"Tu mir das nicht an" FC Bayern: Herbert Hainers Meisterbefehl an Hansi Flick

Präsident des FC Bayern: Herbert Hainer. Foto: imago/ActionPictures

In der ersten Saison als Präsident des FC Bayern will er den Titel unbedingt. Jupp Heynckes adelt derweil Hansi Flick.

 

München - Die Bundesliga ist aktuell so spannend wie lange nicht mehr. Neben dem FC Bayern und RB Leipzig können ja auch noch Dortmund und Gladbach weiter Ambitionen in Sachen Meisterschaft anmelden. Offenbar ganz nach dem Geschmack von Herbert Hainer. "Natürlich sind nicht alle begeistert, wenn der FC Bayern schon im Februar als Meister feststeht. Die neue Konkurrenz tut uns und allen in der Liga gut und hält die Mannschaft wach", sagte der Bayern-Präsident der "Bild am Sonntag".

Hainer stellt sich auf zwei langfristige Widersacher ein. "Dortmund wird immer ein großer Konkurrent bleiben", sagte er, "ich bin aber auch davon beeindruckt, was in kurzer Zeit in Leipzig entstanden ist." Nach zuletzt sieben Titeln in Folge habe Hainer zu Trainer Hansi Flick gesagt: "Tu mir das nicht an, dass wir in meiner ersten Saison als Präsident nicht Meister werden."

Flick weiß also, was zu tun ist, um sich für eine Weiterbeschäftigung als Chefcoach über den Sommer hinaus zu empfehlen. Der Trend spricht ohnehin für ihn. "Wir alle sehen eine stetige Aufwärtsentwicklung, seit Hansi im Amt ist", bestätigte Hainer erneut, aber: "Hansi weiß natürlich, dass es beim FC Bayern darum geht, Spiele und Titel zu gewinnen."

Heynckes: Flick ist der ideale Bayer-Trainer

Bayerns Triple-Trainer von 2013 Jupp Heynckes traut Flick das in jedem Fall zu. Mehr noch. "Er ist für mich der ideale Trainer des FC Bayern, der eine neue Ära prägen kann", sagte der 74-Jährige der "Welt am Sonntag". Flick habe "ein ganz klares fußballerisches Konzept" und in seiner Zeit bei der Nationalmannschaft "gelernt, wie man mit großen Spielern umgeht", sagte Heynckes.

"Mir imponiert sehr, dass Hansi sich nicht so wichtig nimmt. Er würde sich auch nie ändern, wenn er dreimal die Champions League gewinnen würde." Hainer würde das nur allzu gerne auf die Probe stellen. Dafür könnten die Münchner schon bald viel Geld in die Hand nehmen und möglicherweise für Leroy Sané und Kai Havertz über 200 Millionen Euro ausgeben. "Entscheidend ist, was die sportliche Führung für nötig erachtet, damit wir wettbewerbsfähig sind", sagte Hainer darauf angesprochen und ergänzte: "Man kann ja einmal richtig viel investieren, wenn für den Kader in den darauffolgenden Jahren dann nur noch Ergänzungen nötig sind."

Timo Werner wird dabei weiter keine Rolle spielen. "Unsere sportliche Führung hat den Spieler analysiert, am Ende Stand das Ergebnis, dass er im Moment nicht zum FC Bayern wechselt", sagte Hainer.

 

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