Umsatzpacht für Wiesnwirte Bayernpartei warnt: "Dann wird die Maß zwei Euro teurer"

Die Frage, die vielen schon wieder unter den Nägeln brennt: wie viel wird die Maß auf dem Oktoberfest 2018 kosten? Foto: Tobas Hase/dpa

Die Bayernpartei zweifelt an der Umsatzpacht für Wirte auf dem Oktoberfest – und beschwört ein Schreckensszenario, wonach der Bierpreis drastisch steigen könnte.

 

München – Wie viel verdient man eigentlich so als Wiesn-Wirt? Offenbar nicht so viel, wie man landläufig denkt. Die erst vergangenes Jahr eingeführte Umsatzpacht jedenfalls hat anscheinend nicht so viel abgeworfen wie angenommen.

Im Rathaus kursieren bereits die ersten Zahlen. 20 Prozent weniger seien ins Stadtsäckel geflossen als von Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) prognostiziert. Bei den Sicherheitskosten gebe es deshalb nun eine Deckungslücke von 1,7 Millionen Euro.

Bayernpartei: Wiesn-Chef Schmid hat sich verzockt

Die Bayernpartei findet das alarmierend. "Wir haben Schmid immer gewarnt, dass sie von den falschen Zahlen ausgehen", sagt Stadtrat Mario Schmidbauer. Wenn die Wirte nun nachzahlen müssten, brauche man kein Prophet sein, um sagen zu können, was dann passiert, so Schmidbauer. "Die werden heuer bei der Maß dann ein bis zwei Euro draufschlagen."

Schmid habe sich verzockt, schimpft Schmidbauer. Durch das neue Pachtsystem werde die Wiesn jetzt wohl noch teurer werden. "Statt Bierdeckelkönig wird Schmid jetzt Bierpreistreiber", sagt der.

Der auf diese Weise Geschmähte wollte sich am Dienstag nicht zu der Sache äußern. Schmid verwies auf die anstehende Befassung im Stadtrat. Die endgültigen Zahlen würden dort aber wohl erst im Mai vorgelegt, so Schmid.

 

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