Vorschläge für die Theresienwiese Volleyball auf der Wiesn

So leuchtet das Oktoberfest bei Nacht. Wenn nicht gerade Wiesn ist, ist die Fläche zu Füßen der Bavaria eher öde. Foto: dpa

Die Theresienwiese soll Freizeitsportlern künftig bessere Möglichkeiten bieten, sich auszupowern – im Fitness-Parcours, beim Ballspielen oder Skaten.

Ludwigsvorstadt - Zum Oktoberfest verwandelt sich die Theresienwiese in einen großen, bunten Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Doch jenseits dieser Zeit ist das 42 Hektar große Areal – um das Internet-Lexikon Wikipedia zu zitieren – „für ein innerstädtisches Terrain in prominenter Lage ungewöhnlich verödet“.

Immer wieder gibt es Vorschläge von Bezirksausschüssen, Bürgerversammlungen oder Stadträten, wie die Theresienwiese aufgewertet werden könnte. Jetzt hat die Verwaltung einige Ideen auf ihre Realisierbarkeit abgeklopft. Das Ergebnis der Prüfung: Die Freizeitsport-Möglichkeiten vor Ort können und sollen deutlich verbessert werden. Die AZ gibt einen Überblick darüber, was Wirtschaftsreferent Dieter Reiter den Stadträten konkret vorschlägt.

- Im Südteil der Theresienwiese ist bisher eine viel genutzte Skate-Anlage installiert, die der Wiesn immer weichen muss. Diese Anlage könnte jetzt in die Südwestecke an der Hans-Fischer-Straße verlegt werden, wo sie nur alle vier Jahre für das Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) abgebaut werden müsste. Der Oidn Wiesn käme sie dort nicht in die Quere. Neben der Skateanlage soll auch Basketball gespielt werden können.

- Die Verwaltung will einen geeigneten Platz für ein Volleyball-Feld finden – was nicht einfach ist. Denn eigentlich wäre für diesen Sport am besten ein strapazierfähiger Rasen geeignet. Gleichzeitig müsste das Volleyballfeld aber weiter für schwere Fahrzeuge befahrbar sein, wenn das ZLF ist. Ein Standard wie auf einem Sportplatz wird deshalb wohl nicht drin sein.

- Künftig sollen die Münchner sich auch in einem Fitness-Parcours trimmen können. Dieser soll nach den Vorstellungen des Baureferats auf der Grünfläche entlang des Bavariarings entstehen.

- Eine klare Absage erteilt die Verwaltung zwei anderen Ideen. Sie hält nichts von der Errichtung einer Kneipp-Anlage. Gut so. Zur Wiesn-Zeit würde sie sich sonst mutmaßlich zum ekligsten Ort Münchens entwickeln. Und auch eine winterliche Spritzeisbahn mit Glühweinstand wird kritisch gesehen.

- Schon jetzt funktionieren Kinder den Hang an der Theresienwiese im Winter zur Rodelbahn um. Nun möchte die Verwaltung aus Sicherheitsgründen eine offizielle Rodelstelle ausweisen.

- Verbesserungen sind aber nicht nur in sportlicher Hinsicht geplant. So soll in einer Machbarkeitsstudie geklärt werden, ob ein geschlossener und ganzjährig nutzbarer Rundweg um die Theresienwiese möglich ist. Ein „Lichtkonzept“ soll erarbeitet werden, und ein Baustellenkoordinator den Auftrag erhalten, den Wiesn-Auf- und Abbau so zu planen, dass Passanten die Baustelle sicher queren können – wenn’s möglich ist, dann an mehreren Stellen.

Der Wirtschaftsausschuss des Stadtrats wird sich in seiner nächsten Sitzung mit all den Vorschlägen befassen.

 

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