Wechsel steht kurz bevor FC Bayern: Ivan Perisic - (K)eine Notlösung für den Rekordmeister

, aktualisiert am 12.08.2019 - 21:47 Uhr
Ein Vizeweltmeister für die Bayern: Ivan Perisic könnte schon am Freitag gegen Hertha im Kader stehen. Foto: dpa

Mit Ivan Perisic tätigt der FC Bayern den ersten dringend benötigten Wechsel. Doch kann der 30-Jährige dem Team wirklich weiterhelfen?

 

München - Erst mal kein Leroy Sané, dafür Ivan Perisic. Der Deal mit dem Kroaten ist so gut wie fix.

Wie die "Bild" erfuhr, absolvierte der Vizeweltmeister schon am Montagvormittag den obligatorischen Medizincheck. Fotografen des Boulevardblattes erwischten Perisic beim Verlassen des Krankenhauses Barmherzige Brüder in Nymphenburg, wo er von Bayern-Internist Dr. Roland Schmidt untersucht worden war. "Ja, ich hatte gerade den Medizincheck", bestätigte der Flügelstürmer.

Bayern-Trainer Niko Kovac meinte vor dem Pokalspiel in Cottbus: "Es ist richtig, dass er heute in München war. Das kann ich bestätigen. Ich muss mal Folgendes sagen: Grundsätzlich finde ich, die Debatte ist fehl am Platz – man macht hier einen Spieler schlecht. Egal, ob er kommt, ober nicht kommt, ich finde, sowas gehört sich nicht. Jeder Spieler hat den nötigen Respekt verdient und man kann nicht über eine B-, C- oder X-Lösung sprechen."

Damit reißen die Diskussionen um den Neu-Bayern aber längst nicht ab. Ist der Kroate nach der schweren Verletzung bei Wunschspieler Sané nur eine Notlösung? Oder kann der Vize-Weltmeister dem Rekordmeister wirklich weiterhelfen?

Perisic: Gegen Hertha schon im Kader?

"Ich weiß nicht, ob er eine Notlösung ist. Ich finde, Perisic ist ein herausragender Spieler", sagte Stefan Effenberg bei Sport1. Perisic könne dem FC Bayern "sofort weiterhelfen und braucht keine Eingewöhnungszeit". Eine Meinung, der sich auch der Ex-Münchner Ivica Olic anschließt. "Ein technisch starker Mann wie Ivan mit so viel Erfahrung kann auf jeden Fall sofort weiterhelfen. Er spielt seit Jahren auf internationalem Top-Niveau, hat enorme Qualität", sagte der Kroate der "Bild".

Möglicherweise steht Perisic, 2011 mit Dortmund deutscher Meister, bereits am Freitag im Bayern-Kader – beim Bundesligaauftakt der Bayern gegen Hertha BSC (ab 20.30 Uhr, ZDF/DAZN und im AZ-Liveticker). Aus Italien wurden bereits Eckdaten des Deals genannt: Von einer Leihgebühr von rund fünf Millionen Euro für ein Jahr ist die Rede mit anschließender Kaufoption für 20 Millionen. Ein Schnäppchen.

Keine Perspektive mehr unter Antonio Conte

Trainer Niko Kovac gilt als Fürsprecher von Perisic, den er aus gemeinsamen Zeiten bei der kroatischen Nationalmannschaft bestens kennt. Kovac soll dem früheren Dortmunder und Wolfsburger 2015 auch zu einem Wechsel zu Inter geraten haben. Dort steht Perisic noch bis 2022 unter Vertrag, hat aber unter dem neuen Trainer Antonio Conte offenbar keine Perspektive mehr.

Doch angeblich sind nicht alle Verantwortlichen bei Bayern von Perisic restlos überzeugt. Erst die Kreuzbandverletzung bei Sané soll bei Sportdirektor Hasan Salihamidzic zu einem Umdenken geführt haben. Der Druck auf ihn ist ungeachtet der Personalie Perisic weiter groß. Noch fehlt es an Quantität und Qualität. Der Name Steven Bergwijn (Eindhoven) hält sich hartnäckig. Auch Philippe Coutinho (FC Barcelona) soll weiter im Fokus sein.

Offen ist auch, was die Bayern bei Timo Werner von RB Leipzig planen, der 2020 ablösefrei kommen könnte. Der "kicker" nennt sogar Gareth Bale von Real Madrid als möglichen weiteren Leih-Kandidaten. Und über allen Spekulationen schwebt die Frage: Verpflichten die Bayern Sane trotz dessen Knie-OP und einer Ausfallzeit bis Februar oder März 2020? Allen Beteiligten ist klar, ein Perisic alleine wird es nicht richten.

Alle Transfernews und Gerüchte zum FC Bayern finden Sie in unserem AZ-Newsblog

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading