinkovic mit ins Trainingslager (2. bis 7. Juli in Windischgarsten) reisen soll, konnte sich Testspieler Tim Wöhrle (TSG Hoffenheim) nicht empfehlen und ist wieder abgereist. Tendenz: Marinkovic wird Löwe, sollte er fit bleiben und einen leistungsbezogenen Vertrag akzeptieren.

Fabian Greilinger

Erst 18 Jahre alt und gegen Plattling schon frecher Doppeltorschütze. Galt in jüngeren Jahren als Top-Talent, das etwas den Drive verloren zu haben schien. Doch jetzt ist der Flügelflitzer im Angriffsmodus. Hat Shootingstar-Potenzial, muss aber körperlich noch deutlich zulegen.

Noel Niemann

Auch der noch schmächtigere 19-jährige Außenbahnspieler taugt zum Überraschungs-Kandidaten, wenngleich er ebenfalls "noch ein paar Schnitzel essen" muss, wie Bierofka zu sagen pflegt: "Er lässt sich zu leicht wegschieben, das ist noch ein bisschen Kinderfußball." Bald dürfte er dennoch zeigen, ob er von den beinharten Drittliga-Verteidigern abgefieselt wird – oder dem ein oder anderen entwischen kann.

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