Vier Freisprüche München: Prozess um Millionendiebstahl vorläufig eingestellt

Ein Modell des Schließfachraums. Foto: Daniel von Loeper

Vorläufiges Ende: Gegen drei Angeklagte wird der Prozess um den Millionendiebstahl im Herbst neu aufgerollt.

 

München - Es kommt wie erwartet: Der Prozess um die gestohlenen Schließfach-Millionen nimmt ein vorläufiges Ende. Vier der sieben Angeklagten werden freigesprochen. Gegen drei Angeklagte soll aber ab 15. September erneut verhandelt werden.

Auf ein gutes halbes Jahr im Gerichtssaal müssen sich die Bankangestellte (58), ihr Sohn (31) und ein mutmaßlicher Komplize (27) dann einstellen. 47 Termine hat der Vorsitzende Richter Gilbert Wolf bis zum 25. März 2021 geplant. Bis dahin werden weitere Gutachten zur Sicherheitstechnik und dem Material der Schließfächer benötigt.

Schließfach-Prozess: Vier Freisprüche

Nicht mehr dabei ist im Herbst unter anderem der Mann, der im Dezember 2017 ein Konto bei der Commerzbank eröffnete, mit dem dann ein Schließfach am Promenadeplatz angemietet wurde. Dass der 50-Jährige von den Diebstahl-Plänen wusste, konnte in den bislang zwölf Verhandlungstagen nicht bewiesen werden. Deshalb Freispruch.

So oder ähnlich auch die Begründung bei den anderen drei Freisprüchen. Der älteste Angeklagte, ein 72-Jähriger aus Unterhaching, war beispielsweise wegen einer DNA-Spur an einem der Schließfächer ins Visier der Ermittler geraten. Eine Gutachterin hatte aber erklärt, dass nur äußerst wenig DNA – nicht mehr als eine Schuppe – gefunden wurde. Zu wenig, um dem Mann nachzuweisen, dass er sich an den Schließfächern zu schaffen gemacht hatte. Die DNA-Spur könnte laut Gutachterin auch von einem anderen dorthin übertragen worden sein. Ergebnis: Freispruch.

 

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