Was sie so wichtig macht Ziereis & Steinhart: Wertvolle Wieder-60er

, aktualisiert am 12.10.2017 - 06:23 Uhr
Wieder dahoam im Löwen-Käfig: Sechzig-Stürmer Markus Ziereis und Verteidiger Phillipp Steinhart (l.). Foto: sampics/Augenklick

Die Rückkehrer Ziereis und Steinhart haben bei den Löwen ihren Platz und ihre Heimat gefunden. "Man merkt den Zusammenhalt".

 

München - Wer ist wertvollster Löwe, Markus Ziereis oder Phillipp Steinhart? "Ich, glaub‘ ich, mit 250.000 Euro Marktwert", weiß Verteidiger Steinhart, "aber das heißt ja nix. Wichtiger ist, dass wir unsere Spiele gewinnen."

Sein stürmender Kollege Ziereis findet: "Ist er aber zurecht! Philipp kann Innenverteidiger, Linksverteidiger, Sechser – er ist überall einsetzbar, das macht ihn extrem wertvoll für uns." Er selbst liegt mit 200.000 Euro bei transfermarkt.de auf Rang drei: "In den Top drei – absolut okay. Aber das juckt uns eigentlich gar nicht."

Kurz nach Saisonbeginn kehrten sie zurück an der Grünwalder Straße, nun sitzen die beiden Akteure des TSV 1860 der AZ gegenüber. Zeit für ein Zwischenfazit. Wäre nicht jeder darauf gekommen, dass das Rückkehrer-Duo in besagter Rangliste die Plätze eins und drei belegt – gerade wenn man an das Routinier-Trio Jan Mauersberger, Timo Gebhart und Sascha Mölders denkt – oder an die Talente wie Kapitän Felix Weber und Nico Karger.

Sie kamen, sahen und spielten

Umso klarer, dass Steinhart und Ziereis der eigene Wert zwar nicht gänzlich egal ist, der erfolgreiche Start und Tabellenplatz eins umso wichtiger. "Ich bin super aufgenommen worden", sagt Ziereis, "man merkt, dass ein Zusammenhalt da ist, jeder haut sich für den anderen rein, es gibt keine Streitigkeiten. Zwölf Punkte Vorsprung sind ein super Puffer". Steinhart, der Sechzigs Serie von ebenso vielen Spielen ohne Pleite "wahnsinn" findet, ergänzt: "Wir haben uns im Verein und in der Mannschaft sehr gut eingefunden, aber wir kannten Sechzig ja schon und der Teamgeist ist auch top – war also nicht schwer." Für beide gilt: Sie kamen, sahen und spielten.


Da waren sie schon mal da: Ziereis (l.) und Steinhart (r.) mit Christopher Schindler und Benny Lauth im Jahre 2012. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Ziereis musste sich zu Beginn etwas gedulden, nun scheint der 25-Jährige seine Position hinter Stoßstürmer Sascha Mölders gefunden zu haben. Keine einfache Aufgabe für den Ex-Regensburger: "Als Zehner musste ich mich richtig umstellen und habe gebraucht, das voll anzunehmen." Der Grund? "Man ist nicht so nahe am Tor, der eigene Abschluss ist schwieriger." Zuletzt platzte der Knoten mit drei Toren in vier Spielen.

Beide Akteure machen Bierofkas Elf sichtlich besser

Steinhart, ebenfalls 25, hat nach seinem Wechsel aus Lotte zwar noch keinen festen Platz gefunden, und doch ist er als Pendler zwischen seinen drei Positionen Stammspieler. "Ich bin sehr glücklich, fühle mich sehr wohl hier und das zeigt sich auch auf dem Platz, denke ich – egal wo." Seine neun Einsätze halfen, die beste Defensive der Liga (neun Gegentore) weiter zu stabilisieren. Auffällig: Steinharts Standard- und Spielkünste haben auch schon für vier Assists gesorgt. Klar ist: Beide Akteure machen Daniel Bierofkas Elf quantitativ wie qualitativ sichtlich besser.

Was das Duo noch besser machen könne? "Ganz klar: Zier braucht mehr Kondition", so Steinhart lachend, der sich die Retourkutsche abholt. "Im Offensivkopfball muss er noch zulegen. Und sein schwacher rechter Fuß…", erwidert Ziereis, um erneut von Steinhart gekontert zu werden: "Besser als dein linker!"

Spaß haben sie – trotz eines Körnchens Wahrheit in ihren Worten – und auch etwas anderes eint Sechzigs wertvolle Rückkehrer: Man müsse nicht ständig darüber sprechen, doch auf dem Weg zur Meisterschaft könne man sich laut Steinhart "nur selbst aufhalten." Schlusswort Ziereis? "Der Aufstieg ist das absolute Ziel." Wäre nicht zuletzt für ihre Marktwerte Gold wert.

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