Verletzter Bayern-Star Mitleid mit Ribéry, Chance für Costa

"Robbery" vereint - und wieder getrennt: In Bremen bereitete Franck Ribéry (rechts) das 1:0 von Arjen Robben vor. Foto: GES/Augenklick

"Natürlich ist es bitter, wenn Franck ausfällt. Hiobsbotschaft", sagt Kapitän Philipp Lahm. Zwei Wochen fällt Franck Ribéry diesmal voraussichtlich aus. Das Duo "Robbery" ist erst mal wieder gesprengt, ein Kollege darf und muss sich beweisen.

 

München - Mit seinem Einsatz in der Champions League am 15. Februar gegen den FC Arsenal ist nicht zu rechnen: Ausgerechnet zum Start in die englischen Wochen, in denen der Liga-Partie am Samstag gegen den FC Schalke 04 das Pokal-Achtelfinale am Dienstag gegen den VfL Wolfsburg folgt, ist Franck Ribéry definitiv nicht dabei.

Schon in der Hinrunde war der Franzose wochenlang von einer Muskelverletzung im Oberschenkel gestoppt worden, auch damals fehlte er länger als zunächst erwartet. Seit Anfang 2015 bestritt der Ausnahmekönner nur 47 von 106 möglichen Pflichtspielen für den deutschen Rekordmeister.

"Ich hoffe aber, Franck kommt bald zurück. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns", wird Douglas Costa in der Bild zitiert. Der Brasilianer ist nun auf dem linken Flügel erst einmal gesetzt. "Costa hat eine andere Charakteristik als Ribéry, aber beide sind gut für die Mannschaft", sagte Trainer Carlo Ancelotti.

Costa (vier Pflichtspieltreffer) präsentierte sich im Torabschluss in dieser Spielzeit gefährlicher als Ribéry (zwei), insgesamt allerdings reichen die Fähigkeiten des 26-Jährigen (noch) nicht dauerhaft an die des Franzosen heran. Bis 2020 steht Costa beim FC Bayern unter Vertrag, Ribérys Arbeitspapier läuft bis 2018.

Mit viel Schwung war der 33-Jährige dieses Jahr angegangen, gab im Trainingslager in Katar Vollgas. "Ich bin so glücklich, wenn ich auf dem Platz bin, wenn ich 100 Prozent fit bin", schwärmte Ribéry in Doha. Beim 2:1 in Freiburg zum Jahresstart musste er sich mit einem Bankplatz begnügen. Eingewechselt für Costa bereitete Ribéry dann aber das Siegtor von Robert Lewandowski vor.

In Bremen war der Franzose am vergangenen Wochenende maßgeblich am 2:1-Erfolg beteiligt. Nach zwei fast zwei Jahren legte Ribéry dabei wieder ein Tor für Arjen Robben auf. "Robbery" war also wie in besten Zeiten vereint - und ist jetzt wie so oft in den vergangenen Jahren erst einmal wieder getrennt.

 

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