Volles Haus bei Sechzig TSV 1860: Die Qual der Wahl - Köllners verschärfter Konkurrenzkampf

Michael Köllner hat wieder den kompletten Kader zur Verfügung. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der Trainingsplatz beim TSV 1860 füllt sich immer mehr: Mit Semi Belkahia steigt der letzte Langzeitverletzte wieder ins Training ein. Löwen-Coach Michael Köllner hat nun die Qual der Wahl.

 

München - "Wir haben 29 Mann im Kader und Stand jetzt keinen Verletzten", sagte Michael Köllner auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Es gibt wahrlich schlimmere Aussichten für einen Trainer. "Mit Semi Belkahia haben wir den letzten Spieler, der in den nächsten Tagen vollumfänglich ins Training einsteigt."

Auch Tim Rieder, der sich Anfang Dezember im Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach am Knie verletzt hatte und seitdem ausgefallen war, ist am Samstag gegen den SV Meppen wieder eine Option für den Kader (14 Uhr, Magenta Sport und im AZ-Liveticker).

Köllner bedient sich einem Vergleich aus der Leichtathletik

Die erhöhte Kaderbreite und somit der verschärfte Konkurrenzkampf ist auch Köllner bewusst, allerdings habe es jeder Profi selbst in der Hand. "Sicherlich haben diejenigen einen Vorsprung, die am Wochenende spielen. Sie können sich zeigen, sie haben nicht nur eine Trainingswoche", stellte der Oberpfälzer klar. Und ergänzte: "Wenn du gut spielst, bist du schwer zu verdrängen. Spieler, die hintendran sind, müssen ihre Unzufriedenheit in starken Trainingsleistungen dokumentieren."

Um die Situation bei den Löwen zu verdeutlichen, bediente sich der 50-Jährige einer anderen Sportart. "Wenn du hintendran bist, ist es wie in der Leichtathletik bei einem Lauf: Du musst einen Konkurrenten vor dir überholen - und du treibst ihn durch deine Leistung weiter an."

Köllner: "Du brauchst alle Spieler" für den Erfolg

Eines ist für Köllner aber klar: "Du brauchst alle Spieler", um erfolgreich zu sein. Dabei spiele es für ihn keine Rolle, "ob einer bei 1860 ein Zukunft hat oder nicht". Zum Ende der Saison laufen zahlreiche Verträge bei den Giesingern aus, Löwen-Ikone Sascha Mölders gab ursprünglich für den Sommer das Ende seiner Profikarriere bekannt, ob er noch zum Bleiben überzeugt werden kann, ist derzeit noch ungewiss.

Allerdings verlängerte mit Stefan Lex kürzlich auch ein Leistungsträger bis 2022, weitere Vertragsverlängerungen sollen folgen.

Testspiel am Sonntag besonders für die zweite Garde

"Es liegt in der Eigenverantwortung von jedem Akteur, sich Woche für Woche maximal in Form zu bringen. Damit er entweder jetzt, am Ende der Saison oder woanders eine Chance kriegt", erklärte Köllner.

Auch um die Reservisten bei Laune zu halten, vereinbarte der TSV 1860 keine 24 Stunden nach der Partie in Meppen ein Testspiel gegen den TSV 1865 Dachau (11.30 Uhr an der Sportschule Oberhaching) .

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