Weber und Karger verletzt 1:0 gegen Geuther Fürth II: Wein zum Wiesn-Start

Wiesn-Auftakt gelungen: Die Löwen um Torschütze Daniel Wein bejubeln das 1:0 über Fürth II. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der Mittelfeldspieler erlöst die Löwen beim hart erkämpften 1:0-Sieg gegen Fürth. "Ich weiß nicht, wie viele Maß ich jetzt ausgeben muss", sagt er nach dem Spiel. Bitter: Weber und Karger verletzen sich.

 

München - Eine Blaskapelle spielte in der Westkurve auf. Die Löwen trugen weiß-goldene Wiesn-Trikots im Stile einer Trachtenweste. Nicht wenige Fans schmissen sich in Dirndl oder Lederhosen. Beim Wiesn-Vorspiel des TSV 1860 gegen die SpVgg Greuther Fürth II am Freitagabend drehte sich vieles um das größte Volksfest der Welt. Und so sehr der Münchner auf den Anstich warten musste, so sehr warteten die Sechzger am Vorabend auf den einen entscheidenden Treffer. Und dann erlöste Daniel Wein Bierofka und die Löwen in der 78. Minute. Wein zum Wiesn-Start.

"Ich weiß noch nicht, wie viele Maß ich ausgeben muss", sagte der Matchwinner nach dem Spiel, "eine alkoholfreie muss drin sein – mal sehen, was Biero sagt." Der verletzte Spielmacher Timo Gebhart analysierte bei Sport 1: "Es war bis zur letzten Minute ein hart umkämpftes Spiel. Umso schöner, wenn man kurz vor Schluss das Tor macht."

Mit dem hart erkämpften 1:0-Sieg in einem hitzigen und ruppigen Spiel und nunmehr 26 Punkten haben die Giesinger die Tabellenführung am elften Spieltag der Regionalliga Bayern auf sechs Punkte ausgebaut.

"Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist"

Bitter aber: Die Löwen verloren schon im ersten Durchgang mit Kapitän Felix Weber und Torjäger Nico Karger zwei Leistungsträger. Weber kam mit Verdacht auf eine Sprunggelenksverletzung ins Krankenhaus, Karger saß mit einer Unterschenkelprellung in der zweiten Halbzeit an der Seitenlinie. "Die beiden Verletzten tun uns weh", sagte Wein, "ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist." Immerhin: Sechzigs Serien konnten ausgebaut werden. Im Grünwalder ist man in der Liga weiter ohne Pleite, wettbewerbsübergreifend liegt die letzte Niederlage schon acht Partien zurück.

Bierofka konnte bei der Findung seiner Startelf mit Ausnahme von Torwart Hendrik Bonmann und Gebhart (beide verletzt) aus dem Vollen schöpfen, Überraschungen gab's im neuen 4-2-3-1-System keine. Und Sechzig legte los wie ein durstiger Wiesn-Liebhaber im Bierzelt: Nicholas Helmbrecht fehlte schon nach wenigen Sekunden nur ein klein wenig Zielwasser (1.), in Minute drei lag der Ball schon im Kasten: Sascha Mölders hatte nach einem Traumpass von Philipp Steinhart ebenso traumhaft volley abgeschlossen – doch Schiedsrichter Tobias Schultes entschied auf Abseits. "Grenzwertig", sagte Mölders. "Ich würde mir mal wünschen, dass im Zweifel für den Stürmer entschieden wird."

Weiter ging's nur in eine Richtung, die nächste dicke Chance vergab Mölders mit einem Lattenkopfball (19.). In der Folge unterband Fürth, teils gekonnt und teils durch Einsatz am Rande der Legalität, den Spielfluss der Giesinger. Den zweiten Durchgang eröffnete erneut Mölders mit einem Schuss ans Außennetz (46.), bevor es verletzungsgeschwächte Sechzger verpassten, die Franken genügend unter Druck zu setzen. Erst in der Schlussphase drängten sie auf die Führung – Wein erlöste ganz Giesing.

Schon vor dem Spiel war die Wiesn-Stimmung durch ein Interview des Ex-Löwen Thomas Eichin getrübt worden. "Ich musste mich fünf Monate lang von Sechzig erholen", sagte der neue Geschäftsführer von "Sam Sports" zu Sport1 über das Vierteljahr als 1860-Sportchef. Investor Hasan Ismaik habe ihm Geduld zugesichert, doch "leider war das alles nur Schall und Rauch. Die Arbeit dort war unmöglich."

Immerhin: Sechzig marschiert – trotz der Verletzungssorgen – weiter voran. Und kann mit einem Dreier im Gepäck auf die Wiesn gehen.

 

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