Vor Wolfsburg gegen FC Bayern Müller: "Kein Fußball-Nachmittag mit Chips und Bier"

Freut sich auf den Rückrundenauftakt, war aber auch froh, in der Winterpause "durchschnaufen" zu können: Bayerns Thomas Müller. Foto: dpa

Bayern-Star Thomas Müller freut sich auf den Rückrundenstart gegen den Wolfsburg, spricht über den großen Konkurrenzkampf und verrät, was er am Wochenende treibt.

 

München - "Es gibt nix zu berichten", sagt Thomas Müller in einer Presserunde am Mittwoch vor dem Rückrundenauftakt. "Zumindest nichts, was dagegen spricht, dass wir gegen Wolfsburg eine gute Leistung abliefern werden."  Am Freitagabend (20.30 Uhr, AZ-Liveticker) steht für die Bayern gleich das Top-Duell gegen Wolfsburg an. Erster gegen Zweiten, oder in Müllers Worten "besser gewürzt" als gegen ein Team der unteren Tabellenhälfte.

Die elf Punkte Vorsprung auf die "Wölfe" sei ein "gutes Polster, das ist nicht zu verachten. Wir haben die Riesen-Möglichkeit, den Vorsprung zu vergrößern." Wäre das schon die halbe Miete auf dem Weg zur Meisterschaft? Nein, sagt Müller, aber: "Wenn wir einigermaßen konstant spielen, sollte der Titel nur über uns laufen."

Dabei steht Trainer Pep Guardiola neben den Langzeitverletzten Philipp Lahm, Thiago und Javi Martinez der gesamte Kader zur Verfügung. Eine Gefahr könnte daher eher der große Konkurrenzkampf darstellen. "Keiner sitzt gerne draußen", sagt Müller, "wir haben genug Spieler, die in den meisten Mannschaft der Welt einen Stammplatz hätten und bei uns keinen haben."

Wie er selbst und Mario Götze, die sich - vorerst - in der offensiven Dreierreihe zwischen den Flügelflitzern Franck Ribéry und Arjen Robben ein heißes Duell liefern. Müller dazu: "Wir wissen meistens erst ein paar Stunden vor Spielbeginn, wer spielt. Es ist das Ziel des Vereins, so aufgestellt zu sein. Im Endeffekt geht es darum, dass wir für den Verein Meisterschaften und Titel gewinnen und nicht, dass jeder immer mit einem Lächeln ins Bett geht."

Wie also mit der Situation umgehen? Sportvorstand Matthias Sammer warnte die Mannschaft bereits vorsorglich, dass sich jeder dem Erfolg unterordnen müsse. "Das ist für jeden hart. Man muss versuchen, das bestmöglichst zu kanalisieren."

Was Müller anspricht, ist das bereits praktizierte Job-Sharing bei 15, 20 Spielern auf Top-Niveau: "Wie in den letzten eineinhalb Jahren schon werden die Spielzeiten ein bisschen verteilt. Als Feldspieler wird man dann auch mal eingewechselt und kann ein Spiel prägen, auch wenn man von der Bank kommt. Auch wenn es als Einzelspieler oft nicht so einfach zu verarbeiten ist: Der Erfolg der Mannschaft steht im Vordergrund." Sammer wird's mit Freuden vernehmen.

Wenn die Bayern im Gegensatz zu ihren meisten Auftritten am Freitagabend schon durch sind, steht für die restlichen Liga-Teams am Wochenende der Spieltag an. "Ich werde keinen Fußball-Nachmittag mit Chips und Bier auf der Couch verbringen, heutzutage mit den Smartphones ist es ja möglich, das zu verfolgen", sagt Müller. Zum Beispiel den FC Schalke 04: "Die kommen ja schon am Dienstag zu uns, da schadet es sicher nicht, einen Blick reinzuwerfen."

 

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